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MASHUP! - Malerei und Objekte von Aaron Rahe und Adrian Mudder

© Günzel & Rademacher

Zwei junge Positionen zeitgenössischer deutscher Kunst entführen das Publikum in eine Welt voller Absurdität, Ironie und Spaß. Während die Malerei von Adrian Mudder durch eine narrative Bildsprache gekennzeichnet ist, die nahezu märchenhaft-entrückt anmutet, nimmt Aaron Rahe unserer Alltagskultur auf die Schippe. Beide stammen gebürtig aus dem Nordwesten, teilen das Geburtsjahr 1986 und den Meisterschülerabschluss im Jahr 2015. Erstmals stellen die Künstler gemeinsam aus.

Der titelgebende Begriff der Ausstellung stammt aus der Popmusik der 1980er Jahre. „Mashup” bezeichnet das Sampling von Tonaufnahmen verschiedener Interpreten, bei dem sich Stile, Rhythmen und Tonlagen zu einem neuen Song verbinden.

Adrian Mudder kreiert bunte Welten, die er mit kuriosen Wesen bevölkert. In seinem Universum tummeln sich Enten, die Garnelen grillen, Zigaretten rauchende Schnecken und lebendige Espressokocher, die der Künstler auch in Keramik umsetzt. Die naive Ausführung unterwandert dabei jede ernsthafte Betrachtung. Dass das Publikum bei diesen Figuren lachen darf, ja muss, versteht sich von selbst. Das Rohmaterial für seine Bildgeschichten entnimmt Mudder alltäglichen Beobachtungen, die er unterwegs im Notizbuch oder digital auf dem Smartphone festhält.

Adrian Mudder absolvierte sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, das er als Meisterschüler von Professor Olaf Christopher Jensen erfolgreich abschloss. Der in Delmenhorst geborene Künstler lebt heute in Leipzig.
Extrem, grell und laut sind die vorherrschenden Adjektive für das Werk von Aaron Rahe. Er hat ein Faible für Emojis, Memes und Parabeln. Sein Malstil fällt in die Kategorie „Bad Painting”. In großformatigen Bildern persiflieren scheinbar blinde Kreaturen bekannte Durchhalteparolen oder lachen uns Horden von Smilies entgegen.

Aaron Raahe stammt aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück. Er studierte Kunst, Medien und Philosophie an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität. Der Abschluss erfolgte an der Berliner Universität der Künste als Meisterschüler von Valérie Favre. Heute lebt Aaron Rahe in Osnabrück.

Die beiden Künstler verbindet allerdings noch mehr als ihr Jahrgang und die nahezu parallel verlaufene Ausbildungshistorie. Mit einem tiefen Bewusstsein für die kanonische Bildtradition arbeiten sie beide auf ihre Weise spielerisch, experimentell und mit spürbarer Lust daran, Malerei weiterzudenken. Beide eint die Intention, ihre Motive gattungsübergreifend in Objekte und Installationen zu überführen.
Beide können bereits auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie auf Residenzen und Auszeichnungen zurückblicken.

Wer die Künstler kennenlernen möchte, hat dazu am 28. Juni und am 23. August Gelegenheit. Dann führen Aaron Rahe und Adrian Mudder selbst durch die Ausstellung.