Oldenburg Stadt
© Francesco Carovillano

Oldenburg


Oldenburg ist vielfältig und setzt kulturelle Akzente weit über die Region hinaus. Ob ein Bummel durch die schöne Fußgängerzone, eine Fahrradtour durch die Gartenvielfalt Oldenburgs oder ein Besuch der zahlreichen Museen: in der Universitäts- und ehemaligen Residenzstadt können Besucher alles erleben.

Geografie/Geschichte

Oldenburg (Plattdeutsch Ollnborg, Saterfriesisch Ooldenbuurich) ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen, 45 Kilometer westlich von Bremen gelegen. Oldenburg liegt in einer Niederung überwiegend am linken Ufer der Hunte, an der Mündung der Haaren, von der Huntemündung bei Elsfleth 23,5 Kilometer und von der offenen Nordsee ca. 90 Kilometer entfernt. Die nächsten größeren Städte sind Wilhelmshaven, 50 Kilometer nördlich, Osnabrück, etwa 100 Kilometer südlich und Groningen, etwa 110 Kilometer westlich. Seit April 2005 gehört die Stadt zur europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg.

Nach der Hauptsatzung der Stadt lautet ihr Name Oldenburg (Oldb). Die Universitätsstadt und ehemalige Residenzstadt der Grafschaft, des Herzogtums, des Großherzogtums, des Freistaates und des Landes Oldenburg (daher auch der Zusatz (Oldb) ist nach Hannover, Braunschweig und Osnabrück die viertgrößte Stadt sowie eines der Oberzentren des Landes Niedersachsen. Trotz seiner Größe ist Oldenburg bis heute recht beschaulich geblieben. Das liegt unter anderem daran, dass rund 80 Prozent der Gebäude Ein- oder Zweifamilienhäuser sind. 

Wappen

Das Wappen besteht aus einer Burg mit einem größeren Mittelturm und zwei kleineren Seitentürmen mit blauen Dächern und aufgesetzten goldenen Kugeln. In das schwarze Torfeld unter dem Mittelturm ist der Oldenburger Grafenschild mit seinen „fiev stücken“ - auf Gold zwei rote Balken - schräg rechts eingestellt. Das Oldenburger Wappen ist der Sage nach das Ergebnis eines Löwenkampfes. Nachdem der Löwe getötet war, tauchte Kaiser Heinrich IV seine Finger in das Blut des Löwen und strich dann über das goldene Schild des Siegers. 

Tourismus

Oldenburg sticht hervor durch eine reizvolle Lage zwischen Nordsee, Bremen und dem idyllischen Ammerland. Reizvoll für Besucher ist vor allem die Oldenburger Innenstadt, mit einer riesigen Fußgängerzone und vielen inhabergeführten Geschäften mit einem bunten Branchen-Mix aus Mode, regionalen Genüssen, Kunsthandwerk und Design. Seit März 2011 gibt es in direkter Nähe zu Schloss und Rathaus das Einkaufszentrum Schlosshöfe mit weiteren Fachgeschäften.

Die klare Formensprache des Klassizismus herrscht vor, doch finden sich fast alle Baustile im Stadtbild wieder: Das Schloss etwa, das im 12. Jahrhundert von den Grafen als einstige Wasserburg gebaut wurde, oder die St. Lamberti-Kirche, die von außen im gotischen Baustil und von innen mit klassizistischer Schönheit überrascht.

Die Stadt kann zu Fuß oder per Kanu entdecket werden. Die schöne Strecke führt etwa fünf Kilometer über Oldenburgs verzweigte Wasserstraßen und dauert etwa zwei Stunden. Sehenswürdigkeiten wie das Peter-Friedrich-Ludwigs-Hospital, die Artillerie-Kaserne, die Griepenkerl-Villa, aber auch malerische Plätze an der Haaren sind vom Wasser aus zu sehen. 

Berühmt

Der Literaturwissenschaftler Paul Raabe und der Philosoph Karl Jaspers, sowie die Schriftstellerin Anne Duden wurden hier geboren. Dieter Bohlen wuchs hier auf und der Komiker Wigald Boning war bis zum Abitur Oldenburger.

Das in Norddeutschland weitverbreitete Grünkohlessen wird in Oldenburg in Verbindung mit einer Kohlfahrt begangen. Die Teilnehmer machen sich, oft mit einem Handkarren voller Alkoholika, auf eine Wanderung zur Gaststätte, in der das eigentliche Essen stattfindet. Bei diesen Wanderungen wird oftmals die Sportart Boßeln ausgeübt und es werden verschiedene Trinkspiele gespielt. Nach dem Essen werden Kohlkönig und Kohlkönigin gewählt, die die Kohlfahrt im nächsten Jahr organisieren müssen. Weitere kulinarische Spezialitäten sind Spargel, Mockturtlesuppe und Labskaus.

www.oldenburg.de/stadtol/index.php?id=1

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© noraismail - stock.adobe.com
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