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Lüneburg

Die Salz- und Hansestadt Lüneburg wird im Jahre 956 erstmals im Zusammenhang mit der Saline (Anlage zur Salzgewinnung) genannt. Sie liegt am Rande der Lüneburger Heide zwischen Hamburg und Hannover.

Die Hanse- und Universitätsstadt Lüneburg (plattdeutsch Lümborg) hat etwa 73.000. Sie liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der nach ihr benannten Lüneburger Heide am Flüsschen Ilmenau. Lüneburg hat den Status einer Großen selbständigen Stadt und ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. 

Wirtschaft

Neben der Touristik sind Mechatronik, Umwelttechnologie, Ernährungswissenschaft und Information und Kommunikation weitere wichtige Wirtschaftszweige Lüneburgs. Das mittelständische produzierende Gewerbe und Kleinbetriebe spielen immer noch eine starke Rolle im Lüneburger Wirtschaftsgeschehen. Veränderungen und Impulse ergeben sich auch aus der Universität Lüneburg, welche mit ihren Studierenden zur belebenden Vielfalt der Region beiträgt.

Wichtige Unternehmen sind unter anderem der Modehersteller Roy Robson, im Lebensmittelbereich die Firmen De-Vau-Ge Gesundkostwerk als einer der größten deutschen Hersteller von vegetarischen Lebensmitteln und die Molkerei, welche Produkte der Marke Lünebest herstellt. Im Industriebereich sind die größten ansässigen Firmen der PKW-Innenausstatter Johnson Controls, H.B. Fuller, die Impreglon AG und als Anbieter von Industrie-Elektronik die Sieb & Meyer AG. Ebenfalls in Lüneburg beheimatet ist die 1614 gegründete „von Stern'sche Druckerei“ - die älteste noch in Familienbesitz befindliche Druckerei der Welt.

Darüber hinaus ist hier seit 1978 die Hauptverwaltung der Tagungshotelgruppe Seminaris angesiedelt. Im Bereich Technologien und Dienstleistungen ist das Innovations- und Gründungszentrum e-novum zu nennen, welche sich mit der Förderung von jungen Unternehmen befasst. Die Werum Software & Systems AG ist das größte Unternehmen Lüneburgs aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. 

Politik/Wappen

Seit der Kommunalwahl 2011 sind die drei stärksten Fraktionen in Lüneburg die SPD,CDU und Bündnis 90/Die Grünen.
Derzeitige Bürgermeister sind: Eduard Kolle (SPD), Regina Baumgarten (CDU) und Andreas Meihsis (Grüne).

Lüneburg erhielt im 13. Jahrhundert Stadtrechte und war eine der Hauptstädte im Herzogtum Braunschweig, eine der Zweige der Welfendynastie nannte sich sogar „Braunschweig-Lüneburg“. Schon das älteste bekannte Wappen der Stadt zeigte die Burg mit den Waffen des Herzogs von Braunschweig, allerdings ohne die heutigen Herzen.

Tourismus

Lüneburg gehört zu den wenigen Städten Norddeutschlands, die ihren historischen Kern unzerstört durch den Zweiten Weltkrieg retten konnten. Allerdings haben die Vernachlässigungen der Bausubstanz bis in die 60er Jahre hinein und die Schäden im Senkungsgebiet über der Saline zu Lücken im historischen Stadtbild geführt. Seit Anfang der 70er Jahre wird Lüneburg aber sorgsam und liebevoll restauriert. Dadurch kam es inzwischen zu Entdeckungen von zuvor verborgenen Deckengemälden, mittelalterlichen Töpferstuben und vieler historischer Sickergruben, durch die ein wesentlich besseres Bild vom Leben im Mittelalter entstanden ist.

Das Lüneburger Ratssilber ist der größte erhaltene Silberschatz einer deutschen Stadt. Alle seine Stücke entstammen der Zeit zwischen 1443 und 1620. Die Originale des Ratssilbers sind nicht in Lüneburg zu sehen, sondern im Kunstgewerbemuseum Berlin.

Mit einer Gaststättenkonzession pro ca. 200 Einwohner reklamiert Lüneburg für sich die größte Kneipendichte Deutschlands und nach Madrid die zweitgrößte Europas.

Lüneburg hatte einst über 80 Brauereien. Die größte und bekannteste davon war die Lüneburger Kronen-Brauerei von 1485 in der Heiligengeiststraße, in der in Norddeutschland sehr bekannte Biere wie das Lüneburger Kronen-Pilsener und das Moravia Pilsener gebraut wurden. Diese Biere werden heute von der Holsten-Brauerei AG in Hamburg gebraut. Heute gibt es nur noch zwei kleinere Gasthausbrauereien in Lüneburg. 

Berühmt

Berühmtester Sohn der Stadt ist sicherlich der Soziologe Niklas Luhmann, der Begründer der Systemtheorie. Die Lüneburger Kultband Top for Tea hat mit dem Lüneburg-Lied „Die schönste Stadt der Welt…“ ein Liebeslied an diese Stadt geschrieben.

Lüneburg ist für weitere besondere Leckereien bekannt: zum einen den Heidschnuckenbraten, zum anderen für den Stint, einen kleinen Fisch, der im Frühjahr Saison hat. Eine weitere kulinarische Rarität ist eine regional abweichende, dänisch beeinflusste Variante des Labskaus (Skipperlabskovs, umgangssprachlich auch Gammel danske kaus). Traditionell wird am Heiligabend Grünkohl mit Bregenwurst gegessen.

http://www.lueneburg.de/