Zwei Kopien des Oldenburger Wunderhorns
© Landesmuseum Oldenburg/ Sven Adelaide

Erste Kabinettschau für ein Prunkstück der Sammlung: Das Oldenburger Wunderhorn


Es ist das wohl berühmteste Trinkgefäß des Mittelalters: das Oldenburger Wunderhorn. Um seine Herkunft rankt sich eine Legende, die die Menschen bis heute in ihren Bann zieht. Vor allem im 19. Jahrhundert stieß das Oldenburger Horn auf großes Interesse bei Künstlern und Literaten der Romantik, die sich von dem Begriff „Wunderhorn“ inspirieren ließen und ihn auf eigene Weise interpretierten. So geht z.B. die Volksliedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von Achim von Arnim und Clemens Brentano auf das Oldenburger Trinkhorn zurück. Das Landesmuseum rückt das Prunkstück nun erstmals in den Mittelpunkt einer Kabinettschau und widmet sich mit Kopien, Gemälden und Grafiken vom 17. bis ins 21. Jahrhundert der Geschichte sowie den bis heute anhaltenden Nachwirkungen des einzigartigen Objekts.

Gefertigt wurde die gotische Goldschmiedearbeit um 1475 vermutlich im Auftrag des dänischen Königs Christian I. als Sühnestiftung für den Kölner Dom. Wie es im Zuge der Reformation seinen abenteuerlichen Weg von Köln nach Oldenburg fand, ist bis heute ungeklärt. Am Oldenburger Hof zählte das Trinkhorn zum gräflichen Tafelsilber. Nach dem Tod des kinderlosen Grafen gelangte es nach Kopenhagen (Schloss Rosenborg), wo es sich seither befindet.

Die Wunderhorn-Version aus der Sammlung des Landesmuseums ist den meisten Oldenburgerinnen und Oldenburgern bekannt – nicht jedoch jene Kopien, die sich heute in Privatbesitz und dem Museum für Hamburgische Geschichte befinden. Diese sind anlässlich der Kabinettschau als Leihgaben ins Landesmuseum gereist und werden nun erstmals gemeinsam mit dem Oldenburger Horn präsentiert.

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Kathleen Löwe
Damm 1
26135 Oldenburg
Telefon: 0441 40570 436

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