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Medienrecherchehandbuch


Es gibt viel zu entdecken zwischen Harz und Nordsee. Kommen Sie mit uns auf die Reise und finden Sie Ihre ganz persönliche Niedersachsengeschichte. Ob für Tageszeitung, Magazin, Radio- oder Fernsehbeitrag. Hier warten jede Menge Rechercheideen auf Sie.

Wussten Sie schon ... ?

Mit rasanten zwei Metern pro Sekunde geht’s nach oben, und zwar in den Autotürmen der Autostadt in Wolfsburg. Im schnellsten automatischen Parksystem der Welt rauschen die Autos in nur einer Minute und 44 Sekunden vom Eingang bis auf die höchstgelegene Stellfläche. (Osten)

Autoturm in der Autostadt in Wolfsburg, © Autostadt

Au­to­turm in der Au­to­stadt

Der Mittelgebirgszug Ith in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden ist mit 22 Kilometern Ausdehnung der längste Klippenzug Norddeutschlands. Seine bis zu 30 Meter hohen Klippen sind hier auch das am stärksten besuchte Klettergebiet. (Süden)

Der längste Flohmarkt Deutschlands ist der am Elisabethfehnkanal in Ostfriesland. Jedes Jahr an Himmelfahrt stellen rund 2.000 Händler auf etwa zehn Kilometer Länge ihre Tische auf. (Norden)

Rudolf Augstein, bedeutender Journalist und Verleger, gründete 1947 das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Augstein wurde 1923 in Hannover geboren. (Süden)

Niedersachsen ist Spargelland Nummer eins in Deutschland. Auf einer Fläche von 4.800 Hektar werden rund 27 Millionen Kilogramm des „weißen Goldes“ geerntet. (Norden, Osten, Süden, Westen)

Nahaufnahme vom Spargelstechen, © AdobeStock / juefraphoto

Spar­gel­ste­chen

Früher war mehr Winter! Kein Problem, denn im Snow Dome in Bispingen kann man frischen Schnee kaufen. Für die coole Schneebar, eine Familien-Rodelbahn oder als kalte Abreibung beim heißen Sommerfest. (Osten)

Kinder spielen im Snow Dome Bispingen, © Skihallen Service GmbH

Kin­der im Snow Do­me

Clausthal ist der Geburtsort von Robert Koch, dem deutschem Mediziner und, neben Louis Pasteur, Vater der modernen Mikrobiologie und Bakteriologie sowie Nobelpreisträger 1905. (Süden)

Papenburg ist die älteste Fehnsiedlung Deutschlands, gegründet 1630, und gleichzeitig auch die längste. Fehnsiedlungen sind Ortschaften, die in urbar gemachten Moorgebieten angelegt wurden. (Westen)

Wer hat sich als Kind nicht gekringelt bei „Großhirn an Leber …“ oder den frechen Ottifanten? Ihr Schöpfer, der Komiker, Comiczeichner und Schauspieler Otto Waalkes, stammt aus Emden. (Norden)

Außenansicht des Otto Huus in Emden, © Ostfriesland Tourismus GmbH

Ot­to Huus

Mit über 200 Jahren Tradition ist die Insel Norderney das älteste Nordseeheilbad in Deutschland. Nach Genehmigung durch König Friedrich Wilhelm II. von Preußen wurde die Seebadeanstalt zur Badesaison 1800 offiziell eröffnet. (Norden)

Historisches Foto von vier Damen auf einem Boot am Strand auf Norderney, © Stadtarchiv Norderney

His­to­ri­sches Fo­to von vier Da­men auf Nor­der­ney

Deutschlands ältestes Seebäderschiff und ältester Doppelschrauben-Post- und Passagierdampfer, die „Prinz Heinrich“, ist wieder unter Dampf. Es wurde 1909 in Papenburg gebaut, restauriert und fährt seit Sommer 2017 das erste Mal wieder aus eigener Kraft. (Osten)

Igelmuseum, © Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH

Igel­mu­se­um

Die größte Weltkarte des Mittelalters ist die Ebstorfer Weltkarte. Das Original mit 3,57 Metern Durchmesser und über 2.000 Einträgen wurde um 1300 gefertigt und aus 30 Pergamentblättern zusammengenäht. Eine Nachbildung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Karte hängt heute im Kloster Ebstorf. (Osten)

Ebstorfer Weltkarte, © Wolfgang Weiler

Eb­stor­fer Welt­kar­te

Gezeichnete Glühbirne, © Serdar Tibet

Wegen seiner Ode an Bochum wird häufig vermutet, dass Herbert Grönemeyer im Ruhrpott geboren wurde. Doch der Sänger, Musiker und Schauspieler kam 1956 in Göttingen zur Welt. (Süden)

Kurios sind gleich zwei Muschelmuseen – in Wremen bei Cuxhaven und auf der Insel Spiekeroog. Beide präsentieren humorvoll Tausende von Schalen, spannend nicht nur für Kinder. (Norden)

Stacheltiere in aller Form schmücken das einzige Igelmuseum der Welt in Bohmte. (Westen)

Mit 17 Metern Durchmesser schwebt im Winter einer der größten Adventskränze Europas über dem Lüneburger Wasserturm. Per SMS-Spende kann jeder seine Lichter strahlen lassen. (Osten)

Die Iserhatsche in der Lüneburger Heide – eine skurrile Anlage mit außergewöhnlichen Gebäuden. Hier haben die weltgrößte Streichholzschachtel- und Bierflaschensammlung einen würdigen Rahmen. (Osten)

In der Kneipe „Goode Wind“ auf Norderney kredenzt man ein ungewöhnliches Getränk: Zum Friesen-Tequila gehört Schnaps, salziger Queller aus dem Meer und die Zitrone des Nordens, die Sanddornbeere. (Norden)

Wasserturm Lüneburg, © Lüneburg Marketing GmbH

Was­ser­turm Lü­ne­burg

Komplett auf dem Kopf steht das „Verrückte Haus“ in Bispingen – auch Tische, Sessel und Toilette ragen innen von der „Decke“. (Osten)

DAS VERRÜCKTE HAUS, © DAS VERRÜCKTE HAUS (Bispingen) GbR

DAS VER­RÜCK­TE HAUS

Maiwoche: Zehn Tage lang beherbergen die Osnabrücker Straßen das größte Stadtfest Norddeutschlands, open-air und umsonst. (Westen)

Maiwoche Osnabrück, © Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH

Mai­wo­che Os­na­brück

Grenzgänger: Der Aussichtsturm Tillyschanze ragt hoch über das niedersächsische Hannoversch-Münden. Die zugehörige Waldgaststätte wenige Meter weiter steht aber in Hessen. (Süden)

Barbecue skurril: In Wilhelmshaven können Besucher ein motorisiertes „Barbecue-Donut“ mieten und damit aufs Wasser rausschippern und grillen. (Norden)

Happy Rizzi House, © Stadt Braunschweig / Gisela Rothe

Hap­py Riz­zi Hou­se

Kunst oder Gebäude? Das Happy Rizzi House am Rande von Braunschweigs Magniviertel leuchtet bunt und fantasievoll, original vom New Yorker Künstler James Rizzi. (Osten)

Einzigartiges Niedersachsen

Un­ter­was­ser­welt für Tau­cher und U-Boot-Fah­rer

Die „Beste Tauchbasis Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“, die Tauchbasis Kreidesee in Hemmor, lädt ein in eine kurzweilige Unterwasserwelt mit alten Tagebauanlagen, einem schwebenden Flugzeug, Autos, Bäumen, Treppen, Schiffen und mehr. Wer nicht tauchen mag, dreht im Mini-U-Boot seine Runden. (Norden)

Besucher im U-Boot, © Udo Kefrig

Be­su­cher im U-Boot

Gezeichnetes Niedersachsen-Pferd, © Shutterstock / onot

Lenk­dra­chen-Sur­fen in Stein­hu­de

Neues Mekka für Kite-Surfer: Das ehemalige Fischerdorf Steinhude und sein berühmtes „Meer“ vor den Toren der Landeshauptstadt Hannover sind Anlaufpunkt für die Akrobaten am Lenkdrachen und viele andere Wassersportler wie Segler, Surfer, Kanuten und Ruderer. Das Steinhuder Meer ist allerdings kein Meer, sondern ein See, aber dafür Niedersachsens größtes Binnengewässer. (Süden)

Fuß­ball­ten­nis über Ban­de

Flink und ausdauernd sollte sein, wer Fußball-Wand-Tennis spielen will. Bei der rasanten Trendsportart, erfunden übrigens schon 1999 in Hannover, wird ein Ball mit Fuß und Kopf zwischen zwei Teams über ein Netz gespielt, inklusive Wandabprallern – ähnlich wie beim Squash. (Süden)

Sprung aufs Blaue

Zum Probieren erst mal sechs Meter Höhe, dann ganze neun: Beim Bagjump lässt man sich von einem luftig hohen Podest auf ein riesiges blaues Kissen fallen. Der ErlebnisBocksBerg Hahnenklee verspricht noch mehr Bauchkribbeln – bei rasanten Abfahrten in BocksBergCarts oder im Bob auf der Sommerrodelbahn, der längsten in Nordeuropa. (Süden)

Teilnehmer beim Akkuschrauber-Rennen in Hildesheim, © HAWK-Pressestelle

Ak­ku­schrau­ber-Ren­nen

Fun-Sport zum Rum­ku­geln

Man muss Fußballspielen nicht mögen, um Bubble Soccer zu lieben. Eingehüllt in „Bubbles“, riesige elastische Kugeln, geht es darum, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Wenn man es vor lauter Lachen überhaupt bis dahin schafft, denn unterwegs stößt man ständig mit anderen „Bubbles“ zusammen und kugelt herum. (Norden, Süden, Osten, Westen)

Bagjump, © ErlebnisBocksberg Hahnenklee / André Gleisberg

Bag­jump

Kniff, Ka­ra­cho & Pracht

Nur mit Akkuschraubern dürfen sie angetrieben werden: spacige Mini-Fahrzeuge, die einmal im Jahr in Hildesheim über eine Uni-Rennstrecke rasen. Komplett selbst entwickelt und gebaut von Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst messen sich die Leichtfahrzeuge in Schnelligkeit, Technik und Gestaltung. Welche Rennkiste am schönsten ist, darf das Publikum entscheiden. (Süden)

Fe­ri­en­la­ger für Er­wach­se­ne

Einmal wieder Kind sein, und wenn es nur für drei Tage ist: Im Ferienlager Sommerjung in der Lüneburger Heide kann man mit anderen großen Kindern tanzen, singen, malen, Theater spielen, Bogenschießen, Fußball spielen, baden, Seiltanzen, Sterne gucken, im Zelt schlafen, Kanufahren, meditieren, schreiben, reden, schweigen, träumen… (Osten)

Bubble Soccer in der Natur, © Fotolia / Shmel

Bub­b­le Soc­cer

Autofrei durchatmen: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Möglichkeiten, den Urlaub ohne Motorenlärm zu genießen. Autofreie Zonen sind die ostfriesischen Inseln Juist, Spiekeroog, Langeoog und Wangerooge und das Heidedorf Wilsede mitten im Naturschutzgebiet. (Norden, Osten)

Ein Weihnachtsmarkt der Superlative steht in Osnabrück. Dort sind der weltgrößte Nussknacker (6,20 Meter Höhe) und die ebenfalls größte Weihnachtsspieldose (6 Meter) mit der Heiligen Familie und den Heiligen Drei Königen in Lebensgröße zu sehen. (Westen)

Marktkirche Clausthal Zellerfeld, © HTV / M. Gloger

Markt­kir­che Claus­thal Zel­ler­feld

Die größte und die kleinste Holzkirche Deutschlands: Die blaue Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld fasst 200 Menschen. Und auch die kleinste Holzkirche Deutschlands befindet sich im Harz, ausgerechnet in „Elend“. (Süden)

Im weltweit einzigen unterirdischen Zoo tummeln sich in Osnabrück Nacktmulle, Präriehunde, Feldhamster und Co. im dunklen Labyrinth. (Westen)

Direkt am Vareler Hafen befindet sich die wohl kleinste Kneipe Deutschlands mit nur 4,5 Quadratmetern Grundfläche. (Norden)

Die Pünte über das Flüsschen Jümme ist die älteste handgezogene Fähre Nordeuropas. Sie fasst bis zu drei Autos und 30 Personen. (Norden)

Deutschlands größter Leuchtturm steht mit 65 Metern Höhe bei Emden an der Emsmündung: Der Campener Stahlturm von 1889 gilt als „Eiffelturm der Nordsee“ und trägt obendrein Deutschlands stärkstes Leuchtfeuer. (Norden)

Schiefer Kirchturm in Suurhusen, © Ostfriesland Tourismus GmbH / www.ostfriesland.de

Schie­fer Kirch­turm in Su­ur­hu­sen

Weltrekord: Der schiefste Turm der Welt steht nicht in Pisa, sondern mit 5,19 Grad Neigung als Kirchturm in Suurhusen. (Norden)

Kutterhafen von Greetsiel, © Ostfriesland Tourismus GmbH / Hans-Albert Dirks

Kut­ter­ha­fen von Greet­siel

Nur 1,85 Meter breit ist die schmalste Autobrücke Deutschlands – in Amdorf bei Leer führt sie 50 Meter weit über das Flüsschen Leda. (Norden)

Mit einem Verbrauch von 300 Litern pro Kopf und Jahr sind die Ostfriesen die Weltmeister im Teetrinken. (Norden)

Deutschlands größte Krabbenkutterflotte liegt in Greetsiel – die Boote laufen hier schon seit 600 Jahren auf die Nordsee aus. (Norden)

Nordeuropas älteste, noch bespielbare Orgel steht in der kleinen Kirche von Rysum – in Ostfriesland, der Region mit Deutschlands höchster Orgeldichte. Sie ist das Herz des „Krummhörner Orgelfrühlings“. (Norden)

Salzwasser verdunstet, © Fotolia / pure-life-pictures

Salz­was­ser ver­duns­tet

Salzwasser verdunstet in Rekordzeit: Das größte Gradierwerk Westeuropas steht in Bad Rothenfelde. (Westen)

Deutschlands älteste Schwebefähre trägt Menschen und Gefährte seit 1909 sanft über die Oste bei Hemmoor. (Norden)

Wer in Hannover ganz nach oben will, fährt mit dem weltweit einzigartigen historischen Bogenaufzug im Neuen Rathaus – erst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad. (Süden)

Die größte Linde Europas steht im Emsland: Die Riesenlinde zu Heede mit 16 Metern Stammumfang und 35 Metern Kronendurchmesser könnte bis zu 1.000 Jahre alt sein. (Westen)

Europas schnellste und höchste Holzachterbahn – der Colossos – steht seit 2001 im Heide-Park Soltau. In 60 Metern Höhe sind ihre Wagen bis 110 km/h schnell. (Osten)

Heide-Himalaja: Die Nordlichter nennen ihn Berg, die anderen Hügel – der Wilseder Berg ist mit seinen 169 Metern die höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene. Panoramablick garantiert. (Osten)

Deutschlands ältester Flohmarkt findet sich in der Landeshauptstadt: Seit 45 Jahren werden Sammler und Bummler am Leineufer, zwischen der Stadtmauer und den bunten Nanas, fündig. (Süden)

Europas älteste Blaudruckerei steht in Einbeck in Südniedersachsen, sie ist seit 1683 in Betrieb und befindet sich in einem alten Fachwerkhaus. (Süden)

Flohmarkt Hannover, © Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Floh­markt Han­no­ver

Urheimat des Bockbiers: Die Einbecker Brauereien waren für ihr obergäriges Bier berühmt, das Gebräu machte die einstige Hansestadt reich. Noch heute gibt es den Urbock nach Originalrezeptur. (Süden)

Deutschlands erster Narr – Till Eulenspiegel – wurde laut Überlieferung vor rund 700 Jahren im Braunschweiger Land geboren. (Osten)

Schützenfest Hannover, © Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Schüt­zen­fest Han­no­ver

Kimme und Korn: Das größte Schützenfest der Welt steigt seit mehr als 485 Jahren in Hannover. (Süden)

Auf der autofreien Insel Spiekeroog zuckelt seit 1885 eine romantische Pferdebahn durch die Landschaft. Sie ist die letzte und einzige in Deutschland, die noch regelmäßig fährt. (Norden)

Aktiv und draußen

Feucht & fröh­lich: Brüh­trog-Ral­lye

Wenn alte Brühtröge polternd ins Heideflüsschen Gerdau rauschen, startet die Brühtrog-Rallye in Bohlsen. In den klobigen Gefährten sind die Akteure vor allem mit Wasserschöpfen beschäftigt und müssen unterwegs kuriose Geschicklichkeitsprüfungen bestehen. Spätestens beim „Tigersprung“ durch den Treckerreifen sind alle nass – sehr zur Freude des Publikums, das natürlich trocken bleibt. (Osten)

Geis­tig fit durch Wan­dern

Auf den Gesundheitspfaden im Osnabrücker Land wird neben Kreislauf, Rücken und Abwehrkraft auch die geistige Fitness gestärkt. Beim DenkPfad-Spaziergang in Bad Rothenfelde schafft eine Gedächtnistrainerin mit kleinen Übungen spielerisch neue Nervenverbindungen im Gehirn und schult so das Gedächtnis der Teilnehmer. Die Bewegung in der Natur und reichlich Sauerstoff helfen dabei. (Westen)

Wanderer in der Lüneburger Heide, © Erlebniswelt Lüneburger Heide GmbH / Markus Tiemann Wilde

Wan­de­rer in der Lü­ne­bur­ger Hei­de

Hei­ra­ten & wan­dern auf dem Lie­bes­bank­pfad

An der Hochzeits-Bank auf dem Liebesbankpfad in Hahnenklee haben schon viele Liebende „Ja“ zueinander gesagt. Das Standesamt Goslar bietet hier Trauungen an mit Vogelgesang als Hochzeitsmarsch. Ein romantischer Grund, den Premiumwanderweg immer wieder zu besuchen, sind die Hochzeitstags-Bänke, wie die für Papierne und Hölzerne Hochzeit oder für Gold- und Diamanthochzeit. (Süden)

Grü­ne Grenz­gän­ge

Fast 40 Jahre lang teilte das Grüne Band Deutschland. Stacheldraht, Minen und Wachtürme des ehemaligen Grenzstreifens sind verschwunden. Geblieben sind seltene Pflanzen und Tiere, die sich in dem fast unberührten Lebensraum entfalten konnten. Bei Wanderungen und Fahrradtouren auf Grenzpfaden und dem früheren „Kolonnenweg“ informieren Infotafeln, Grenzmuseen und -denkmäler über die deutsch-deutsche Vergangenheit. (Osten)

Gezeichneter Picknickkorb, © Fotolia / Alfazet Chronicles
"Tischlein deck dich" auf den Nordpfaden, © Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.

"Tisch­lein deck dich"

Wil­de Samt­pfo­ten

In Bad Harzburg startet der Wildkatzen-Pfad, der über den Wildkatzen-Stieg zum Wildkatzen-Gehege an der Marienteichbaude führt. Im niedersachsenweit einmaligen Wildkatzen-Zuhause leben vier scheue Raubkatzen, die man hier beobachten kann. Zur Baude gelangt man auch mit Bus und Auto, ebenso zur nahen Wildfütterung, die es hier seit 60 Jahren gibt. (Süden)

Traum­rou­te am Was­ser

Die Deutsche Fährstraße von Kiel nach Bremervörde ist ein maritimes Museum auf 250 Kilometer Länge. Autofahrer, Biker, Freizeitkapitäne und Radler entdecken unterwegs 50 Gewässerquerungen wie Brücken, Schleusen, Tunnel und Fähren. In Hemmoor zeigt die „Infomeile der Welt-Schwebefähren“ hundert Jahre Verkehrs- und Kulturgeschichte. Ganz in der Nähe, an der Oste, ist die älteste Schwebefähre Deutschlands von 1909 noch in Betrieb. (Norden)

Ster­ne gu­cken im Harz

Der Nachthimmel in Städten ist oft zu hell, um die Sterne funkeln zu sehen. Der Sternenhimmel bei St. Andreasberg ist dunkel genug und gehört laut Bundesamt für Naturschutz zu den sechs Besten in Deutschland. Auf dem bisher einmaligen Sternenpfad ab der Sternwarte von Andreasberg erfahren Spaziergänger und Radfahrer mehr über Sterne und erhalten Tipps zur Sternbeobachtung. (Süden)

Wan­der­pau­se mit „Tisch­lein deck dich“

Es ist schon ein Genuss, auf den Nordpfaden rund um Rotenburg/Wümme zu wandern. Zum Hochgenuss wird er an den zwei Rastplätzen Ostetal und Dör’t Moor, wo ein gedeckter Tisch mit Brotzeit, Kaffeekränzchen, Kesselgulasch oder „Wild im Wald“-Picknick wartet. Die Idee für „Tischlein deck dich“ hat den Juroren des Wettbewerbs „Tourismus mit Zukunft!“ so gut geschmeckt, dass sie einen Sonderpreis vergaben. (Osten)

Wildkatze auf dem Wildkatzen-Pfad in Bad Harzburg, © TMN / Dieter Damschen

Wild­kat­ze

Fahr­rad-Dok­tor mit Old­ti­mer-Mu­se­um

Kai Deys Freirad-Museum Colnrade ist Fahrradhistorie zum Anfassen. Das älteste Rad ist ein „Delmar“ von 1905, bis zur Übergabe ans Museum in Familienbesitz. Hingucker sind auch ein Rad mit Milchkanne, ein Dreirad mit Proviantkorb, ein „Wanderer“ mit Ballonreifen und das Schornsteinfeger-Rad mit extra breitem Gepäckträger. Damit die Oldies nicht rosten, wird einmal im Jahr zur Jedermann-Tour aufgesattelt. (Westen)

Pilgerer bei stimmungsvollem Licht, © Lüneburger Heide GmbH / Dominik Ketz

Pil­gern in Nie­der­sach­sen

Ent­schleu­ni­gen auf Pil­ger­tour

Vom Jakobsweg hat wohl jeder gehört und sich „Ich bin dann mal weg“ gewünscht. Man muss aber nicht gleich bis nach Spanien wandern. Teilstrecken der Pilgerwege Via Baltica und Via Scandinavica verlaufen durch Niedersachsen, von Wildeshausen nach Osnabrück und von Lüneburg nach Göttingen. Unterschlüpfen können Pilger auch in Klöstern, unter anderem in Damme. (Norden, Westen, Osten, Süden)

Gar­ten­T­raum-Tour

Bunt blühende Paradiese entdecken Radfahrer auf insgesamt 165 Kilometern. Höhepunkt der Route durch 37 Gärten ist das Festival „Gartenlust & Landvergnügen“. Dafür kommen jedes Jahr Zehntausende in den Park rund um den neugotischen Adelssitz Schloss Ippenburg (Westen)

Golf mit Fris­bee­schei­be

Das Prinzip ist einfach, der Spaßfaktor hoch: Die Scheibe muss mit möglichst wenig Würfen ins Ziel. Das Braunschweiger Land hat die höchste Dichte an Discgolf-Parcours und Deutschlands erster Discgolf-Shop in Vechelde bietet die passende Ausrüstung dazu. (Osten)

Schlick­schlit­ten-ren­nen

Die Norddeutschen sind wortkarg und lachen nie? Weit gefehlt! Im Sommer geht es an Ostfrieslands Küste hoch her beim schlammigen Wettbewerb der „Schlickschlittenrennen Wältmeisterschaft“ mit den alten Wattschlitten, auf denen die Fischer früher zu ihren Fanggründen fuhren. Bunt wird´s obendrein: beim „Karneval im Watt“. (Norden)

Mit Pad­del und Pe­dal

Raus aus dem Paddelboot und rauf auf den Sattel: In Ostfriesland bieten 21 Paddel- und Pedalstationen Fahrräder und Kanus für Ein- oder Mehrtagestouren an. Der Service steht unter dem Motto „Hier starten – dort abgeben“. (Norden)

Zwi­schen Ka­nal und Ka­jü­te

Tolle Tour im Emsland: morgens raus aus der Koje und rauf aufs Fahrrad, abends wieder zurück aufs Schiff. Geschlafen wird auf der 120 Jahre alten Groninger Einmast-Seetjalk „De Albertha“, einem Plattboden-Großsegler. (Westen)

Disc Golf Ilseder Hütte, © wito gmbh

Disc Golf Il­se­der Hüt­te

Jen­seits von Ro­sa: Rau­schen­de Woll­gras­blü­te und Schach­brett­blu­men

Wenn es in der Heide blüht… Bei diesem Satz assoziieren die meisten automatisch die Farbe Rosa. Doch nicht nur zur Heideblüte im August verwandelt sich die Landschaft in ein Blütenmeer. Im April überzieht Wollgras das Moor mit weichen, weißen Wattewölkchen. (Osten)

Paddel und Pedal, © Fotolia / Petair

Pad­del und Pe­dal

Schiff auf der Weser, © Hameln Marketing und Tourismus GmbH

Schiff auf der We­ser

Mit dem Schiff auf der We­ser

Die Weserbergland-Tour mit Kreuzfahrtfeeling führt vorbei an der Aromen- und Duftstadt Holzminden, den weiten Wäldern des Sollings, dem Münchhausenland rund um Bodenwerder, dem Weserrenaissance-Schloss Hämelschenburg, der Rattenfängerstadt Hameln, der Schillat-Tropfsteinhöhle und Rinteln. (Süden)

Watt mit Muk­ke

Der singende Wattführer Albertus Akkermann auf Borkum lässt seine Gäste im Watt probieren und anfassen – zu typischen Akkordeonklängen. (Norden)

Fähr­tech­nik zum Stau­nen: Kur­beln und schwe­ben

Nur mit Muskelkraft bringen Kurbelfähren Menschen und Fahrräder wie früher über die Flüsse Vechte und Dinkel. Und die Schwebefähre Osten-Hemmoor ist eine der letzten acht Schwebefähren weltweit und ein technisches Kulturdenkmal. Ein bisschen wie die Wuppertaler Schwebebahn in klein. (Westen/Norden)

Wollgrasblüte, © Ostfriesland Tourismus GmbH / www.ostfriesland.de

Woll­gras­blü­te

Glüh­würm­chen-wan­de­rung

Nachts in der Heide wandern ist besonders spannend – vor allem, wenn der Ranger dabei ist. Er führt zu den Plätzen, an denen die Fledermäuse flattern und die Eulen rufen. Besonders schön zu Mittsommer, wenn die Glühwürmchen überall herumschwirren. (Osten)

Traum­strän­de – In­seln jen­seits des Mee­res

Wattwandern im Fluss? Das geht auf Krautsand. Hier kommt echtes Inselfeeling auf, denn die Elbe ist breit und hat feine Sandstrände wie in der Karibik. Nicht nur zum Schiffebeobachten schön, auf dem Fahrrad führt eine „Tour der Sinne“ zu Riech-, Tast- und Hörstationen. (Norden)

Fla­ches Land mit viel Him­mel über dem Kopf

Wer im Kanu auf der Hamme entlangpaddelt, gelangt ins mystische Teufelsmoor. Es hat schon Künstler aus dem nahe gelegenen Worpswede inspiriert mit seinen einsamen Gehöften und den alten Eichenbeständen. (Norden)

Ma­gi­sches Wan­dern – zwi­schen Wood­hen­ge und Rund­lin­gen

Die Ortsnamen klingen wie Zauberformeln – Meuchefitz, Tolstefanz und Kriwitz. Schon mit seinen alten Rundlingsdörfern ist das Wendland mystisch. Doch es gibt noch mehr spirituelle Stellen, etwa das neue Woodhenge bei Pevestorf (Osten)

Lei­chen­schmaus auf Wil­helm­stein

Ganz allein auf der Inselfestung kann es schon mal gruselig werden. Erst recht, wenn man zum Leichenschmaus geladen ist. Mit Pater Gray geht es per Auswandererboot nach Wilhelmstein im Steinhuder Meer – ein Krimidinner der besonderen Art. (Süden)

Wiesen und Wälder im Elbe-Wendland, © Petra Walther

Wie­sen und Wäl­der im El­be-Wend­land

Wild­was­ser­stre­cke im Flach­land

Kanu fahren lernen und sich die künstlich angelegte Wildwasserstrecke an der Hildesheimer Bischofsmühle hinabstürzen. Die 1.200-jährige Domstadt lockt mit Nervenkitzel fast wie im Gebirge. (Süden)

Kie­ken, was man sonst nicht sieht

Mit der knallgrünen Mooreisenbahn durch's Teufelsmoor, vorbei an Sonnentau und seltenen Libellen, mit dem Flachkahn auf's abebbende Meer fahren und Seehunde beobachten oder mit dem Doppeldecker seltene Vogelarten beobachten – zwischen Elbstrom und Teufelsmoor locken ganz besondere Naturerlebnisse. (Norden)

Er­leb­nis­in­seln am Har­zer He­xen­stieg

Er gehört zu Deutschlands beliebtesten Wanderwegen: Mythen und Traditionen der sagenumwobenen Harzregion macht der 97 Kilometer lange Hexenstieg zugänglich, aber auch die deutsche Wiedervereinigung rund um den Brocken, denn der Topwanderweg führt von Osterode im Südwesten bis nach Thale im Nordosten des Harzes. Erlebnisinseln unterwegs markieren Highlights des Stiegs. (Süden)

Bo­xen-Ho­tels: Pfer­de­land Ver­den

Schlafplätze für Pferdenarren und ihre Tiere: Pferdehotels rund um die Reiterstadt Verden bieten eine eigene Box fürs Ross. Obendrein locken Reiterhöfe und Turniere, therapeutisches Reiten und das Deutsche Pferdemuseum. (Süden)

Oberharzer Grabensystem, © Harzer Tourismusverband / Marcus Gloger

Ober­har­zer Gra­ben­sys­tem

Der Wald aus der Vo­gel­per­spek­ti­ve

Einmal den Vögeln ins Nest schauen kann man auf dem Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Besonders empfehlenswert ist die Erlebniswanderung „Nachts in den Wipfeln“, wo Nachtschwärmer durch die Lüfte sausen und Geräusche in der Dunkelheit erklingen. (Süden)

Baumwipfelpfad Harz, © Baumwipfelpfad Harz

Baum­wip­fel­pfad Harz

Ad­re­na­lin­kick im Oker­tal

Adlerklippen und Marienwand: Die Granit- und Schieferfelsen im Okertal bilden Norddeutschlands bedeutendstes Klettergebiet – manche sind leicht erreichbar, andere wollen erwandert werden. Anfänger machen hier ihre ersten Bergerfahrungen, Könner fühlen sich wie in den Alpen. (Süden)

Mit dem Hun­de­schlit­ten durch den Harz

Wintertouren wie in Alaska, auf dem Schlitten hinter dem Hundegespann: So lässt es sich im dichten Schnee durch den Harz kutschieren, mit Pause am Lagerfeuer oder auf dem Schneeschuh-Walk. Übernachtet wird kuschelig im Winter-Biwak. (Süden)

Für Körper und Seele

Frau entspannt im Heilwasser-Becken in Bad Pyrmont, © TMN / Henning Scheffen

Ent­span­nung im Heil­was­ser

Rad­ur­laub auf Re­zept

Einmalig in Deutschland und nur im Hasetal: Radurlaub mit Präventionskursen – anerkannt von den Krankenkassen. Der Radurlaub „auf Rezept“ vereint alle Vorteile eines geführten Radurlaubs mit vielfältigen Aktionen zur Gesundheitsförderung. Ein Besuch lohnt sich allemal, denn die mit dem deutschen Tourismuspreis gekrönte Region trägt nicht umsonst liebevoll den Namen „Radfahrradies“. (Westen)

Radfahrer im Hasetal, © Verbund Oldenburger Münsterland / Norbert Klockgether

Rad­ur­laub auf Re­zept

Äl­tes­tes Schwe­fel­bad Deutsch­lands

Schon im Mittelalter schätzten die Menschen im heutigen Bad Eilsen die heilende Kraft von Schwefelquellen: entzündungshemmend, schmerzlindernd, entspannend. 1794 wurde Eilsen zum Kurbad, 1802 entstand hier das erste Schwefel-Schlammbad Deutschlands. Im Kurpark mit seinen uralten Bäumen sprudeln noch heute die stärksten Schwefelquellen Mitteleuropas. (Süden)

Spru­deln­de Quel­le der Ge­sund­heit

Bad Pyrmont sprudelt vor positiver Energie und zwei natürlichen Heilwasserarten, voll mit Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Heilwasser helfen dabei, Verdauungsstörungen, Osteoporose, Kreislaufprobleme, Allergien und mehr zu heilen, zu lindern oder zu verhüten. „Wasserproben“ an der Wasserbar oder direkt an der Quelle gibt’s auch ohne ärztliche Aufsicht. (Süden)

Gezeichnetes Fahhrad, © Fotolia / Oleksandr Babich

Nord­see­luft in Bad Es­sen

Die frische salzige Luft riecht nach Nordsee, obwohl Bad Essen gar nicht an der Küste liegt. Aber hier befindet sich Europas mineralreichste Solequelle – mit höherem Salzgehalt als das Tote Meer! In der SoleArena mit ihrer auffälligen organischen Architektur wird die Sole fein vernebelt. Auf einer Sitzbank finden Besucher Ruhe und atmen die reine, gesunde Luft. Wohltuend wie an der See. (Westen)

Frau im Schwefel-Schlammbad, © TMN / Henning Scheffen

Schwe­fel­bad

Schlick macht schick

Es gibt vermutlich keinen besseren Ort, um die Wirkung von Thalasso zu erleben, als die niedersächsische Nordsee – Europas erste offizielle Thalasso-Region. Thalasso nutzt die Kraft des Meeres zur Heilung und Verschönerung. Frei nach dem Motto „Schlick macht schick“! (Norden)

All­er­gi­ker kön­nen frei durch­at­men

Borkum ist die erste Allergiker-freundliche Insel Europas und erhielt das Zertifikat aufgrund seiner reinen, jod- und aerosolhaltigen Luft sowie der Pollenarmut. Allergiker können so frei durchatmen und ihren Urlaub voll genießen. (Norden)

Ent­span­nen in So­le

Ausspannen in der Mineraltherme mitten im Bentheimer Wald: Wie ein Kurzurlaub fühlt sich die Zeit in der Bentheimer Mineraltherme mit dem warmen, dreiprozentigen Solewasser an. Wer mag, bucht eine Wellnessbehandlung dazu. (Westen)

SoleArena in Bad Essen, © TMN / Dietmar Scherf

So­leA­re­na Bad Es­sen

Schlick-Wanderung im Wattenmeer, © TMN / Dietmar Scherf

Schlick-Wan­de­rung im Watt

Wun­der­pflan­ze Wa­chol­der

Wacholder entschlackt und beruhigt, Myrte wirkt verjüngend und Mädesüß vitalisiert. Mit Kräutern aus der Region relaxen Besucher auf dem Wachtelhof in Rotenburg/Wümme. Die Peelings und Bäder für das Heide-Wellnessprogramm stammen aus der Region. (Osten)

Ap­fel­fan­go und Hei­dschnu­cken­wi­ckel

Salz-Heideblüten-Peeling macht die Haut schön rosig, Apfelfango schwere Waden munter – Gesundheitsanwendungen müssen nicht immer aus fremden Zutaten bestehen. Wie wäre es mit einem sanften Milch-Honig-Bad? Oder einer Massage mit Heideblütenöl? Wer es lieber kuschelig mag, der lässt sich mit Schafwollwickeln im Hotel Sellhorn in der Lüneburger Heide verwöhnen. (Osten)

Acht­sam­keits­trai­ning zwi­schen Wig­wam und Qi­gong

Im Kletterwald in der Lüneburger Heide jeden Schritt genau ertasten, später schweigsam eine Wanderung am Fluss unternehmen und abends im Wigwam schlafen, während draußen das Lagerfeuer knistert. Der neue Tag wird bei Sonnenaufgang mit Qigong-Übungen begrüßt und später beim Bogenschießen gilt die Konzentration dem Wesentlichen. (Osten)

Tha­l­as­so, die Mee­res­the­ra­pie

In Deutschlands größtem Thalassozentrum, dem Badehaus auf Norderney, entspannt man in warmem Meerwasser bei Walklängen. Super erholsam: Thalasso-Treatments und eine Meeresalgenpackung in der Schwebeliege. (Norden)

Deutsch­lands ers­ter Gin­seng­bau­er

Seit mehr als 30 Jahren baut Heinrich Wischmann auf der FloraFarm nahe Walsrode koreanischen Ginseng an. Hier kann man nicht nur den Aufguss der Heilpflanze als Tee genießen, sondern auch Kosmetikprodukte ausprobieren. (Osten)

Thalassoanwendung im ahoi Cuxhaven, © Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH

Tha­l­as­soan­wen­dung im ahoi Cux­ha­ven

Ab in die Schwitz­hüt­te

In Schwitzhüttenritualen Kontakt mit Mutter Erde aufnehmen oder beim Trommeln sein Krafttier finden – ganz indianisch geht es bei Heidi Janssen und Stormy RedDoor in Wingst, Landkreis Cuxhaven, zu. Erwachsene entschleunigen und finden zu sich selbst, Kinder kommen in Kontakt mit der Natur. (Norden)

Bar­fuß­tri­ath­lon mit knab­bern­den Fi­schen

Einen ganzen Tag ohne Schuhe in der Natur verbringen, das stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern soll sogar das Herzinfarktrisiko mindern. Der Barfußpark Egestorf lädt die Füße an 60 Stationen zu einer Entdeckungstour ein. Wasseranwendungen beim Kneippen gehören ebenso dazu wie Yogaübungen. Und nach dem veganen Büfett abends geht es ins Fisch-Spa: Kangalfische knabbern die Hautschuppen von den Füßen – Pediküre der besonderen Art. (Osten)

Auf­at­men im Ei­sen­stein­stol­len

Nicht nur Allergiker atmen im Heilstollen Bad Grund auf – die Luft ist hier staubfrei und extrem sauber. Dick in den Schlafsack eingemummelt entspannen Menschen mit Bronchitis oder Atemnot auf bequemen Liegen und genießen die traditionelle Höhlentherapie. (Süden)

Barfußtriathlon, © Fotolia / Kzenon

Bar­fuß­tri­ath­lon

Wohl­be­fin­den, his­to­risch

„Hannoversches Madeira“ hieß die Kuranlage von Bad Rehburg um 1800 – so schick und beliebt war das romantische Park-und-Gebäude-Ensemble rund um den Gesundbrunnen. Sogar Königin Friederike von Hannover zog es zu den heilenden Quellen: für „Gesundheit und Vergnügen“. Heute zeigen Rundgang und -wanderweg unterhaltsame Einblicke in die damalige Zeit. Auf Kinder wartet eine eigene Audioführung. (Süden)

Die Kar­tof­fel – ei­ne Wun­der­pflan­ze

Kartoffel-Nierenwickel zum Entschlacken, ein Vollbad mit rohen Heideknollen, Kartoffelscheiben im Gesicht – die Knolle ist nicht nur kulinarisch ein wahres Wunder. Wellness auf niedersächsisch im 1. Deutschen Kartoffel-Hotel in der Lüneburger Heide. (Osten)

Stadtgeschichten

Oh­ren spit­zen im Hör­gar­ten

Am Eingang des Oldenburger Hörgartens informiert eine knallrote Telefonzelle mit Touch-Screen und Lautsprechern über die Welt des Hörens. Im Garten kann man sich dank Flüsterspiegel über 40 Meter hinweg leise unterhalten. Dort findet sich auch ein riesiges Hörgerät zum Reinsetzen und auf der Geisterharfe spielt der Wind Melodien. Spazierend und probierend erfährt man mehr über Ohren, Lärm und Schwerhörigkeit. (Westen)

Dop­pel­ter Cen­tral Park in Han­no­ver

Europas größter Stadtwald in einer Großstadt und fast doppelt so groß wie der New Yorker Central Park – die Eilenriede ist Hannovers grünes Juwel mitten in der City. Ihre Freizeitwege, Rodelhügel, Liegewiesen, Spielplätze, die Waldstation, Kunstobjekte und Gaststätten locken gestresste Großstädter an die frische, saubere Waldluft. (Süden)

Braun­schwei­ger Mess-Meis­ter

Akustik, Elektrizität, Optik, Strahlung, Zeit, Temperatur – es gibt nichts, was die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig nicht messen könnte. Denn hier sitzen die Fachleute für die Wissenschaft vom Messen. In der PTB erfährt man, wie Atomuhren ticken, wann selbst ein Nanometer zu lang ist oder was Physiker alles mit Licht anstellen. (Osten)

Stu­den­ten­bu­de im Kirch­turm

In Göttingen lebten von 1921 bis 2001 Studenten im Kirchturm von St. Johannis in der höchstgelegenen Studentenbude Deutschlands. Die Studenten wohnten mietfrei, mussten aber Turmbesuche gestatten. Heute wohnt dort niemand mehr, dafür gibt es eine Kapelle und Turmführungen. (Süden)

Ab­schre­cken­der Du­ka­ten­schei­ßer

Der „Dukatenscheißer“ an der Fassade der Kaiserworth in Goslar hat wenig mit dem Geld schietenden Esel aus dem Märchen „Tischlein deck dich“ zu tun. Er sollte Schuldner daran erinnern, geliehenes Geld zurückzuzahlen. Anderenfalls wären sie auf dem Steinsitz unter dem Dukatenmännle bloßgestellt worden. Wie am Pranger, allerdings mit nacktem Hintern. (Süden)

Lü­ne­burgs schwan­ge­re Häu­ser

„Das Haus hat einen Bauch!“ Ein häufiger Ausruf in Lüneburg, denn mehrere Häuser in der historischen Altstadt sind förmlich ausgebeult. Sie wurden mit zu stark gebranntem Gips gebaut, der mit der Zeit Feuchtigkeit aufnahm, sich ausdehnte und die Mauern nach außen wölbte. Das bekannteste „schwangere“ Haus steht in der Waagestraße. (Osten)

Dä­nisch-kö­nig­li­ches Ol­den­burg

Fast wäre Niedersachsen heute ein Stück weit dänisch: Als Landesherr Graf Anton Günther 1667 ohne legitime Nachfolger stirbt, erhebt Dänemark Ansprüche auf Oldenburg. Dänische Kommandanten verwalten die Stadt, die dort stationierten Truppen werden als „dänisch“ betrachtet. Oldenburg durchlebt schwere Zeiten mit Pest und Großbrand. Später verliert die dänische Krone das Interesse und 1773 ist die „Dänenzeit“ vorbei. (Westen)

80 Jah­re al­tes Ge­heim­re­zept

Ein Kräuterlikör ist aus Kräutern. Aber nicht nur: In den „Jägermeister“ aus der Lessing-Stadt Wolfenbüttel kommen 56 teils geheime Zutaten, neben Kräutern auch Blüten, Wurzeln und Früchte, darunter Sternanis, Zimt und Ingwer. Der Grundstoff reift ein Jahr lang im Eichenfass. Wenn der legendäre Likör endlich in seine grüne Flasche fließt, hat er 383 Qualitätskontrollen hinter sich. (Osten)

Re­si­denz­stadt mit Fach­werk

Über 500 aufwändig restaurierte Fachwerkhäuser in Celle bilden das größte geschlossene Fachwerkensemble Europas. Die Durchfahrten zum Hof in den älteren Häusern erinnern an das Ackerbürgertum früherer Bewohner. Das prächtigste ist das Hoppener Haus von 1532, reich verziert mit Planetengöttern, diabolischen Gestalten, Fabelwesen, Fratzen. Von hier sind es nur wenige Schritte zum Celler Herzogschloss. (Osten)

700 Jah­re Kar­ne­val in Braun­schweig

Was der Rheinländer kann, kann der Niedersachse schon lange: Braunschweig ist Norddeutschlands Karnevalshochburg. Das bunte Treiben gab es hier schon 1293, früher als das in Köln! Der Schoduvel, etwa: scheuch‘ den Teufel, ist der größte Karnevalsumzug in Norddeutschland und lockt jedes Jahr bis zu 300.000 fröhliche Narren in die Löwenstadt. (Süden)

DJ Gul­ly­man

Wenn sich auf dem Ernst-August-Platz in Hannover Passanten bücken, hinhocken oder gar auf den Bauch legen und lauschen, haben sie gerade die kleinste Disco der Welt entdeckt: ein Gully, aus dem Musik nach oben dringt. Passend zur Jahres- und Tageszeit spielt „DJ Gullyman“ rund um die Uhr Salsa, Pop, Rock, Jazz oder melodische Weihnachtsgedichte. (Süden)

Ge­schich­te aus dem Watt

Wenn Wattwanderer auf ihren Touren alte Tonscherben oder andere Relikte entdecken, werden zwei Frauen aus Wilhelmshaven aktiv: Julia Goldhammer und Dr. Martina Karle. Die beiden gehen im Auftrag des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung auf Spurensuche im Watt. (Norden)

Mu­se­um In­dus­trie­kul­tur Os­na­brück

Mit dem gläsernen Fahrstuhl geht es in Osnabrück 30 Meter in die Tiefe, um dann unter Tage die historische Steinkohlenzeche zu erkunden. Oben ist ausgestellt, wie sich Osnabrück von der Ackerbürgerstadt zum modernen Industriestandort entwickelte. (Westen)

In Deutsch­lands Duft­haupt­stadt

Was Grasse für Frankreich bedeutet, ist Holzminden für Deutschland: Hiesige Parfümeure haben weltbekannte Düfte kreiert. Parfümliebhaber können beim duftenden Stadtrundgang in neue Sinneswelten abtauchen oder beim Parfümseminar ihren eigenen Duft erschaffen. (Süden)

Mit Ga­no­ven auf Tour

Ab ins Gefängnis, passende Kleidung anziehen und los gehts zu Schandpfahl, Löschwasserbrunnen und Scharfrichtergrabstein. Ganz Hartgesottene nehmen obendrein noch an einer Henkersmahlzeit teil. (Westen)

Schüt­zen­fest Han­no­ver

Das größte Schützenfest der Welt ist für die Niedersachsen, was für die Rheinländer der Karneval ist. Immer im Juli ist die Stadt fest in der Hand der Grünröcke, die so manchen Schützenbruder morgens um vier Uhr mit Tamtam und Fanfaren aus dem Bett holen. (Süden)

Im Lauf­schritt durch die Ge­schich­te

Beim Sightjogging in Göttingen erreichen die Besucher auch Orte, die für normale Stadtführungen zu weit draußen liegen – von der historischen Sternwarte der Universitätsstadt bis zum alten Botanischen Garten. (Süden)

Wo­chen­markt ist, wo sich die We­ge kreu­zen

In Nienburg kommt die Welt zusammen: Im mehr als 1.000 Jahre alten Ort treffen sich Deutschlands Märchenstraße, Niedersachsens Spargelstraße und die Niedersächsische Mühlenstraße. 500 aufgemalte Bärentatzen führen durch die Altstadt und mittendrin lockt mittwochs und sonnabends der Grünmarkt, prämiert als „Europas schönster Wochenmarkt“. (Süden)

Zwi­schen Me­di­ta­ti­on und Ge­bet

Alternative Gotteshäusertour in Hannover: von der Weidenkirche über Norddeutschlands größten hinduistischen Tempel und die Moschee bis zum größten Buddha Europas. Auch Norddeutschlands größter Hindu-Tempel steht in Hannover. (Süden)

Le­ben­di­ger Ort des Be­tens: Klos­ter Lü­ne

Hier beten Nonnen seit 1.000 Jahren: Kloster Lüne ist eines der ältesten deutschen Damenstifte. Ordensfrauen führen durch die alten Mauern und zeigen die historischen Schätze. Besonders zauberhaft sind die Märchenführungen durch die Gänge und Gärten. (Osten)

Mit dem Schiff­bau­er auf der MEY­ER WERFT

Albert Albers arbeitete jahrelang als Ingenieur auf der MEYER WERFT. Auch im Ruhestand kann er es nicht lassen: Heute erklärt er Besuchern unterhaltsam seine Werft. (Westen)

Ein­ma­lig: Mu­se­um mit Fin­ger­ab­druck

„Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Haarmann mit dem Beilchen...“ – Hannovers Serienmörder der Zwanzigerjahre findet im Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg besondere Aufmerksamkeit. Doch auch alte und neue Ermittlungstechniken machen den Polizistenalltag vom Mittelalter bis heute anschaulich. (Süden)

Der Zun­gen­hü­ter der Sto­nes

Ulrich Schröder wird auch „der Zungenhüter“ genannt – der ehemalige Bankangestellte sammelt in Lüchow alles, was mit Mick Jagger und Co. zu tun hat. Inzwischen ist er der offizielle Galerist von Gitarrist Ron Wood. (Osten)

Na­tur­ge­set­ze zum An­fas­sen

Es ist eines der Topmuseen Niedersachsens: Elektrizität, Magnetismus, Wind und Schwerkraft lassen sich in 350 naturwissenschaftlichen Experimenten in Wolfsburgs phaeno hautnah erleben – im preisgekrönten Gebäude von Stararchitektin Zaha Hadid. (Osten)

Sta­de op Platt oder im Däm­mer­licht

Mit dem Fleetkahn geht es zum Treffpunkt – bei der Stadtführung „Von Rübentanz und Schwedenschimpf“ tauchen Besucher ein in die Historie. Dabei treffen sie geschichtsträchtige Personen wie Aurora von Königsmark oder den Orgelbauer Arp Schnitger. Wer es ursprünglicher will, bucht eine Stadtführung „op Platt“ oder wandelt mit Petroleumleuchten durch die Dämmerung. Familien buchen die Kindererlebnistour. (Norden)

Ro­te Ro­sen

Montag bis Freitag fiebern Romantiker vor dem Fernseher: Was gibt es Neues bei den „Roten Rosen“? Die Fernsehserie mit Kultcharakter wird in Lüneburg gedreht. Eine Führung zeigt die beliebtesten Drehorte der Telenovela zwischen Wasserviertel und Am Sande. (Osten)

Kunst statt Bröt­chen

Einst wurden in Lüneburg Brötchen für die Bundeswehr gebacken, heute ist die alte Heeresbäckerei ein Kulturzentrum. Rund um die alten Backöfen wird heute Theater gespielt. Zudem geben Künstler in offenen Ateliers einen Einblick in ihr Schaffen. Malkurse, Lesungen oder Komödien stehen auf dem Programm. (Osten)

Im KinderFerienLand

Ba­den oh­ne Eb­be und Flut

In der Butjadinger Nordsee-Lagune muss keiner warten, bis das Wasser nach der Ebbe wiederkommt. Im einzigen tideunabhängigen Nordseewasser-See kann zu jeder Zeit gebadet und getobt werden. Und an Deutschlands erstem Babystrand genießen Familien mit Kleinkindern, geschützt vor Wind und Sonne, den Tag am Meer. (Norden)

Kinder spielen am Strand, © Tourismus-Service Butjadingen GmbH & Co. KG / Thomas Hellmann

Kin­der spie­len am Strand

Rei­se in die Bron­ze­zeit

2003 fand ein Anwohner in einem geplanten Neubaugebiet bei Uelsen uralte Tonscherben. Wissenschaftler entdeckten daraufhin ein Grabhügelfeld aus der Bronzezeit und es entstand die Idee eines Bronzezeithauses mit Museumsgelände. Heute lädt der Bronzezeithof zu Bogenschießen, Bronzegießen, Korbflechten und Übernachtungen im bronzezeitlichen Gebäude unter Reet ein. (Westen)

Deut­scher Tier­papst

Einer der weltbesten Filmtier-Trainer gibt seinen tierischen Stars im Filmtier-Park Eschede ein Zuhause. Joe Bodemann trainiert alles von Adler bis Zebra, sogar aus Sperlingen und Heuschrecken macht er Profi-Schauspieler. Die Tiere werden von Hand aufgezogen und auf Menschen geprägt. Deshalb kommt man ihnen hier aufregend nahe. Außerdem kann man sie beim Training beobachten, erfährt mehr über Artenschutz und die tierische Arbeit vor der Kamera. (Osten)

Von Bach­fo­rel­len und Ein­tags­flie­gen

Leitmotiv des WasserErlebnisPfades in Bad Harzburg ist die Bachforelle, über die man hier viel lernt. Wie auch über Eintagsfliegen, die jahrelang als Larve leben, bevor sie als Fliege nur wenige Tage herumschwirren. Themenstationen, Guckrohre, Akustik-Erlebnisse, abendliche Illumination und der direkte Zugang zum Wasser begeistern vor allem Familien. Klarer Favorit bei den Kindern: die Pumpe mit Wasserlabyrinth. (Süden)

Zeichnung Forelle, © Fotolia / nikolaynachkov
Besuch im Kuhstall, © Tourismus-Service Butjadingen GmbH & Co. KG / Thomas Hellmann

Be­such im Kuh­stall

Krai­en­köp­pe, Land­schaf, Bun­te Bent­hei­mer

Die kämpferischen Kraienkopp-Hühner, das wollige Landschaf mit schwarzen Augenflecken und die gescheckten Bentheimer Schlappohr-Schweine gehören zu den regionalen Haustierrassen, die vor hundert Jahren in Deutschland sehr verbreitet waren, doch heute vom Aussterben bedroht sind. In der Grafschaft Bentheim kann man die seltenen Hühner, Schafe und Schweine in Tierparks und auf Höfen erleben. (Westen)

Kinder am WasserErlebnisPfad, © HAHNENKLEE tourismus marketing gmbh / Merlin Schönfi sch

Kin­der am Was­ser­Er­leb­nis­Pfad

„Mis­si­on Im­pos­si­ble“ im welt­weit längs­ten La­ser-La­by­rinth

Der Laserstrahlen-Parcours auf Schloss Dankern ist mit fast 40 Metern viermal so lang wie andere Laser-Labyrinthe. Einzigartig sind auch sieben Richtungswechsel und flächige Laserebenen. Ganz schön kniffelig, durch die Gänge zu laufen, ohne die Laserstrahlen zu berühren! Mit drei Schwierigkeitsgraden für Kinder und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene. Wer sich nicht selber traut, beobachtet die Spieler vom Zuschauergang aus. (Westen)

Schwim­men­des Klas­sen­zim­mer

Warum können Schiffe schwimmen? Wie baut man ein Kreuzfahrtschiff und wohin fährt es? In der Meyer-Werft in Papenburg werden Kinder zu Forschern und Konstrukteuren. Gekleidet in originale Werft-Jacken experimentieren sie direkt neben einem gigantischen Kreuzfahrtschiff an Stationen wie Strömungsbecken oder einem Dock. Auf dem Forschungsschiff „Sonne“ machen sie spannende Versuche zu Wasser und Wind. (Westen)

Fuß­ball­golf

Maß nehmen, Schuss – und einlochen. Fußballgolf aus Schweden begeistert immer mehr Fans in Ostfriesland. Ohne Platzreife, Kurse und teure Ausrüstung hat der Funsport so gar nichts von der Elitefreizeitbeschäftigung in weißen Hosen. Zu finden in Hohenkirchen in der Gemeinde Wangerland. (Norden)

Laser-Parcours auf Schloss Dankern, © Schloss Dankern

La­ser-Par­cours auf Schloss Dan­kern

Watt für Kids

Krebse und Fische fangen, Muscheln sammeln und das alles auf einem Weg durchs Watt – extra für Kinder. Natürlich dürfen auch die Erwachsenen bei den Kinderwattwanderungen in Butjadingen mit. Oder lieber auf den Kutter? Vom Wasser aus lassen sich Seehunde, Schweinswale, Schollen und Krebse ganz aus der Nähe kennenlernen. (Norden)

Bi­schof Ben­nos Schloss

Zu Gast beim Ritterbischof Benno in Bad Iburg: Auf der Kinderführung durch Schloss und Benediktinerabtei Iburg lernen Kinder viel über das Leben in früherer Zeit und werden selbst zu Rittern und Bischöfen – in echten Kostümen. (Westen)

Familie beim Wattwandern in Burhave, © Tourismus-Service Butjadingen GmbH & Co. KG / Thomas Hellmann

Fa­mi­lie beim Watt­wan­dern in Bur­ha­ve

Krön­chen & Schwer­ter

Auf dem Welfenschloss in Hann. Münden empfängt Herzogin Sidonia kleine Prinzessinnen und Ritter. Sie erzählt geheimnisvolle Geschichten vom weißen Ross und schlägt alle Tapferen und Edlen zum Ritter. Es wird getanzt, gemalt und nach Spuren früherer Schlossbewohner gesucht. In der Drei-Flüsse-Stadt können Kinder noch mehr entdecken etwa bei der „Sieben auf einen Streich“-Tour oder beim Stadtspiel „Quiz für schlaue Kids“. (Süden)

Di­rek­ter Draht zu Christ­kind, Weih­nachts­mann und Os­ter­ha­sen

In den niedersächsischen Postämtern Himmelpforten im Landkreis Stade und Himmelsthür in Hildesheim kommen Kinderbriefe an Weihnachtsmann und Christkind nicht nur an, sie werden auch von fleißigen Ehrenamtlichen beantwortet. Auch zu Ostern können Kinder sich auf Antwort freuen: Dann beantwortet Hanni Hase in Ostereistedt ihre Post an den Osterhasen. Briefe kommen sogar vom anderen Ende der Welt, etwa aus Neuseeland. (Süden/Norden)

Stein­zeit­jä­gern auf der Spur

Ihr Fund in den 1990er Jahren in einem Braunkohletagebau war eine Weltsensation: Die Steinzeitspeere haben das Wissen um die Kultur der frühen Menschen grundlegend erweitert. Ausgestellt sind die Funde im paläon mit Forschungsstelle zum Leben in der Altsteinzeit. Besonders spannend: an der Grabungsstelle Archäologen über die Schulter schauen. (Osten)

Bei den Pi­ra­ten

Er gilt als der berühmteste Pirat der Nord- und Ostsee: Klaus Störtebeker. Im kleinen Marienhafe soll sich der Freibeuter mit dem markanten Bart vor seinen Feinden versteckt haben. Damals brandete die See hier noch ans Ufer, sein Schiff hat Störtebeker angeblich direkt an der alten Kirche festgemacht. Jeden Sommer erwecken die Störtebeker-Festspiele die Legende zum Leben. (Norden)

Familie in Hann. Münden macht ein Selfie, © Hann. Münden Marketing GmbH / SaschaMannel

Fa­mi­lie in Hann. Mün­den

Grenz­er­fah­run­gen – nach Hol­land rut­schen

In Deutschland auf die Rutsche, runtersausen und in Holland landen. An sechs Grenzerlebnisstationen in der Grafschaft Bentheim kann man hier Kontakt mit dem Nachbarland aufnehmen – auf Rutsche, Schaukel oder Kletterparcours. (Westen)

Zeit­rei­sen in Nie­der­sach­sen

In die Bronzezeit reisen auf dem Bronzezeithof Uelsen: Hier lässt sich nachfühlen, wie mühsam das Leben vor 3.000 Jahren war. Auch in Hitzacker im Wendland werden die Menschen in Deutschlands erstem bronzezeitlichem Freilichtmuseum in die Bronzezeit zurückversetzt. In beiden Museen backen Besucher Brot wie früher. (Westen/Osten)

Im Di­no-Land

Terra.vita: In einem Steinbruch im Wiehengebirge im Osnabrücker Land sind 150 Millionen Jahre alte Dinosaurier-Stapfen in der Steilwand zu sehen. Heute befindet sich hier ein Erdgeschichte-Erlebnisbereich mit Sauriernachbildungen, Infotafeln und einem 16 Kilometer langen Saurierpfad. Auch in Münchehagen haben die Riesenechsen ihre Spuren hinterlassen. Die zufällig entdeckten Dino-Fußabdrücke sind heute Nationaler Geotop. Spannend ist auch das benachbarte Museum. (Westen/Süden)

Aus­to­ben und er­for­schen

Am Vörder See in Bremervörde verbringen Familien spannende Tage: Boot fahren, Geschicklichkeit auf dem Bewegungsparcours testen, einen urzeitlichen Wald erforschen und Riechtests oder Mutproben im Dunkelgang machen. (Norden)

Was­ser­ski auf Schloss Dan­kern

Deutschlands größtes Freizeit- und Ferienzentrum: Ein Schloss, ein See und unzählige In- und Outdoorspielplätze machen das Areal im Emsland zum Kinderparadies. Kein Wunder, dass es als einer der ersten Betriebe in Niedersachsen die Zertifizierung „KinderFerienLand“ erhalten hat. (Westen)

Ferienzentrum Schloss Dankern, © Ferienzentrum Schloss Dankern

Fe­ri­en­zen­trum Schloss Dan­kern

Deut­sches Salz­mu­se­um in Lü­ne­burg

Wie macht man eigentlich Salz? Das lernen Kinder im Salzmuseum Lüneburg. Die Saline war einst der größte Industriebetrieb Mitteleuropas und wurde bis 1980 betrieben. Hier sieden Familien selbst weißes Gold und fühlen die verschiedenen Körnungen. Und lernen, wie viel Salz der Körper braucht und wo es Salz auf der Erde gibt. (Osten)

Ma­ma, kön­nen wir wie­der wan­dern ge­hen?

Östlich von Cuxhaven liegt die Wingst mit Mischwald und Moor. Hier macht das Wandern nicht nur Erwachsenen Spaß. Auf dem Familienwanderweg schaffen auch Vorschulkinder schon die drei Kilometer. Zu faszinierend sind Balancierstationen, Spielplätze und Forschungsstellen, an denen die Kinder ausprobieren können, wie etwa ein Insekt die Welt sieht. (Norden)

Dinosaurier im Dino-Park Hodenhagen, © Mittelweser-Touristik GmbH

Di­no­sau­ri­er im Di­no-Park Ho­den­ha­gen

Kin­der­ran­ger auf Bi­ber­sa­fa­ri

Im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue nehmen Kinderranger Familien mit auf Bibersafari und versuchen, einen Seeadler im Flug zu sehen – auf Flößen schippern sie die Elbe entlang und entdecken die artenreiche Region. Auch beliebt: Kanutouren und Eselwanderungen. (Osten)

Zel­ten zwi­schen den Dam­hir­schen

Einmal im Jahr zur Mittsommernacht öffnet das Wisentgehege in Springe bis Mitternacht. Gäste können dann nicht nur die Waschbären und Uhus aufwachen sehen und mit den Wölfen heulen, sie gehen auf Fledermausexkursion und zelten zwischen Damhirschen. Auch für Besuche an anderen Tagen ein ganz besonderes Gehege. (Süden)

Span­nend für Kids

Wieso kam der König von England aus Hannover? Was ist lustwandeln? Fragen wie diese beantwortet die Kinderstadtführung in Hannover. Im Kindermuseum Zinnober heißt das Motto „Bitte anfassen!“. Auch die Herrenhäuser Gärten sind spannend, das Küchenmuseum oder die Mitmachaktionen im Museum August Kestner. (Süden)

Schatzsuche im Heide-Park Soltau, © Heide Park Soltau / Christian Wyrwa

Schatz­su­che im Hei­de-Park Soltau

Nie mehr Lan­ge­wei­le – un­ter­wegs in der Frei­zeit­park­re­gi­on

Immer nur mit den Eltern wandern oder Rad fahren wird Kindern schnell langweilig. Doch die Lüneburger Heide weist mit Einrichtungen wie dem Vogelpark Walsrode, dem Magic Park Verden, dem Filmtierpark, dem Snow Dome, dem Serengeti-Park, dem Kletterwald und dem Heide Park Resort eine erstaunliche Dichte an Freizeitparks auf – wie kaum eine andere Region Europas. (Osten)

So­ko und Schatz­su­che auf der Halb­in­sel But­ja­din­gen

Mit Piratenpass und Schatzkarte ausgestattet, machen sich Familien auf die Suche nach Spuren von Kapitän Fischsocke. Sie müssen an sechs Stationen Aufgaben lösen, um an die Beute zu kommen. Größere Kinder lösen mit GPS-Gerät bewaffnet einen Kriminalfall – auch hier haben Piraten ihre Finger im Spiel. (Norden)

Im Kin­der-Klos­ter

Wie lebten Nonnen und Mönche im Mittelalter? Im Zisterzienserkloster Walkenried, Teil des UNESCO-Kulturerbes Bergwerk Rammelsberg, machen die Klostermaus, Bruder Conrad, eine Klosterrallye und ein spezieller Audioguide das kurzweilige Museum auch für Kinder spannend. (Süden)

Span­nen­de Aben­teu­er im Bio­ho­tel

Im Biohotel gesunde Köstlichkeiten naschen holt Kinder nicht vom Sofa. Wohl aber das Programm: Bei Kenners Landlust gehen Familien gemeinsam auf Wolfspirsch im Wendland, bauen Steinzeitwaffen oder sitzen mit einem echten Indianer am Wigwam und lauschen seinen Geschichten. (Osten)

Auf dem Mons­ter­rol­ler

Mit dem Roller bergab sausen können Kinder wie Erwachsene in Braunlage. Das Gefährt hat extradicke Reifen und Scheibenbremsen und wurde speziell für den Bergab-Kick entworfen. (Süden)

Monsterroller in Braunlage, © Harzer Tourismusverband / Marcus Gloger

Mons­ter­rol­ler in Braun­la­ge

Von Musen geküsst

Eu­ro­pas größ­tes Frei­licht­mu­se­um kunst­we­gen

Durch die Grafschaft Bentheim radeln, immer wieder stoppen und Kunst entdecken – etwa den Weg durchs Moor, die beiden Hütten „The Hunter’s Cabin and the Biological Field Station“ oder die „raumsichten-Objekte“, die plötzlich hinter einer Wegbiegung auftauchen. Kunst an der frischen Sommerluft ist einfach ein ganz besonderes Vergnügen. Eine kleinere Variante gibt es auch in der Lüneburger Heide bei Egestorf mit den „Kunstwerkwegen“. (Westen)

Klos­ter Ihlow

Einst stand hier eines der mächtigsten Klöster Norddeutschlands, heute erinnert eine moderne Stahlkonstruktion, die die frühere Klosterkirche nachskizziert, an die kulturelle Hochburg bei Ihlow. Zur Ruhe kommen Besucher in den „Stillen Räumen Ihlow“, einer meditativen Ausstellung zu Klöstern unter der ehemaligen Kirche. (Norden)

Wun­de.r.punk­te als Kul­tur­ma­cher

Aus Widerstand gegen das geplante Atommülllager entstand im Wendland die „Kulturelle Landpartie“. Die „Wunde.r.punkte” beinhalten bis heute in jedem Frühling offene Ateliers in Ställen, Ausstellungen in Gärten oder Kleinkunst. Inzwischen ist die Region ein beliebtes Refugium für Künstler. (Osten)

Mu­se­um? Nur in­ter­ak­tiv!

In Stade hat der Schwedenspeicher neue Standards in der Museumslandschaft gesetzt. Die Ausstellung im barocken Backsteinspeicher gibt Einblicke in die Geschichte der Stadt und die Entwicklung der Hanse. Besucher erforschen mit mulitmedialer Technik die Dokumente der Zeit. (Norden)

Kunst von Welt­for­mat

In Emdens Kunsthalle hängen Werke weltberühmter Künstler wie Paul Klee und Franz Marc. Vor allem die hochkarätigen Sonderausstellungen ziehen regelmäßig Publikum aus der ganzen Welt in die Seehafenstadt. (Norden)

Mit Frau Put­zig durch die Va­rus­schlacht

Die Varusschlacht im Ort Kalkriese markiert einen Wendepunkt römischer Vorherrschaft in Europa. Und wenn die quirlige Putzfrau das Geschehen erklärt, offenbaren sich den Besuchern von Museum und Park Kalkriese ganz neue, kurzweilige Facetten der Geschichte. (Westen)

Kunst­wer­ke als Kuh­scheu­er­pfahl

Die Ostfriesen lieben ihre schwarzbunten Kühe. Und zwar so sehr, dass sie ihnen Skulpturen als Scheuerpfähle zur Verfügung stellen. Zu sehen sind diese markanten Kunstwerke am Wegesrand entlang des Ostfriesland-Wanderwegs. (Norden)

Schnitz­werk­statt Lot­te Sie­vers-Hahn in Bro­ckel

Eine der letzten großen Schnitzwerkstätten Norddeutschlands befindet sich in Brockel. Hier werden Weihnachtskrippen und Osterhasen per Hand aus Holz geformt und bemalt. Die Stücke haben Sammlerwert und werden bis nach Asien verschickt. (Osten)

Kunst­stät­te Bos­sard

Im abgeschiedenen Lüllau steht eine Kunststätte der besonderen Art. Der Künstler und Bildhauer Johann Bossard schuf dort einen eigenen Kunsttempel mit bemalten Glasdecken, Fresken und eigenwillig-expressivem Baustil. Wie ein kleines Schloss liegt die Kunststätte in einem Park, umgeben von einem Skulpturengarten. (Osten)

Vis­sel­hö­ve­de: Thea­ter zwi­schen Kü­hen und Stroh

Schräg gegenüber liegt der Kuhstall, der Eingang gleicht einer Scheunentür – das Theater Metronom in Visselhövede präsentiert Dorfkultur ganz ideenreich. Der Saal gleicht einem nostalgischen Kino, sogar eigene Produktionen stehen auf dem Programm. Ein kleines Stück weiter erfreut der ehemalige Turm der Honigfabrik mit außergewöhnlichen Kunstausstellungen. (Norden)

Ot­tern­dorf, ein mo­der­nes Worps­we­de

Kunst braucht keine Großstadt – das hat schon Worpswede bewiesen. Das kleine Otterndorf ist dabei, ein modernes Worpswede zu werden. Dort hat sich zeitgenössische Kunst ihren Platz erobert und ganz in der Nähe hat sich der Künstler Hermann Allmers ein eigenes Denkmal gesetzt. (Norden)

Welt­kul­tur­er­be: Bei den har­ten Män­nern un­ter Ta­ge

Rund 1.000 Jahre war das Bergwerk Rammelsberg in Betrieb, so lange wie kein anderes weltweit. Heute lädt es als UNESCO-Welterbestätte zu Erlebnistouren unter Tage. Besonders schön ist es, mit einem alten Bergmann in die Stollen zu wandern. In der Waschkaue scheuern Kinder einem echten Hauer den Rücken und lernen später die Bergmannssprache. (Süden)

Fri­sche En­er­gie im Kul­tur­kraft­werk

Wo einst große Motoren die Energie für Goslar und Umland erzeugten, stehen heute Schauspieler, Musiker und Kleinkünstler „unter Strom“. Die Bühne des Kulturzentrums bietet seit 2004 ein breites Spektrum an Kultur. Urig: Bis heute ragt der alte Brückenkran über das Publikum und historische Urinallyrik ziert die Toilettenräume. Jeden Sommer befindet sich hier der Spielort der Harzer „Tage der Kleinkunst“. (Süden)

Gaumenfreuden

Duf­ten­des Kräu­ter­pa­ra­dies

Eine Welt ohne Kräuter? Undenkbar in Rühlemanns Kräutergärtnerei in Horstedt, eine der größten Deutschlands. 1.300 Sorten heimische und exotische Kräuter und Duftpflanzen sind hier erhältlich, kombiniert mit intensiver Beratung, Kräutergeschichten und Rezepten. Der jährliche Kräutertag im Sommer ist ein Fest für die Sinne: schauen, schnuppern, schmecken. (Norden)

Al­les hei­ße Luft

Die Kaffeemanufaktur Heimbs von 1880 ist eine der ältesten Röstereien Deutschlands. 1954 haben die Braunschweiger ein Röstverfahren erfunden, bei dem die Kaffeebohnen im Luftstrom schweben, ohne heiße Metallteile zu berühren. So verbrennen sie nicht und rösten schonend durch. In der Dallmayr-Academy gehen Kaffeefreunde auf Kaffeereise, werden Barista oder malen Bilder auf Milchschaum. (Osten)

Rog­gen und Wei­zen im Glas

Die Brennerei Dieckmann in Helmstedt brennt nicht nur für Korn und Likör, sondern auch für die Umwelt: Was bei der Produktion übrigbleibt, wandert in die Biogasanlage, um 2.400 Haushalte mit Öko-Strom zu beliefern. Roggen und Weizen kommen von eigenen Feldern, wie schon im 18. Jahrhundert, als die Brennerei Reisende mit Weizenkorn versorgte. Heute werden Brände, Fruchtliköre und Saisonliköre wie „Zimtpflaume“ und „Bratapfel“ im Hofladen angeboten. (Süden)

Spei­sen mit Stern

Wer bei Wolfsburg nur an Autos denkt, hat was übersehen: ein Restaurant von Weltrang. Im „Aqua“ servieren der Drei-Sterne-Koch Sven Elverfeld und sein mehrfach ausgezeichnetes Team raffinierte Köstlichkeiten. Jahrelange Erfahrung, gehobene Handwerkskunst und Aufenthalte in Japan, Griechenland und Dubai prägen die kulinarische Handschrift. (Osten)

Flüs­si­ges Obst aus dem Al­ten Land

New Jork, New Jork … Die Edelbrennerei Nordik in Jork swingt, denn ihr Kräuterlikör „New Jork“ ist „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“. Die Spirituose aus 15 Kräutern und Gewürzen mit einem Hauch Apfel-Brand und Jamaica-Rum schmeckt nach Lakritz und Karamell. Brennmeister Arndt Weßel arbeitet schon am nächsten potenziellen Botschafter: einem Bierbrand. (Norden)

Wurst­pra­li­ne zart­bit­ter

Rotwurst mit Blaubeere. Leberparfait mit Rosenlikör und Himbeere. Getrüffelte Leberpastete. Alle eingehüllt in Zartbitterschokolade. Die Wurstpralinen des „Ritters der Rotwurst“ sind eine kulinarische Herausforderung, doch bei Feinschmeckern sehr beliebt. Die „German Kleinigkeit“ wird sogar von Fans in Asien bestellt. (Süden)

Koh­li­na­ri­scher Hoch­ge­nuss

Mutige vor: Tee aus kräftigem Grünkohl mit einem Hauch Pfirsich oder Schokopralinen mit Grünkohl, Sahne, Weizenkorn und rosa Pfeffer sind die Gelegenheit, in der Grünkohl-Hochburg Oldenburg was ganz Ausgefallenes zu probieren. Weniger exotisch, aber auch delikat sind Grünkohl-Chutney vom Oldenburger Senfmüller und trendiges Grünkohl-Pesto. (Westen)

Sin­gle Malt & Dampf­lo­ko­mo­ti­ve

Eine der kleinsten Manufakturen für Spirituosen in Norddeutschland hat sich in Zorge im Südharz angesiedelt. 2005 wurde hier der erste Single-Malt-Whiskey abgefüllt. Weil der so begehrt ist, füllte sich die historische Hammerschmiede schnell mit Fässern, in denen zuvor Madeira, Sherry oder Portwein lagerten. Zorge ist auch Geburtsort der ersten deutschen Dampflokomotive. Das Heimatmuseum und ein Modell in Originalgröße zeugen davon. (Süden)

World Cham­pi­on of Grün­kohl

Erste Grünkohl-Weltmeisterschaft in Oldenburg 2017: Finalisten aus der Türkei, den USA, dem Libanon, Ungarn, England, Deutschland und dem Kongo zauberten Grünkohl afrikanisch, Grünkohl-Risotto, Grünkohl-Teigtaschen, Grünkohl-Curry. Der Titel für den kreativsten, innovativsten und leckersten Grünkohl-Teller ging nach Deutschland. (Westen)

Ur­meer­salz mit Ge­schmack

Tief unter dem heutigen Bad Essen blieb viele Millionen Jahre lang ein Urmeer bewahrt. In seinem Wasser fand sich eines der wertvollsten Natursalze der Erde. Das Bad Essener Urmeersalz gibt es flüssig oder kristallin. Das kristalline wird aus der übersättigten Salzlösung „ausgefällt“. Dadurch bleiben wertvolle Mineralien des Urmeeres erhalten und es bildet sich Salz mit einem Aroma ähnlich einer leichten Gemüse- oder Hühnerbrühe. (Westen)

Die Bon­bon-Ma­cher aus der Hei­de

Die Lüneburger Bonbon-Manufaktur ist die einzige in Deutschland, die alle Bonbon-Typen herstellt: geprägte Walzenbonbons, Bonbonkissen und handgezogene Bonbons mit Motiv. Für Lüneburg hat sie Bonbons in Form von Hansegiebeln und Stint-Fischen kreiert. In Workshops kann man kiloweise selber Bonbons kochen. Wer lieber zuschaut, verfolgt die tägliche Schauproduktion. Süßer Pluspunkt: Die Manufaktur-Bonbons sind auch für Diabetiker genießbar! (Osten)

Wo das Bock­bier wirk­lich her­kommt

Wer hat's erfunden? Die Niedersachsen. Das Bockbier stammt ursprünglich gar nicht aus Bayern, sondern aus dem Weserbergland. Seit dem Mittelalter brauen die Einbecker ihr Starkbier, schon Martin Luther schwärmte: „Der beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt.“ Der Gerstensaft machte die Hansestadt reich, das zeigen noch heute die prächtigen Fachwerkhäuser. Und natürlich gibt es immer noch den Urbock nach Originalrezept. (Süden)

Ge­nie­ßer Ma­nu­fakt(o)ur

Im Landkreis Peine fließen nicht Milch und Honig, aber Härke-Bier und Rausch-Schokolade. Auf einer Tour durch die Braumanufaktur und die Schokowerkstätten mit den exquisiten Plantagenschokoladen darf ausprobiert und gekostet werden. (Osten)

Le­cke­res aus Uh­len­busch

Das Landgasthaus Lindenhof im Dörfchen Bornum serviert nicht nur saisonale niedersächsische Spezialitäten wie Kohl, Kartoffeln oder Gänsebraten – das Dorf am Elm war wie Königslutter oder Rehburg-Loccum auch einer der Schauplätze der Kinderserie „Neues aus Uhlenbusch“ über das Leben auf einem norddeutschen Bauernhof aus den 1970er Jahren. (Osten)

Grün­kohl-Aka­de­mie

Grünkohl findet in Niedersachsen nicht einfach nur auf dem Feld oder dem Teller statt, sondern auch auf dem Lehrplan der Oldenburger Grünkohl-Akademie. Seit 2012 nennt sich die Stadt offiziell „Kohltourhauptstadt“ und bietet Kohl-Stadtführungen, Grünkohl-Kochkurse, Grünkohl-Pralinen, „Kohloquien“ und Einsichten in die moderne Grünkohl-Forschung. (Westen)

Rund wie Piz­za – aber aus Kar­tof­feln

Herzhaft und fantasievoll ist die regionale Spezialität „Kartoffelplate“: Die lokalen Gastwirte lassen ihrer Fantasie beim Belegen der geraspelten und als Boden ausgelegten Erdäpfel freien Lauf und verwenden Fleisch, Fisch, Spargel, Gemüse oder sogar Obst. Bestellt werden kann beispielsweise im Landgasthaus Gieseke-Asshorn. (Westen)

Le­cker, Fisch!

Nicht lang schnacken… lecker futtern! Kibbeling direkt aus der Nordsee und Kartoffelspalten in der Spitztüte – frisch und schnörkellos am Emder Hafen. So geht Genießen im Norden. (Norden)

Öle aus dem We­ser­berg­land

Die Ölmühle Solling, gegründet von zwei ehemaligen Entwicklungshelfern, hat sich als Manufaktur ganz den hochwertigen Bio-Ölen verschrieben. In der Ottensteiner Hochebene haben sich Raps produzierende Landwirte zusammengetan, um ihr eigenes Öl zu pressen und zu vermarkten. (Süden)

Am liebs­ten Buch­wei­zen­tor­te

Mit seinen sandigen, mageren Böden hat die Lüneburger Heide den Bauern nicht viel zu bieten. Da mussten sie umdenken und kamen auf den Buchweizen anstelle von Roggen und Gerste. Buchweizen ist anspruchslos und hat bis heute seinen festen Platz in der Heidjerküche – ob als Torte, Pfannkuchen oder Waffel. (Osten)

Kri­mi­nel­le Mar­zi­pan­see­hun­de

Lesen und schlemmen: Im Café ten Cate in Norden kauft Polizeioberhaupt Ubbo Heide aus den Besteller-Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf immer die leckeren Marzipanseehunde. Den Kommissar gibt es nicht im echten Leben, die Leckereien schon. Unbedingt probieren! (Norden)

Salz­blü­te aus der Sie­de­rei

Luisenhall in Göttingen-Grone ist Europas letzte Pfannensiederei. Und das Industriedenkmal fungiert nicht etwa als Museum, sondern ist tatsächlich ein funktionierender Betrieb. Eigentümer Jörg Bethmann führt hier mit viel Engagement das Familienunternehmen aus dem 19. Jahrhundert fort. (Süden)

Tech­ni­sches Wun­der – die neue Krab­ben­pul­ma­schi­ne in Cux­ha­ven

Nix mit Marokko – Cuxhavens neue Krabbenpulmaschine ist nicht nur ein technisches Wunder, sondern hilft auch noch, die Meeresfrüchte klimaschonend in den Handel zu bringen. Direkt an der Wurster Nordseeküste. (Norden)

Traum­haf­ter Zie­gen­kä­se

Die Milchlieferanten meckern um die Wette auf dem Ziegenhof Bachenbruch. Dort lebt Catherine André ihren Traum vom Landleben und fertigt einen der besten Ziegenkäse des Landes – in einem Ambiente wie bei Dornröschen. Handfester geht es in der Hofkäserei Dennemann zu. Käse von Kuh und Ziege, Joghurt und Quark stellt der Familienbetrieb im Cuxland her. Wer wissen will, wie der Grafschafter Bauernkäse entsteht, belegt ein Käseseminar. (Norden/Westen)

In der Sen­f­ma­nu­fak­tur

Senfsaat, Weinessig, Zucker, Salz, Honig, Kräuter … alles aus der Region, alles ökologisch – zusammen mit der handwerklichen Fertigung im Steinmahlverfahren sind dies die Grundlagen des gelben Goldes aus Einbeck. Und auch in Eystrup entstehen Senf und Essig seit Jahrhunderten nach alten Rezepten und Methoden – in der historischen Essigfabrik. (Süden)

Blaue Kar­tof­feln und Bi­son­rou­la­de

Es ist gesund, fettarm und ganz zart – das Fleisch von Niedersachsens einziger Bisonherde im Allertal. Wem die Bisonroulade zu mächtig ist, der versucht einmal Variationen aus Heidekartoffeln. Wussten Sie, dass die blau, rosa oder lila sein können? Und dass die farbigen Sorten vitamin- und nährstoffreicher sind als herkömmliche? All das lernt man beim Kartoffelbauern Karsten Ellenberg in Barum. Übrigens ist der Betrieb seit dem 16. Jahrhundert in Familienbesitz. (Osten)

Schuh­soh­len es­sen

Zum Jahresausklang backt man in der Grafschaft Bentheim traditionell „Ouderwetse Knieperties“, knusprige Waffeln, und „Schohsollen“, ein Gebäck in Form von Schuhsohlen, auf gusseisernen Formen über dem offenen Feuer. Die über Generationen vererbten Eisen tragen oft alte Familienwappen und fromme Bibelverse. (Westen)

eat-the-world in Han­no­ver

Sich durch die Kochtöpfe der Stadt schlemmen, können Gäste mit der eat-the-world-Tour (Hannover). In kleinen Bistros und Bäckereien probieren sie an verschiedenen Stopps kleine Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern – von Afrika über Frankreich bis nach Russland. (Süden)

Frisch vom Har­zer Heu­schwein

Nomen est omen: Das Heuschwein aus dem Harz futtert sein Leben lang frisches Heu von Harzer Hängen, durchsetzt mit aromatischen Kräutern. Dementsprechend muss sein Fleisch bei der Zubereitung auch kaum mehr gewürzt werden, bevor es etwa als schmackhafte Wurst mit dem Qualitätssiegel „Typisch Harz“ beim Metzger hängt. (Süden)

Spar­gel: Das wei­ße Gold

Jeden Frühling beschäftigt der Spargel Gaumen und Gemüter, wenn er sich knackig aus der Erde schiebt. Neben Nienburg gehört das Oldenburger Münsterland zu den größten zusammenhängenden Spargelanbaugebieten Deutschlands, auch bei Braunschweig und Hannover zieren lange Spalten die Äcker. Kurzweiliges Wissen vermittelt das Niedersächsische Spargelmuseum in Nienburg, im Mai wird die Spargelkönigin gekrönt und die Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen bietet Fahrten mit dem „Spargelexpress“. (Süden/Osten/Westen)

Stor­chen­bier und Whi­te Wen­dish aus Schafs­milch

Artgerecht gehaltenes Bier, mit diesem Scherz vermarkten die Wendländer ihr Storchenbier in Demeter-Qualität. Und ganz in der Nähe, in Waddeweitz, fabriziert ein Bioland-Hof einen Likör aus Schafsmilch. (Osten)

Die Bick­bee­ren von Broke­loh

Millionen dicke saftige Blaubeeren gedeihen auf Plantagen rund um das Dörfchen Brokeloh – zu genießen mit Hefeklößen, Kartoffelpuffer, Joghurt, Camembert oder auch exotischen Blaubeer-Mettwurst-Broten. (Süden)

Cof­fea Scho­ko­la­de

Kaffeerösterei und Schokokreationen made in Hildesheim, verkauft im rekonstruierten Fachwerkhaus „Umgestülpter Zuckerhut“. Probiertipp: weiße Schokolade mit Rosenblüten aus der Rosenstadt. (Süden)

Barrierefrei unterwegs

Stand-up-Pad­deln für Al­le

Auf Mega-Stehpaddel-Boards können jetzt auch Rollstuhlfahrer aktiv mitpaddeln. Die Rollstühle werden fest auf den stabilen und kentersicheren Riesen-Brettern vertäut und das Teamerlebnis kann beginnen. Bis zu zehn Personen samt Gepäck passen auf ein Board. (Osten)

Mit dem Roll­stuhl un­ter­wegs im Harz

Auf die Harzer Bergwildnis müssen Rollstuhlfahrer nicht verzichten. Der Nationalpark Harz bietet Naturerlebnisse, die mit dem Rollstuhl erreichbar und befahrbar sind wie Erlebnis-Kino und Forscher-Ecke im Besucherzentrum TorfHaus, Wildtier-Beobachtung in Odertal, Walderlebnis-Ausstellung und Ameisen-Gehege im Haus der Natur Bad Harzburg oder Luchs-Fütterung an der Rabenklippe. (Süden)

Bar­rie­re­frei auf Sa­fa­ri

Der ErlebnisZoo Hannover, Deutschlands familienfreundlichster Zoo und zertifiziert mit „Reisen für Alle“, schickt Menschen mit und ohne Handicap auf Weltreise. Sie fahren Boot auf dem afrikanischen Sambesi, gehen in Kanada auf Tauchstation mit Eisbären und Pinguinen, besuchen einen indischen Dschungelpalast und das
australische Outback. Ganz neu im Zoo: GeoZOOcaching-Safari mit Schatzsuche auf allen Kontinenten. (Süden)

Bar­rie­re­frei­er Kunst­ge­nuss

4.000 Kunstwerke aus 3.000 Jahren auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zeigt das uneingeschränkt barrierefreie Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig. Eröffnet 1754 ist es eins der ältesten Kunstmuseen Europas. Gemälde von Rubens, Rembrandt und van Delft, die größte Sammlung italienischer Majolika-Keramik nördlich der Alpen, französische Emailmalerei und ostasiatische Kunstwerke sind hier ausgestellt. (Osten)

Bar­rie­re­freie Per­spek­ti­ven zwi­schen Baum­kro­nen

22 Meter über dem Boden lädt der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg zu neuen Perspektiven ein. Barrierefrei und für jede Altersgruppe erlebbar, „schweben“ die Besucher auf diesem besonderen Wanderpfad förmlich durch den Wald. Egal ob mit oder ohne Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen – maximal sechs Prozent Steigung machen den Pfad für alle zum Erlebnis. An 33 Stationen und auf Wunsch bei geführten Rundgängen gibt es on top Wissenswertes über Wald, Natur und Kultur. (Süden)

Rund­um sorg­los cam­pen

Urlaub mit Handicap aber ohne Einschränkung bietet der Campingplatz in Dransfeld. Neben barrierefreien Unterkünften und Sanitäranlagen punktet er mit seinem Rundum-Service. Örtliche Partner kümmern sich um Sanitätsbedarf, reparieren Hilfsmittel, liefern Medikamente und begleiten bei Ausflügen. Pflegedienst und Therapeuten stehen bei Bedarf zur Verfügung. (Süden)

Auf Tuch­füh­lung mit Was­ser­büf­feln

In der Lüneburger Heide leben Bisons und Wasserbüffel, Steppenrinder, Yaks, Lamas, Zwergzebus einträchtig zusammen. Seinen Tour-Wagen, auf den per Rampe bis zu 16 große Rollstühle fahren können, lenkt Henning Bauck mittendurch. Den Tieren kommt man hier ganz nah und darf manche sogar streicheln. Auf dem gesamten Gelände und in der Hof-Gastronomie können sich Menschen mit Einschränkungen frei bewegen. (Osten)

Wie riecht die Hei­de?

Blinde Menschen nehmen die Natur mit anderen Sinnen wahr. Wanderfreuden erleben sie auf dem Rundwanderweg bei Hermannsburg. Eine Leitvorrichtung sorgt dafür, dass Sehbehinderte nicht vom Weg abkommen und die Schilder sind in Brailleschrift angefertigt. Barrierefrei geht es auch in Handeloh im Naturpark Lüneburger Heide zu, der Planetenlehrpfad informiert über das Weltall und ist mit dem Rollstuhl befahrbar. (Osten)

Watt­wan­de­rung – für Al­le und mit al­len Sin­nen

Bei Wattführer Joke Pouliarts Wattwanderungen „Mit allen Sinnen“ und „So schmeckt Langeoog“ sind auch Blinde und Sehbehinderte herzlich willkommen. Und in Butjadingen helfen die Wattmobile nicht nur Eltern, ihren Nachwuchs über den schlickigen Untergrund zu bugsieren. Auch Menschen mit Gehbehinderung kommen so mitten hinein ins Weltnaturerbe. (Norden)

Mit dem Roll­stuhl über Stock und Stein

Er bewältigt sandigen und steinigen Untergrund, schwimmt sogar auf Wasser und gleitet über Schnee – mit dem ausleihbaren Geländerollstuhl geht es durch den Hochsolling. (Süden)

Bar­rie­re­frei auf der Pirsch im Harz

Im Harz ist der Rollstuhl kein Hindernis, um wilde Tiere zu sehen. Im Odertal etwa sorgt ein rollstuhlgerechter Weg zur Wildtierstation für Naturerlebnisse. Wer es bequemer mag, nimmt den Niederflurbus, der sogar bis zum abgelegenen Luchsgehege in die Wildnis tuckert. (Süden)

Das Ewi­ge Meer – Deutsch­lands größ­ter Hoch­moor­see

Der größte Hochmoorsee Deutschlands lässt sich auf einem Bohlenweg entdecken – barrierefrei geht es in 90 Minuten einmal um das mystische Naturschutzgebiet, Tafeln informieren über den sensiblen Lebensraum. Besonders stimmungsvoll in der Dämmerung. (Norden)

Denk-mal-Tour in Achim – auch für Seh­be­hin­der­te

Skulpturen, Denkmäler und viele andere „Sehenswürdigkeiten“ lassen sich in Achim auch erfühlen. Der zwei Kilometer lange Rundgang führt vom Rathaus bis an den Ortsrand. (Süden)

In Mi­ne­ra­li­en ent­span­nen

Thermalsole ist gut für Gesundheit und Wohlbefinden – romantisch wird die Entspannung bei den regelmäßig stattfindenden Aqua Nights mit Kerzenschein und das barrierefrei in der Bentheimer Mineral Therme. (Westen)

Mit dem Rol­la­tor auf Nien­burgs Bä­ren­spur

500 weiße Bärentatzen auf dem Boden führen durch die 1.000-jährige Fachwerkstadt am Weserbogen. Barrierefrei führen sie zu 28 Sehenswürdigkeiten in der Altstadt – mit Tatzen wie im Stadtwappen verewigt. (Süden)

Vor­bild Han­no­ver

Die Landeshauptstadt gilt als Vorbild für Barrierefreiheit. Nicht nur die touristische Route „Der Rote Faden“ ist für Rollstuhlfahrer gut nutzbar, sondern auch die Museen und sogar die Hop-on-hop-off-Busse. (Süden)

Stadt­füh­run­gen für schwer­hö­ri­ge Men­schen und Rol­li­rou­te

Wer schwer hört, hat Probleme, an einer Stadtführung teilzunehmen. Die Stader Gästeführer haben in Kooperation mit dem Verein Hören ohne Barriere – HoB – eine Stadtführung für Menschen mit Hörbehinderungen organisiert. Es bleibt nicht das einzige barrierefreie Angebot der Region. In Loxstedt lockt die Rolliroute. Rollstuhlfahrer, Handbiker, Skater und Kinderwagenpiloten erforschen dabei hindernisfrei Geheimnisse hinter'm Weserdeich. (Norden)

Mit dem Hand­bike durchs Ems­land

Der regionale Rundweg der Emsland-Route garantiert barrierefreien Fahrspaß für Handbiker: mit einer eigens dafür ausgeschilderten Route und dem GPS-Track für Rollifahrer. (Westen)

Ab ins Dun­kel

Eine Reise in die Tastwelt der Sehbehinderten verspricht das Café Dunkel in Bremervörde. Und auch Hildesheims renommiertes Roemer- und Pelizaeus-Museum geht neue Wege und lädt mit seinem „Museum der Sinne“ Blinde dazu ein, die Kulturschätze der Welt zu erfühlen. (Norden/Süden)

Natürlich nachhaltig

Ers­ter nach­hal­ti­ger Na­tur­park Nie­der­sach­sens

Ausgezeichnet: Der Naturpark Steinhuder Meer ist offiziell „Nachhaltiges Reiseziel“. Denn er und seine Partner sind Vorbild bei Service, Klimaschutz und Stärkung regionaler Produkte. Auch bei der Barrierefreiheit geht’s voran: Ein Teil der Infrastruktur und mehrere Betriebe sind zertifiziert mit „Reisen für Alle“, darunter Cafés, der Dinosaurier-Park, die Ökologische Schutzstation, Unterkünfte wie Ferienhäuser und ein Campingplatz. (Süden)

Steinhuder Meer mit Segelbooten, © Naturpark Steinhuder Meer, Region Hannover / Claus Kirsch

Stein­hu­der Meer mit Se­gel­boo­ten

Kli­main­sel Juist

Stell dir vor, eine Insel ist nachhaltig und keiner weiß es. Juist lädt deshalb ein zur „Juist unplugged“-Radtour. Radler erleben die erstaunlich große Vielfalt von Flora und Fauna, entdecken, wie sich die Insel autark mit Wasser versorgt und bis 2020 klimaneutral werden will, lernen das soziale Engagement der Inselgemeinde kennen und erfahren, wie die Insel Mobilität und Müllentsorgung organisiert. (Norden)

Strand von Juist

Strand von Juist

Fes­ti­val mit grü­nem Ge­wis­sen

„A Summer‘s Tale“ im Naturpark Lüneburger Heide lockt mit Musik, Performances, Lesungen, Film, Theater und kreativen Workshops. Viele Programmpunkte handeln von Nachhaltigkeit und auch das Festival selbst wird immer „grüner“: mit Bus-Shuttle, Fahrradgarderobe, Foodsharing, durchdachter Müllentsorgung, Becherpfand, Ökostrom, umweltfreundlicher Reinigung, regionalen Lebensmitteln. Großes Festspiel mit kleinem ökologischen Fußabdruck. (Osten)

San­di­ges Pa­ra­dies für Brut­vö­gel

Die Sandgruben im Öring im Wendland sind Heimat für Insekten, Amphibien und mehr als 50 Brutvogelarten inmitten intensiv genutzter Agrarlandschaft. In Sand und Magerrasen leben Flussregenpfeifer, im Röhricht Drosselrohrsänger und Teichrohrsänger, in Brachen Rebhuhn und Braunkehlchen, in Hecken Nachtigall und Pirol. Damit die offene Landschaft nicht zuwuchert und die Tiere verdrängt werden, kümmert sich der NABU um das sehenswerte Naturkleinod. (Osten)

Nachtigal

Nach­ti­gal

En­er­gie­aut­ark über­nach­ten

Einmal unabhängig sein vom großen Stromversorger? Ist möglich, in den energieautarken Holzhäusern auf dem Erlebnishof Borstel. Die Hütten versorgen sich selbst mit Strom aus Wind und Sonne, verfügen über Akkus und Stromwandler. Dafür bekam der Erlebnishof, der konsequent seinen gesamten Betrieb nachhaltig ausrichtet, den niedersächsischen Tourismuspreis für Nachhaltigkeit. (Süden)

Hei­de­ho­nig vom Kor­bim­ker

Imkern in Körben das war gestern? In Hermannsburg pflegt einer von Deutschlands letzten Korbimkern diese alte Tradition und streicht seine Bienenhäuser mit Kuhdung ein. Nicht nur das ist besonders, im Frühjahr sitzt er tagelang vor den Körben, um seine Schwärme abzufangen. (Osten)

Bienenzaun in der Heide, © Naturpark Lüneburger Heide / Dorothea Uhlendorf

Bie­nen­zaun in der Hei­de

Krea­ti­ve Nu­deln

Hartweizengrieß, Dinkelmehl und Eier, dazu Bärlauch, Paprika oder Kakao – fertig sind die hausgemachten Nudeln aus biologischen, regionalen Zutaten, die keine langen Wege zurückgelegt haben. Aus Boimstorf bei Braunschweig und sehr lecker. (Osten)

Koch­show mit Sei­fe

Lavendel, Zimt oder Schokolade – die Seifen von Oliver Rautenberg duften alle köstlich. Bei der Produktion der modernen Ökoreiniger sind Zaungäste herzlich willkommen – Rautenberg zelebriert das Seifensieden in seiner Manufaktur in extra Seifenkochshows. (Westen)

En­er­gie-, Bil­dungs- und Er­leb­nis-Zen­trum Au­rich

Aurich gleich Windkraft. Die ostfriesische Stadt mausert sich immer weiter zum norddeutschen Zentrum der regenerativen Energie. Im Sommer 2015 öffnete hier das neue, große Info- und Experimentier-Zentrum zur Energie. (Norden)

Er­hal­ten durch Auf­es­sen

Das Bunte Bentheimer Schwein ist eine richtig alte Haustierrasse, fast war sie schon ausgestorben. In der Region züchtet man die robusten Schweine heute wieder für den Verzehr. Das historische Gasthaus im Tierpark Nordhorn „De Malle Jan“ bietet Gerichte vom Bentheimer Schwein und ist als Slow-Food-Betrieb ausgezeichnet. Auch in der Göhrde werden alte Haustierrassen erhalten – im Projekt Göhrde Artenvielfalt/Arche-Region für seltene Nutztiere. (Westen/Osten)

Zeichnung Erde, © Fotolia / drawlab19
Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum Aurich, © Verkehrsverein Aurich / Karl-Heinz-Krämer

En­er­gie-, Bil­dungs- und Er­leb­nis-Zen­trum Au­rich

Das Hu­te­wald­pro­jekt

Auerochsen und Wildpferde grasen zwischen knorrigen, dicken Eichen für den Naturschutz. Auf dem Rundweg lässt sich so mancher Blick auf die Tiere erhaschen. (Süden)

Teil­boot – Se­geln oh­ne ei­ge­nes Boot

Carsharing kennt man – aber Boote teilen? Geht gut, Hannovers Verein Ökostadt bietet die ökologische Variante für Freizeitkapitäne auf dem Steinhuder Meer an. (Süden)

Kunst trifft Um­welt­schutz

Sand, Lehm und Torf künstlerisch in Szene setzt die Re-Art-Halle in Ihlienworth, eine neue Form der Kunsthalle. Alle Malereien, Grafiken, Skulpturen setzen sich mit einem übergeordneten Umweltschutzthema auseinander. (Norden)

Ab­gas­los mo­bil

Abgaslos und leise durch Niedersachsen: Die Grafschaft Bentheim setzt auf E-Bikes und Fahrradservicestationen, Fietsenbus und Babboes – spezielle Transportfahrräder für bis zu vier Kinder, die mit Elektrokraft betrieben werden. Nordsee-Elbe-Weser ist eine movelo-Region, auch hier steht ein engmaschiges Netz an E-Bikes und Servicestationen. Gleiches gilt für das Weserbergland, wo das E-Bike auch die größten Steigungen überwinden hilft. (Westen/Norden/Süden)

E-Bikes, © Hameln Marketing und Tourismus GmbH

E-Bikes

Na­tur­park Moor

Grenzenloser Naturschutz – dafür steht der deutsch-niederländische Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen. Lehrpfade, Vogelbeobachtungspunkte, geführte Thementouren und der Siedlerhof mit alten Haustierrassen lassen die Zeit wiederauferstehen, als sich hier das größte zusammenhängende Moor Mitteleuropas befand. (Westen)

Un­ter­wegs mit den Kräu­ter­he­xen

Ob Harz oder Heide, es gibt sie noch, die weisen Kräuterfrauen. Kräuterfrau Heike Teismann aus Amelinghausen weiht in die Kräfte von Gundermann und Co. ein. Auf einer Kräuterexkursion lernen die Teilnehmer die Pflänzchen zu bestimmen, bevor sie erfahren, wie man Tee und Tinkturen daraus bereitet. In Bad Lauterberg wandern Gäste mit Küchenmeisterin Elke Schnibbe und verarbeiten die Kräuter zum 4-Gänge-Menü. (Osten/Süden)

Wind und Wet­ter er­for­schen – Kli­ma­tour Teu­fels­moor

Wie reagiert der Fluss auf die stärker gewordene Sonneneinstrahlung? Fragen wie diese beantwortet die Klimatour durch das Teufelsmoor. Es geht mit dem Rad über Stock und Stein. Nirgends zeigen sich die Folgen des Klimawandels in der Natur so eindrucksvoll wie hier. (Norden)

In den Berg zur äl­tes­ten Fa­mi­lie der Welt

Einst ein Korallenriff, heute eine beeindruckende Tropfsteinhöhle – die Iberger Höhle ist eine der größten von mehr als 100 Höhlen in diesem Kalksteinberg. Das moderne Erlebniszentrum zur Schauhöhle nimmt Besucher mit in die Vergangenheit. Tief im Berg fanden sich auch Knochen von mehr als 60 Bronzezeit-Menschen. DNA-Analysen zeigten, dass sie miteinander verwandt waren und obendrein direkte Vorfahren einiger heutiger Harzbewohner. (Süden)

Zugvögeltage, © Fotolia / natros

Zug­vö­gel­ta­ge

Zug­vo­gel­ta­ge

Mit dem Fernglas auf Safari im Nationalpark Wattenmeer und an den Nordseeküsten beobachten, wie in jedem Herbst Graugänse, Alpenstrandläufer und viele andere Zugvögel mehr auf ihrem Weg nach Südeuropa am Wattenmeer rasten. In der Lüneburger Heide hören Ornithologen den Rufen der Kraniche zu und sehen sie tanzen. (Norden/Osten)

Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en auf der Bo­xen­stopp-Rou­te

Immer im Kreis, 300 Kilometer lang, führt der Radfernweg rund um Cloppenburg und Vechta. „Boxenstopps“ unterwegs sind Hofläden, Bauerngärten und Hofübernachtungen, aber vor allem auch viele Naturschönheiten. Und zahlreiche Stationen, die Energie aus erneuerbaren Quellen zeigen oder erlebbar machen. Wer nicht radeln kann, erreicht die Ziele auch auf Autostraßen. Vielleicht mit dem Elektrofahrzeug? (Westen)

Brunch im So­lar­boot auf dem Masch­see

Mit der Kraft der Sonne tuckern die futuristischen Boote über den Maschsee in Hannover, an Bord wird ein Frühstück angeboten. Dabei erklärt der Kapitän den Kindern die Technik. (Süden)

Achtung: Kultur!

Detail des Bahnhof Uelzen, © Anke Steffen / Hansestadt Uelzen

De­tail des Bahn­hof Uel­zen

Der bun­te Bahn­hof des Ar­chi­tek­tur­dok­tors

Der einst prachtvolle Inselbahnhof von Uelzen war hundert Jahre nach seiner Eröffnung 1887 völlig marode. Im Rahmen der Expo 2000 wurde er nach Vorgaben des Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser umgebaut. Heute zählt der Bahnhof zu den zehn schönsten der Welt und tausende Besucher freuen sich über goldene Kugeln, schillernde Mosaike, schräge Toiletten, tanzende Fenster und den Flussbettboden. (Osten)

Arbeit in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg, © Porzellanmanufaktur Fürstenberg

Ar­beit in der Por­zel­lan­ma­nu­fak­tur Fürs­ten­berg

Mu­si­ka­li­scher Pau­ken­schlag zum Som­mer­an­fang

Am längsten Tag des Jahres feiert Hannover mit bei der weltgrößten Musikparty „Fête de la Musique“. In rund 700 Städten auf fünf Kontinenten machen Bands, Chöre, Solisten und Orchester zeitgleich die Citys zu Bühnen, spielen umsonst und meist draußen. Von Jazz, Klassik und Soul bis hin zu Rock, Pop, Hiphop und Elektro findet jeder seine Nische oder entdeckt gemeinsam mit tausenden Menschen neue Musikwelten. (Süden)

Zeichnung Tasse, © Fotolia / 21021021

Por­zel­lan­ma­nu­fak­tur – An­fas­sen er­laubt!

In der Besucherwerkstatt der Porzellanmanufaktur Fürstenberg zeigen Porzelliner, wie der Henkel an die Tasse kommt, wie Porzellan bemalt, Teller gedreht und Figuren gegossen werden. Das Museum im Schloss präsentiert feinstes Porzellan und wechselnde Ausstellungen. Wer sich ein individuelles Stück wünscht, erstellt es selbst oder bemalt ein Porzellanobjekt in einem Kurs. (Süden)

Ein Schloss im Mond­schein

Schloss Marienburg in Pattensen ist der Stein gewordene Liebesbeweis von König Georg V. von Hannover an seine Gemahlin Königin Marie. Bei Mondschein entfaltet die Sommerresidenz der Welfen mystischen Charme. Auf einem geführten nächtlichen Streifzug erkundet man die vom Mond erhellten historischen Räume und steigt auf den Schlossturm mit weitem Blick übers Land. (Süden)

Weiß­ge­bo­re­nes Wap­pen­tier

„Memsener Weiße“ sind schneeweiß geborene Pferde. Sie wurden von 1653 bis 1838 in der Domäne Memsen gezüchtet für die Könige von Großbritannien und Kurfürsten von Hannover. Acht weißgeborene Hengste zogen einst den Krönungswagen von König Georg I. Auch Napoleon interessierte sich für die weißen Pferde und setzte sie für einen Triumphzug ein. Heute ist die Rasse ausgestorben. Doch sie lebt weiter – verewigt im niedersächsischen Landeswappen. (Süden)

Schloss Marienburg bei Nacht, © Mario Konang

Schloss Ma­ri­en­burg bei Nacht

Klassik-Open-Air in Hannover, © NDR / M. Uphoff

Klas­sik-Open-Air in Han­no­ver

Opern­spek­ta­kel un­ter frei­em Him­mel

Eine Generalprobe mit 8.000 Leuten? Das hochkarätige Klassik-Open-Air in Hannover zieht schon zur letzten Probe Tausende in den Maschpark. Die Hauptaufführung mit internationalen Solisten und der Radiophilharmonie verfolgen über 20.000 Menschen auf ausverkauften Rängen vor der Bühne am Neuen Rathaus oder gratis über Videoleinwände im Park, der zur riesigen Picknicklandschaft wird. (Süden)

Ur­auf­füh­rung „Faust“ 1829 in Braun­schweig

Ein Höhepunkt Braunschweiger Theatertradition war die Uraufführung von Goethes „Faust“ 1829 im Hoftheater, gegründet 1690 als „Herzogliches Opernhaus“. Theaterdirektor Klingemann war es gelungen, nach radikalen Änderungen am Original, das als unspielbar geltende Stück auf die Bühne zu bringen. Die Braunschweiger Fassung wurde von vielen Theatern im In- und Ausland übernommen. (Osten)

In der Kü­che um die Welt

Das größte Küchenmuseum Europas, World of Kitchen in Hannover, lockt in die Welt der Kochstätten von Ur- bis Neuzeit, von bayrisch bis orientalisch, von blau-weißer Delfter bis zur grell-bunten 70er-Jahre-Küche. Rund 20.000 Küchenutensilien gibt’s zu entdecken, 8.000 Kochbücher, ein Esszimmer von 1927 und 50 Miniaturküchen. Schulklassen und Besucher dürfen im Museum sogar kochen. (Süden)

Blick ins Küchenmuseum, © www.wok-museum.de

Blick ins Kü­chen­mu­se­um

Natürlich Niedersachsen

Rie­sen­find­ling Gie­bi­chen­stein

Niedersachsens größter Findling ruht im Wald bei Stöckse. Gletscher der Saale-Eiszeit schoben den 330 Tonnen schweren Granitbrocken vor über 200.000 Jahren von Schweden nach Norddeutschland. Neben dem Riesenstein befinden sich Reste des Großsteingrabs „Teufelsbett“ und ein steinzeitliches Jägerlager. Der erste archäologische Wanderpfad Niedersachsens informiert darüber. (Süden)

Riesenfindling Giebichenstein

Rie­sen­find­ling Gie­bi­chen­stein

Fle­der­maus­nacht

Alle in Niedersachsen bekannten Fledermausarten stehen auf der „Roten Liste“. Sie brauchen Schutz, der damit beginnt, die Tiere kennenzulernen. Gelegenheit dazu bietet die alljährliche Fledermausnacht Ende August. Auf den Batnight-Veranstaltungen des NABU erfährt man mehr über die kleinen Nachtschwärmer, kann sie belauschen und beobachten. (Norden, Süden, Osten, Westen)

Fledermaus

In­sel­per­len in der Nord­see

Diese könnte die längste Perlenkette der Welt sein: Auf rund 90 Kilometer Länge reihen sich im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer sieben ostfriesische Inseln wie Perlen aneinander. Auf den ersten Blick gleichen sie sich mit ihren langen Stränden, Sanddünen und weiten Salzwiesen. Doch Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge sind jede für sich ein Juwel und damit vielleicht auch die schönste Perlenkette. (Norden)

Sen­sa­ti­on: Ko­li­bri-Kü­ken in Wals­ro­de

Kleinster Vogel der Welt im größten Vogelpark der Welt: Kolibris fühlen sich im Weltvogelpark Walsrode sichtlich wohl. Die Haltung des flinken Mini-Vogels ist sehr schwierig, doch in Walsrode wurden für ihn ideale Lebensbedingungen geschaffen. Der Lohn: die erfolgreiche Nachzucht der empfindsamen Wesen über mehrere Generationen, eine ornithologische Sensation! (Osten)

Ich glaub, ich seh ‘nen Wal!

Whale Watching in Niedersachsen? Na klar, an der Wilhelmshavener Südküste. Während der „Schweinswal-Tage“ kann man die kleinen Meeressäuger von Land und vom Boot aus beobachten. Zwar ohne Garantie, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. Denn die Tiere lassen sich recht zuverlässig von März bis Mai vor Wilhelmshaven blicken. (Norden)

Dü­ne mit­ten im Wald

Wundertüte Verdener Stadtwald: Mittendrin öffnet sich eine sandige Dünenlandschaft mit Kiefern und Magerrasen, wie man sie eigentlich am Meer erwartet. Solche eiszeitlichen Wanderdünen sind wegen Bewuchs und Sandverlust heute sehr selten. Die 15.000 Jahre alte Verdener Düne konnte gerettet werden. Seit 1930 steht die Exotin unter Schutz und ist damit Niedersachsens ältestes Naturschutzgebiet. (Süden)

Zeichnung Kolibri, © Fotolia / alinamaksimova

Besonders übernachten

Urig im Zir­kus­wa­gen

Im Dornumerland ist „Freilenzen“, eine Mischung aus Freizeit und Faulenzen, ausdrücklich erlaubt. Auf dem Campingplatz Dornumersiel warten ehemalige Zirkuswagen und nach historischem Vorbild gebaute Nordseekarren auf willige „Freilenzer“. Die finden hier nostalgischen Übernachtungskomfort mit Endlos-Blick aufs Wattenmeer. (Norden)

Übernachten im Zirkuswagen, © Tourismus GmbH Gemeinde Dornum / Martin Stöver

Über­nach­ten im Zir­kus­wa­gen

Al­lein mit tau­send Bü­chern

Wer als Kind nachts unter der Decke mit Taschenlampe heimlich Bücher las, wird das lieben: übernachten in der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“ in Buxtehude. Dort warten bequeme Leseplätze und ein gemütliches Nachtlager mitten im Laden, den man ganz für sich allein hat. Inklusive Büchergutschein und Frühstück im nahe gelegenen Café. (Norden)

Zeichnung VW Bulli, © Fotolia / Danussa

Dau­men hoch von Bul­li-Fans

Für sommerliches Surfer-Retro-Feeling muss keiner bis ans Meer reisen. Im Heide-Park Soltau stehen VW-Kult-Bullis direkt am Sandstrand, zur Freude von Oldtimer-Fans mit Hang zum Strandleben. Drinnen ein gemütliches Bett, draußen Beach-Feeling und dazu der direkte Zugang zum größten Freizeitpark Deutschlands. (Osten)

Kind­heits­traum Baum­haus

Übernachten im Baumhaus heißt, in die Sterne gucken und morgens aufwachen vom Rauschen der Bäume und Vogelgezwitscher. Im Sonnenresort Ettershaus in Bad Harzburg laden futuristische Baumhäuser und solche auf Stelzen zum Wohnen zwischen alten Bäumen ein. Mit Allwetter-Komfort wie Heizung, Dusche, TV. (Süden)

Rundes Baumhaus, © Sonnenhotels Deutschland GmbH & Co. KG

Run­des Baum­haus

Schlum­mern oh­ne Ri­si­ken und Ne­ben­wir­kun­gen

In der historischen Apotheke von Bad Essen empfangen heute Hotelchefs ihre Gäste. Vieles erinnert an die alte Zeit: Medizingefäße und Waagen, die typischen hölzernen Wandschränke im Apothekerladen. Und im ehemaligen Apothekerlabor wird gekocht. (Westen)

Übernachten im VW Bulli am Strand, © Heide Park Resort / A. Mischke

Über­nach­ten im VW Bul­li am Strand

Bierkultur

Ge­win­n­er­bier aus Ost­fries­land

Das Dorf Bagband im Herzen Ostfrieslands ist Heimat eines ausgezeichneten dunklen Landbiers. Zweimal hat das Dunkle in einer Blindverkostung beim weltweit wichtigsten Bierwettbewerb, dem European Beer Star, Gold gewonnen. Die historische Landbrauerei kann noch mehr, nämlich Bockbier, Weizenbier, Sömmerbris und Törfbrand. Im Brauereimuseum wartet eine noch aktive, über hundert Jahre alte Brauerei auf Besucher. (Norden)

Gerstekörner, © Ringhotel Der Waldkater

Ger­s­te­kör­ner

Kleins­te mo­bi­le Bier­braue­rei

Das Braugasthaus am Mühlengrund in Wienhausen beherbergt laut Guinness-Buch der Rekorde (1997) die „kleinste mobile Brauerei der Welt“. Das heute denkmalgeschützte Haus wurde 1589 erstmals erwähnt und ist eines der ältesten Gebäude im Ort. Mittlerweile sind das Gasthaus und sein mildes Bier „Wienhäuser Naturtyp“ überregional bekannt. (Osten)

Lin­ge­ner Bier­kul­tur

Lingen feiert die Bierkultur! Auf dem Fest präsentieren Brauereien und Bierhäuser aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden ihre Hausmarken. Die zum Bier passenden Speisen kommen von Markus Quadt aus der „Alten Posthalterei“. Der Biersommelier und Initiator des Festes bietet in seinem Fachwerk-Restaurant Bierproben, Biermenüs und über hundert Biersorten aus der ganzen Welt. (Westen)

Gos­lar macht das Har­zer Ur­bier

Goslar hat, wie nur wenige Städte in Deutschland, eine eigene Biersorte: Die malzig-milde Gose ist auch als Harzer Urbier bekannt. Die Weizenbierspezialität mit Koriander und Salz war im Mittelalter ein Exportschlager und auch in Hamburg sehr beliebt. (Süden)

Aus Bier wird Brot

Die Osnabrücker Hausbrauerei Rampendahl serviert Brot aus Bier. Fast. Mit ausgekochtem Malzschrot, das nach dem Brauen übrigbleibt und Treber heißt, wird ein kräftiges Brot gebacken. Das kommt im Rampendahl auf den rustikalen Holztisch unterm Deckengebälk. Kombiniert mit naturtrübem Pils, süffigem Dunklen oder Weizenbier aus der Hausbrauerei. (Westen)

Zeichnung Brot, © Fotolia / mamamaria

En­de der Mas­sen­bier­hal­tung

Die kleine Schnuckenbräu-Brauerei im Hotel Forellenhof in Walsrode braut ein regionales Bier für einen regionalen Markt. Den naturbelassenen, bekömmlichen Gerstensaft widmet Braumeister Bernd Meyer ausdrücklich der Heidelandschaft. Von der Schnuckenstube aus kann man dem Braumeister, dessen Anlage komplett in einen Raum passt, bei der Arbeit zuschauen. (Osten)

Bierflaschen Wittingen

Bier­fla­schen Wit­tin­gen

Wie­der da! Art­län­der Brau­tra­di­ti­on

Nach einer Durststrecke der Brautradition im westlichen Niedersachsen blüht sie im Artland wieder auf. Heute braut man auf dem Fachwerkhof Renze mit weichem Artländer Brauwasser das helle „Artländer Pilsner“ und das bernsteinfarbene „Artländer NOX“. Der historische Hof ist auch Station auf der „Giebeltour“, eine Radroute, die Artländer Höfe mit europaweit einzigartigen Giebeln verbindet. (Westen)

Bock­bier­fest beim Pri­vat­brau­er mit Ge­schich­te

Die Wittinger Brauerei ist eine der ältesten der Welt und bis heute in Privatbesitz. Belegt ist ihre Brautradition seit 1429 durch ein Dokument des Klosters Isenhagen, in dem steht, dass in jenem Jahr der damalige Propst ein Fass Bier nicht bezahlte. Heute strömen jedes Jahr Tausende in Dirndl und Lederhosen zum Bockbierfest in die kleine Bierbrauerstadt. Wer will da noch nach München? (Osten)

Meis­ter­bräu mit Bio-Qua­li­tät

Die seit 1998 als Bioland-Verarbeiter zertifizierte Hausbrauerei im Hotel „Waldkater“ in Rinteln bringt neben ihrem gehaltvollen Meisterbräu saisonale Spezialitäten wie Kupferbier oder Oktoberfest-Bier auf den Tisch. Dabei setzt sie auf überlieferte Rezepte, schonende Prozesse, Gerste, Hopfen und Malz aus ökologischem Anbau und eigenes Brunnenwasser. (Süden)

Gold des We­ser­berg­lan­des

Die Braukunst der Allersheimer Brauerei ist über 160 Jahre alt. Wie viele andere regionale Brauereien verzichtet sie auf verkürzte Gärung und Kurzzeiterhitzung. Der Lohn sind vollmundige Biere, klassisch oder mit überraschenden Aromen von Banane, Eisbonbon, Feige, Waldhonig oder schwarzer Schokolade. Das hefetrübe Allersheimer 1854 wird noch heute nach der Rezeptur von Gründer Otto Baumgarten gebraut. (Süden)

Meisterbräu Krug und Glas

Meis­ter­bräu Krug und Glas

Gaststätte mit Kamin, © Ringhotel Der Waldkater

Gast­stät­te mit Ka­min

Hausbrauerei im Hotel „Waldkater“, © Ringhotel Der Waldkater

Haus­braue­rei im Ho­tel „Wald­ka­ter“

Meisterlich gebaut

Besucherführung Erdbebenwarte, © Wolfgang Beisert

Be­su­ch­er­füh­rung Erd­be­ben­war­te

Es rumst im Göt­tin­ger Wald

Jeden Monat erzeugt eine tonnenschwere Stahlkugel ein künstliches Erdbeben nahe Göttingen; Höhepunkt bei Führungen durch die erste und älteste Erdbebenwarte der Welt. 1902 von Emil Wiechert gebaut, ist die Warte voll funktionstüchtig samt historischen Seismographen, die als einzige seit über hundert Jahren Daten aufzeichnen. Wiecherts Schüler Ludger Mintrop entwickelte aus den künstlichen Erdbeben die Sprengseismik, mit der er Bodenschätze wie Erdöl fand. (Süden)

Win­di­ge Aus­sich­ten

Zum Glück klettert man in der Windkraftanlage in Westerholt nicht wie üblich auf Leitern nach oben, sondern steigt eine Wendeltreppe hinauf. Die 297 Stufen gehen in die Beine, aber die Mühe lohnt sich. Von der Aussichtsplattform im Flughafentower-Stil eröffnet sich ein grandioser Blick über Ostfriesland. Die Plattform stammt von Sir Norman Foster, der auch die Kuppel über dem Bundestag entworfen hat. (Norden)

Libeskindgebäude der Leuphana Universität, © Rheinzink

Li­bes­kind­ge­bäu­de der Leu­pha­na Uni­ver­si­tät

Kühn & schräg – Uni-Ge­bäu­de von Star­ar­chi­tekt Li­bes­kind

Wie ein Raumschiff wirkt das Zentralgebäude der Leuphana-Universität in Lüneburg – neues Wahrzeichen für Kultur, Bildung und eine offene Gesellschaft. Das 37 Meter hohe Gebäude mit sieben Geschossen bietet zudem Ausstellungsflächen und dient als Stadt- und Kongresshalle. Auf kostenlosen Rundgängen werden das Energiekonzept und architektonische Höhepunkte vorgestellt. (Osten)

Letz­te Kar­tof­fel-dämpf­an­la­ge Deutsch­lands

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts garte man Kartoffeln in ortsfesten Dämpfanlagen, um stärkereiches Futter für die Schweinemast zu gewinnen. Dann verdrängte industriell produziertes Kraftfutter Garkartoffeln und Anlagen. Die Stöckser Dämpfanlage blieb als einzige erhalten und ist heute Denkmal landwirtschaftlicher Industriekultur. (Süden)

Mädchen im Erdöl-Erdgas-Museum, © Emsland Tourismus GmbH / Foto Franz

Mäd­chen im Erd­öl-Erd­gas-Mu­se­um

„Dal­las“ im Ems­land

Ölförderung und Naturpark? Das geht: Die Gemeinde Twist liegt gleichzeitig mitten in den flächenmäßig größten Erdölfeldern Deutschlands und im Naturpark Moor-Veenland. Das behindertengerechte Erdöl-Erdgas-Museum in Twist informiert über Öl und Ölförderung, erklärt, was Weinöl ist, wie Pipelines funktionieren und welche Produkte das schwarze Gold enthalten. Auf dem Freigelände werden Anlagenteile aus dem Förderbetrieb gezeigt. (Westen)