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Lockdown light?


Bei allem Respekt für die Ernsthaftigkeit der Lage stoßen die bekannt gewordenen Pläne der Bundeskanzlerin, Restaurants und Bars ohne epidemiologische Rechtfertigung zu schließen, auf völliges Unverständnis im Gastgewebe. Der Unmut und die Verzweiflung in der Branche wachsen.

Keine Frage, ein zweiter Lockdown mit fatalen Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft muss verhindert werden. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Für uns hat die Gesundheit unserer Mitarbeiter wie Gäste oberste Priorität. Unsere strikten Hygienekonzepte funktionieren. Hotels und Restaurants haben nachweislich nicht zum Anstieg der Infektionen beigetragen. Im Frühjahr hat unsere Branche alle Maßnahmen respektiert und in einem riesigen Kraftakt ihre ohnehin schon strengen Hygienekonzepte an die Pandemie-Situation angepasst. Es wurden Gasträume umgestaltet, Prozesse optimiert, umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt und deren Einhaltung sichergestellt. Das Gastgewerbe ist kein Pandemietreiber. Die Zahlen des RKI belegen, dass unsere Betriebe nicht Hauptverursacher des Infektionsgeschehens sind“, erläutert Detlef Schröder, Präsident des DEHOGA Niedersachsen.

Klagen sind vorprogrammiert

Der DEHOGA Niedersachsen appelliert dringend an den Ministerpräsidenten, sorgfältig abzuwägen. Die Maßnahmen müssen nachvollziehbar sein. Die Branche erwartet eine schlüssige Erklärung der Politik. Immer neue unbegründete Verbote sind inakzeptabel.

Die Corona-Pandemie hat kaum eine Branche so hart getroffen wie Gastronomie und Hotels. Die Umsatz-Einbrüche haben ein historisches Ausmaß. „Immer neue Belastungen für unsere stark gebeutelte Branche bedeuten das Aus für Tausende Betriebe. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden von den rund 20.000 gastgewerblichen Betrieben in Niedersachsen ein Drittel den Winter nicht überleben“, prognostiziert Schröder.

DEHOGA Niedersachsen

Rainer Balke
Yorckstr. 3
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Telefon: 0511/33 70 6-20

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