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Mittelweser - Portrait

Überschaubar, ursprünglich und gemütlich, das ist die Ferien- und Freizeitregion Mittelweser. Die flache Wesermarsch zwischen Minden und Hannover im Süden sowie Bremen im Norden bietet weite Geestflächen mit dichten Wäldern und bunten Feldern; ausgedehnte Moor- und Heidegebiete bestimmen das Landschaftsbild. 

Geographie/Geschichte

Als Mittelweser-Region bezeichnet man ursprünglich das an der Weser gelegene länderübergreifende Gebiet zwischen Minden und Bremen, Teil der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Gerade die teils sehr unterschiedliche politische Entwicklung dieser drei Bundesländer und die große touristische Bedeutung dieser Region machten es notwendig, dass sich beispielsweise in Niedersachsen eine eigene Kooperation, die Mittelweser-Touristik GmbH, gründete. Dieser ist mittlerweile auch die Stadt Petershagen in Nordrhein-Westfalen beigetreten.

Die Mittelweser-Region gehörte zum Siedlungsgebiet des westgermanischen Stammes der Sachsen. Größere Bevölkerungsdurchmischungen gab es abgesehen von den Folgen des Zweiten Weltkrieges hier in der Vergangenheit wenig. Ein Grund dafür, dass die Niederdeutsche Sprache, das Nordniedersächsisch, hier noch sehr verbreitet ist. 

Tourismus/Wirtschaft

Der Mittelweser-Tourismus verzeichnet mittlerweile 745.000 Übernachtungen. Hinzu kommen mehr als 110.000 Übernachtungen in Petershagen (NRW). 2001 gründete sich in Nienburg die Mittelweser-Touristik GmbH (MWT), die als ein regionaler Tourismusverband mit ihren 17 Mitgliedsgemeinden die gesamte niedersächsische Mittelweser-Region abdeckt. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft Hauptverdienstmöglichkeit der als strukturschwach geltenden Mittelweser-Region.

Sehenswert sind neben der charakteristischen Landschaft besonders die malerischen Orte und historisch gewachsenen Städte.

Große touristische Routen verlaufen durch die Mittelweser-Region: Die Deutsche Märchenstraße folgt den Spuren der Gebrüder Grimm. Sie startet in Hanau und endet in Bremen.

„Fachwerk verbindet“ – unter diesem Motto haben sich mehr als 100 deutsche Städte zur bundesweiten Initiative „Deutsche Fachwerkstraße“ zusammengeschlossen, um ihr historisches Erbe gemeinsam zu pflegen. Die Deutsche Fachwerkstraße schlängelt sich auf 2.000 Kilometern durch fünf Bundesländer und bietet eine vergnügliche Tour durch 1000 Jahre Geschichte.

In der Mittelweser-Region zählen das Kloster Loccum und zahlreiche romanische Kirchen, darunter insbesondere die St.-Clemens Kirche in Marklohe, zu den Sehenswürdigkeiten der „Straße der Romanik“.

Das Ziel des am 19. März 1998 gegründeten Vereins „Niedersächsische Spargelstraße e.V.“ war die Einrichtung einer touristischen Route, die in Burgdorf beginnend die niedersächsischen Spargelanbaugebiete miteinander verbindet. Die Route führt heute durch die touristischen Regionen Lüneburger Heide, Hannover und Umland, Mittelweser und das Oldenburger Münsterland.

Während der Renaissance erlebte der Weserraum eine Blütezeit und entwickelte eine eigene Interpretation der damals üblichen Bauweise. Seit 1989 folgt die „Straße der Weserrenaissance“ den bis heute erhaltenen einzigartigen Baudenkmalen dieser Kulturepoche. Sehenswerte Bauwerke sind das Schloss Erbhof in Thedinghausen, das Rittergut in Brokeloh, das Tor in Drakenburg, der Stufengiebel am Nienburger Rathaus und das Schloss Petershagen. Das Schloss Etelsen hingegen wurde im Stil der Neorenaissance errichtet. Sehenswert sind hier der Park mit dem Mausoleum.

Niedersachsen, das Land der Mühlen. Einst errichtet, um Getreide zu mahlen, sind die vielen Wind- und Wassermühlen der Mittelweser-Region heute als technische Baudenkmäler eine Attraktion. Liebevoll restauriert und nicht selten wieder funktionsfähig gemacht, wird man in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Niedersachsens zweitälteste Mühle steht in Steyerberg.

Interessant ist auch die Museumslandschaft der Region: Glashütte Gernheim, Westfälisches Storchenmuseum, Heringsfängermuseum Heimsen, Ostdeutsches Heimatmuseum, Regionalmuseum Nienburg, Niedersächsisches Spargelmuseum, Polizeimuseum Niedersachsen, Niedersächsisches Kleinbahn-Museum Bruchhausen-Vilsen, Deutsches Pferdemuseum Verden, Automuseum Asendorf.

Lernen Sie die Mittelweser-Region vom Wasser aus kennen. Hier bieten die Schiffe der Fahrgastschifffahrt Flotte Weser interessante Fahrten an. Beschaulich sind auch die Fahrten mit der Museumseinebahn in Bruchhausen-Vilsen oder dem historischen Triebwagen „Kaffkieker“. Der „Pingelheini“ ist die Museeumsbahn von Bremen über Weyhe nach Thedinghausen. Und wer sich für das Thema Moor begeistert, kann mit der längsten Moorbahn Niedersachsens durchs Uchter Moor fahren. 

Kulinarisch

In der bäuerlich geprägten Mittelweser-Region finden wir Spitzenprodukte heimischen Anbaus. Die Gastronomie wartet mit regionalen Spezialitäten wie Nienburger Spargel, Grünkohlessen, Weseraal oder „Bickbeeren“ (Blaubeeren) auf. Zahlreiche Hofläden, Wochenmärkte, Restaurants und Gasthäuser in der Mittelweser sind bekannt für Ihre Spezialitäten – allen voran natürlich der Spargel. Europas schönster Wochenmarkt befindet sich übrigens in Nienburg. Diesen Preis hat die Stiftung „Lebendige Stadt“ verliehen.

Bereits um die Jahrhundertwende hielt der Spargel Einzug in den Landkreis Nienburg. Der „Nienburger Spargel“ zeichnet sich durch seinen besonders lieblichen Geschmack aus. Der Grund dafür ist der Anbau auf leichten Geestböden entlang der Weser. Jährlich im Mai wird in Nienburg auf dem Kirchplatz ein großer Spargelmarkt gefeiert. Am ersten Tag des Marktes wird eine neue Spargelkönigin gekürt.

Pressemappe - Mittelweser (126kB)