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Geführte Touren im Jahr der Heidschnucken

Drei Wanderer in einer Herde Heidschnucken in der Lüneburger Heide
© Lüneburger Heide GmbH

Von Lämmern und Schafschur im Jahr der Heidschnucken

Im Rahmen des Internationalen Jahrs der Hirten und Weidelandschaften, ausgerufen von den Vereinten Nationen für 2026, richtet die Lüneburger Heide den Blick auf ihr Wappentier und feiert das Jahr der Heidschnucken. Bei vielen Veranstaltungen kommen Gäste und Besucher den Graugehörnten näher. Zum Saisonstart der geführten Touren 2026 sind das Lämmergucken und die Eintriebe erste Höhepunkte im Themenjahr.  

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Hirten und Weidelandschaften erklärt. Das Themenjahr lenkt den Blick auf die Bedeutung extensiver Weidelandschaften und auf die Menschen, die sie bewirtschaften. Mehr als die Hälfte der Landoberfläche der Erde besteht aus Weidegebieten – und auch die Lüneburger Heide wäre ohne Beweidung nicht denkbar. 

Ergänzend zum UN-Themenjahr hat die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. die Graue Gehörnte Heidschnucke zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026“ ernannt. In der Lüneburger Heide sorgen sie dafür, dass die Heideflächen offenbleiben, seltene Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum finden und so jene besondere Landschaft entstehen kann, die jedes Jahr über 35 Millionen Übernachtungsgäste und neun Millionen Tagesbesucher als einzigartig und entschleunigend erleben. Warum die Graugehörten als tierische Landschaftspfleger so wichtig für die Lüneburger Heide sind, können Gäste und Besucher bei zahlreichen Führungen und Veranstaltungen im diesjährigen Jahr der Heidschnucken erleben.

Zum Saisonstart der geführten Touren sorgt der schwarze, flauschige Schnuckennachwuchs für große Augen bei Heidefreunden und Tierliebhabern. Zu Ostern am 2., 4. und 6. April 2026 öffnet der Heidschnuckenhof Niederohe in der Südheide von 15 bis 16.30 Uhr seine Tore und lädt zum Lämmergucken ein. Schäfer Carl-Wilhelm Kuhlmann ist Vorsitzender des Verbandes Lüneburger Heidschnuckenzüchter e.V. und kennt sich mit der Heidschnuckenhaltung umfassend aus. Der Eintritt kostet 4 Euro pro Person; Treffpunkt ist direkt auf dem Heidschnuckenhof Niederohe, Niederohe 5,in Faßberg. Weitere Informationen gibt es unter www.lueneburger-heide.de/service/veranstaltungen/0101211193

In der Nordheide lädt am 5. April, Ostersonntag, die Höpen-Schäferei in Schneverdingen um Schäfer Steffen Schmidt zum traditionellen Osterquiz Lämmerzählen ein. Los geht es ab 14.30 Uhr am nahegelegenen Schafstall. Mitmachen lohnt sich: Unter allen richtigen Tipps werden heidetypische Sachpreise verlost. Dazu gibt es Schnucken-Spezialitäten, Getränke sowie Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.lueneburger-heide.de/natur/sehenswuerdigkeiten/331.  

Zwischen April und Oktober sorgen heideweit die Schnuckenaus- und Eintriebe für bleibende Erinnerungen. Am Höpen in Schneverdingen, am Schäferhof in Neuenkirchen oder am Schafstall in der Misselhorner Heide bei Hermannsburg kann das rege Treiben morgens sowie am späten Nachmittag besucht werden. Zum kostenlosen „Rendezvous mit Heidschnucken“ lädt der Heidschnuckenhof Niederohe zwischen 6. Mai und 28. Oktober immer mittwochs sowie an den Samstagen im August ein. Carl-Wilhelm Kuhlmann betreibt die Heidschnuckenhaltung nach alter Tradition. Wie seit Jahrhunderten werden die Heidschnucken tagaus, tagein gehütet. Nach dem Eintrieb der Herde berichtet der Schäfer bei einem einstündigen Freiluftseminar unter den alten Hofeichen über die Heidschnuckenhaltung und -zucht zur Zeit der Heidebauernwirtschaft wie heute. 

Weitere Highlights unter den geführten Touren sind die vielfältigen Angebote der zertifizierten Natur- und Landschaftsführer. Dazu gehören beispielhaft im Mai die geführte Wanderung von der Schmalen Aue über die Hörpeler und die Döhler Heide bis zum Döhler Heidschnuckenstall, im Juni die Heide-Erlebnis-Tage zum Thema Schafschur und Wolle mit Führung über den Schulbauernhof Wilsede und im September die Wanderung ins Reich der Heidschnucken auf dem Heidschnuckenweg mit Treffen einer Heidschnuckenherde und Besuch der Sonderausstellung zum Jahr der Heidschnucken auf dem historischen Schafstall Emhof bei Bispingen. 

Aber auch thematische Gästeangebote finden im Jahr der Heidschnucken in der gesamten Region statt. Im Wildpark Lüneburger Heide können Besucher im Juni eine Live-Schafschur miterleben. Im Juli wird im Heidedorf Müden an der Örtze der schönste Heidschnucken-Bock zum Mr. Müden gekürt und im September lädt der Verein Naturschutzpark e.V. zum großen Hoffest auf dem Tütsberg ein. 

Alle Touren und Gästeangebote können über den Veranstaltungskalender der Lüneburger Heide GmbH sowie bei den örtlichen Tourist Informationen erfragt und gebucht werden. Einen guten Überblick über Veranstaltungen und Führungen bietet die Heide-Website unter dem Link www.lueneburger-heide.de/natur/artikel/031061/2026-das-jahr-der-heidschnucken.html.  

Die Lüneburger Heide GmbH begleitet das Themenjahr mit der neuen Folge „Ohne Schnucken, keine Heide“ ihres Podcasts HEIDE Geflüster, die unter anderem auf der Heide-Website www.lueneburger-heide.de/service/artikel/031183 zu finden ist. Auch eine Themenseite sowie unterjährige Social-Media-Kampagnen berichten über die Heidschnucken in der Lüneburger Heide.