Der Stader Fischmarkt Schwedenspeicher
© Martin Elsen

Auf Pilgerspuren die Hansestadt Stade entdecken


Ausstellung im Museum Schwedenspeicher | 3.10.2020 bis 14.2.2021

Die Hansestadt Stade startet mit einer neuen Sonderausstellung im preisprämierten Museum Schwedenspeicher in den Herbst. Ausgangspunkt der Stader Ausstellung sind die beeindruckenden Pilgerzeichenfunde aus dem Hafenbecken des Stader Hansehafens – der größte Fundkomplex dieser Art Deutschlandweit.

Eine Doppelausstellung mit dem Museum Lüneburg
Es ist über 35 Jahre her, seitdem sich eine große deutsche Ausstellung dem Pilgern im Mittelalter gewidmet hat. Erstmals wurde jetzt im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojekts der Museen Stade und Lüneburg das spätmittelalterliche Pilgerwesen in Norddeutschland untersucht. Nachdem in Lüneburg der erste Teil zur Ausstellung zu den Pilgerfernzielen bereits startete, ist nun der zweite Teil in Stade zu sehen und öffnete am 3. Oktober seine Pforten. Mittleralterliche Wallfahrten zu den Kapellen, Klöstern, Stifts- und Domkirchen Niedersachsens stehen in Stade im Fokus der Ausstellung.

Sonderausstellung Wege in den Himmel- Pilgerspuren in Norddeutschland
Durch die Reformation, die der Heiligenverehrung ein Ende setzte, blieb Norddeutschland für Jahrhunderte ein weißer Fleck auf der Landkarte der Pilgerwege, dabei gab es dort im Mittelalter sehr viele bedeutende Wallfahrtsorte. Die spannenden und zum Teil überraschenden Ergebnisse werden in der Ausstellung präsentiert. Sie entführt die Besucher in eine Welt mit einer vielfältigen Frömmigkeitskultur. Dabei ist das Thema Pilgern heute – nicht zuletzt durch Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ (2006) – wieder sehr populär. Noch im letzten Jahr waren fast 350.000 Pilger auf dem berühmten Jakobsweg unterwegs.

Die Ausstellung führt zu den Ursprüngen des Pilgerns und macht deutlich, wie komplex die Vorstellungswelt vor über 500 Jahren war. Während Pilgerreisen heute oft ein spirituelles Erlebnis oder einfach ein Synonym für entschleunigte Wanderungen sind, waren sie früher essentiell für den Sündenablass und zur Erlangung des Seelenheils. Die einzigartigen Exponaten machen die Bedeutung des Pilgerns im Mittelalter sichtbar.

Diese mittelalterlichen Pilgerzeichen eröffnen einen Blick auf die vielfältigen Geschichten hinter den früheren Pilgerstätten in Norddeutschland und tragen maßgeblich zu ihrer Identifizierung bei: Auch in Norddeutschland waren bis zur Reformation viele Menschen unterwegs zu den großen Pilgerkirchen Europas, aber auch zu zahlreichen heute völlig vergessenen Wallfahrtskirchen in der eigenen Heimat. Angeregt von diesen Funden wurde ein Forschungsprojekt mit dem Ziel gegründet, die mittelalterliche Wallfahrtsgeografie in Norddeutschland, besonders im Elbe-Weser-Raum, zu untersuchen.

Weitere Informationen zur Ausstellung sowie für einen Aufenthalt in der maritimen Hansestadt Stade auf www.stade-tourismus.de.

 

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