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Die Torfkahnarmada 2026 nimmt Kurs auf Bremen

Torfkahnarmada
© CC-BY Maren Arndt

Um 8.00 Uhr legt die Flotte im Hammehafen Neu Helgoland ab und folgt den alten Wasserwegen, auf denen einst der Torf als wichtigstes Heizmaterial in die Stadt transportiert wurde. Die Fahrt ist eine Hommage an die harte Arbeit der Moorbauern, deren Existenz vom erfolgreichen Verkauf ihrer Fracht und den Launen der Witterung abhing.

Historische Flotte auf Hamme und Wümme 

Es ist ein Bild wie aus einer anderen Zeit: Wenn am Samstag, den 25. April 2026, dutzende braune Segel im Morgendunst gehisst werden, erwacht die Geschichte des Kulturlands Teufelsmoor zu neuem Leben. Die historische Torfkahnarmada begibt sich auf ihre traditionelle Reise von Worpswede nach Bremen. Dieses seltene Ereignis, das nur alle drei Jahre stattfindet, erinnert eindrucksvoll an die einstmals lebenswichtige Verbindung zwischen den Moorbauern und der Hansestadt.

Auf den Spuren von „Jan von Moor“
Um 8.00 Uhr legt die Flotte im Hammehafen Neu Helgoland ab und folgt den alten Wasserwegen, auf denen einst der Torf als wichtigstes Heizmaterial in die Stadt transportiert wurde. Die Fahrt ist eine Hommage an die harte Arbeit der Moorbauern, deren Existenz vom erfolgreichen Verkauf ihrer Fracht und den Launen der Witterung abhing. 

Früher konnte eine Fahrt nach Bremen bis zu drei Tage dauern, wenn der Wind ungünstig stand, musste der Skipper mühsam seine Fracht durch die Kanäle staken oder treideln. Heutzutage sind die detailgetreuen Nachbauten zwar motorisiert, doch die braunen Segel werden immer noch gerne gehisst. 

Während eine Mitfahrt auf der Armada selbst nicht möglich ist, sind Zuschauer herzlich eingeladen, das Schauspiel vom Ufer aus zu verfolgen. Die langsam vorbeiziehenden braunen Segel vor der Kulisse der Flusslandschaft bieten einzigartige Fotomotive.

Höhepunkt: Einlaufen in den Torfhafen mit Hafenfest
Das Ziel der Armada ist der historische Torfhafen in Bremen-Findorff.  Zwischen 1826 und weit ins 20. Jahrhundert hinein war der Torfhafen ein logistisches Zentrum – damals legten Zehntausende Kähne jährlich an, beladen mit der braunen Fracht. Die Torfkähne und Geschäfte rund um den Hafen gehörten zur Lebensader Findorffs und prägten das Stadtbild nachhaltig. Bereits ab 15 Uhr verwandelt sich der Torfhafen zu einem lebendigen Treffpunkt mit maritimem Flair und Kulinarik. Genuss direkt am Wasser für die ganze Familie.

Die Ankunft der Kähne wird gegen 17.00 Uhr erwartet und bildet den Höhepunkt eines großen Festes. 

Die Rückreise der Flotte erfolgt am Sonntag und erinnert daran, dass die Kähne einst nicht nur Torf lieferten, sondern auch als einziger Zugang der Moorbewohner zu Waren aus der „großen weiten Welt“ wie Salz, Werkzeug oder Zeitungen dienten. 

„Die Torfkahnarmada ist für uns weit mehr als ein historisches Schauspiel. Sie steht für die enge Verbindung zwischen dem Kulturland Teufelsmoor und der Stadt Bremen. Gemeinsam mit den Findorffer Geschäftsleuten e.V. schlagen wir bewusst eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart und machen diese Tradition für heutige Generationen erlebbar“, sagt Isabel Neumann, Organisatorin der Torfkahnarmada von der Touristikagentur Teufelsmoor‑Worpswede‑Unterweser e.V.

Den detaillierten Fahrplan der Torfkahnarmada mit den Durchfahrtszeiten finden Interessierte auf www.kulturland-teufelsmoor.de 

Informationen zum Torfhafenfest 2026 gibt es auf www.findorff.de.