Alte Wache
Dass die Kapelle unter den Schutz der beiden Heiligen Fabian und Sebastian gestellt wurde, kommt nicht von ungefähr. Durch die Auffassung des Mittelalters, dass Menschen von plötzliche auftretenden Krankheiten und Seuchen wie von unsichtbaren Pfeilen getroffen würden, lag es nahe, St. Sebastian, der im Jahre 288 n. Chr. das Martyrium durch Pfeile erlitten hatte, sowie St. Fabian, der den Tag des 20. Januar mit ihm teilt, als Nothelfer gegen Seuchen und in Pestzeiten anzurufen.
Bis in den Anfang des 19. Jahrhunderts hinein diente die Kapelle gottesdienstlichen Zwecken und war zeitweilig Sitz einer geistlichen Bruderschaft. Ihr Schicksal in den folgenden 150 Jahren gestaltete sich mehr als wechselhaft, betrachtet man ihre Verwendung als Gefängnis, Speicher, Turnhalle, Bierlokal und Heimatmuseum.
1734 wurde an der Südseite der Kapelle die sog. "Alte Wache" in Fachwerk vorgesetzt als Garnisonswache für die Stadtkommandanten. Das Gebäude kostete 400 Taler und ist seit 1738 mit einem Glockenturm bekrönt, in dem die Armensünderglocke ihren Platz fand.
Die Jahre 1985/86 brachten der Marktkapelle nicht nur die Wiederherstellung verlorener Bausubstanz (Gewölbe, Fenster), sondern auch den Beginn eines neuen Abschnitts in der mehr als 630jährigen Geschichte dieses Gotteshauses.
Seit Herbst 1986 wird die "Alte Wache" als Begegnungsstätte der Stadt Northeim für die Senioren genutzt.
Gut zu wissen
Öffnungszeiten
- Montag - Freitag:
9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr Eignung
für jedes Wetter
Senioren geeignet
Sprachkenntnisse
- Deutsch
Sonstige Ausstattung/Einrichtung
Barrierefreies WC
Barrierefreier Zugang
Zahlungsmöglichkeiten
- kostenfrei
Anreise & Parken
- Die "Alte Wache liegt am nördlichen Eingang der Fußgängerzone
Northeims. Die Stadtbuslinien 1-4, sowie 8 und 9 halten in unmittelbarer Nähe.
Vom Bahnhof aus ca. 1,2 km Fußweg. Ansprechpartner:in
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Organisation
NOM WMT - Tourist Information
Lizenz (Stammdaten)
NOM-WMT - Tourist Information



