Mit Blick auf Elbe und Horizont hat der Tourismusverband Landkreis Stade/Elbe e. V. am 8. Januar 2026 symbolträchtig sein neues Tourismuskonzept für die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom vorgestellt. Auf der Lühe-Schulau-Fähre präsentierten Landrat Kai Seefried und Ines Utecht, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Landkreis Stade/Elbe e.V., bei einer Fahrt auf der Elbe die zentralen Inhalte der strategischen Neuausrichtung – unter dem
richtungsweisenden Motto: „Auf zu neuen Ufern“.
Bei der Veranstaltung an Bord waren zahlreiche Mitglieder und Partner des Tourismusverbandes anwesend. Gemeinsam wurde ein Konzept gewürdigt, das alle
touristischen Aushängeschilder der Region einbezieht und dabei sowohl Bewährtes stärkt als auch neue Impulse setzt.
„Unser Ziel ist es, die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom fit für die Zukunft zu machen – mit klarer Ausrichtung, gemeinsamer Kraft und einem unverwechselbaren Profil“, so Landrat Kai Seefried, der Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes ist. Das Konzept, erarbeitet durch die BTE Tourismus- und Regionalberatung, wurde in einem mehrstufigen Prozess gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren erstellt. Es formuliert Vision,
Ziele und konkrete Maßnahmen für eine zukunftsfähige Tourismusentwicklung.
Tourismus als starker Wirtschaftsfaktor
Der Tourismus im Landkreis Stade steht bereits auf einem soliden Fundament und ist heute noch stärker aufgestellt als vor der Pandemie. Das zeigte eine Studie des dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr) aus dem vergangenen Jahr:
Tages- und Übernachtungsgäste generierten gemeinsam rund 310 Millionen Euro Bruttoumsatz. Davon stammen 211,5 Mio. Euro von Tagesgästen und 99,1 Mio. Euro aus dem Übernachtungstourismus. Mehr als 1 Mio. Übernachtungsgäste und 8 Mio. Tagesgäste waren allein im Jahr 2024 in der Urlaubsregion zu verzeichnen. „Die Zahlen dokumentieren deutlich das touristische Potential, das wir im Landkreis Stade haben, und sie untermauern zugleich die strategische Zielrichtung des Tourismuskonzeptes“, unterstreicht Ines Utecht.
Alle Stärken sichtbar machen, neue Potenziale heben
Das Konzept rückt die Stärken der Region in den Mittelpunkt: das Alte Land als größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet Nordeuropas, die historischen Hansestädte Stade und Buxtehude, das Kultur- und Landleben sowie Natur- und Aktivangebote entlang von Elbe, Marsch, Moor und Geest. Dabei werden auch bisher weniger im Fokus stehende Erlebnisräume wie Kehdingen oder die Stader Geest gezielt berücksichtigt.
„Mit diesem Konzept haben wir eine fundierte Grundlage geschaffen, um unser touristisches Profil weiter zu schärfen und neue Gästegruppen gezielt anzusprechen – von jungen Aktivurlaubern bis hin zu Kulturinteressierten“, erklärt Ines Utecht. Besonders wichtig sei der kooperative Ansatz unter der Dachmarke „Altes Land am Elbstrom“, der den Schulterschluss zwischen allen touristischen Partnern in der Region festigt.
Handlungsfelder mit klaren Maßnahmen
Das Konzept beinhaltet einen umfassenden Maßnahmenkatalog in vier Handlungsfeldern: Organisation und Kooperation, Kommunikation und Gästeservice, Infrastruktur sowie Produkte und Angebote. Dabei stehen Themen wie die Weiterentwicklung leistungsfähiger Organisationstrukturen, die Stärkung der Dachmarke sowie der digitalen Sichtbarkeit der Angebote im Vordergrund. Außerdem werden die Entwicklung von maritimen Erlebnissen, Angebote zur Saisonverlängerung oder Themen wie nachhaltige Mobilität, Digitalisierung und Qualitätssteigerung im Radwegenetz in den Mittelpunkt rücken. Insgesamt wurden 17 Maßnahmenbündel definiert.
Nächste Schritte: Umsetzung mit Augenmaß und Beteiligung
Im Anschluss an die Präsentation wurde in einer Gesprächsrunde mit Landrat Seefried und Ines Utecht der Ausblick auf die kommenden Jahre diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass bereits jetzt in Richtung des Tourismuskonzepts gearbeitet wird und in mehreren Handlungsfeldern Erfolge zu verzeichnen sind. Dazu gehören beispielsweise Projekte aus der Förderkulisse der „Zukunftsregion Moorregion“, „Qualitätsoffensive Radtourismus“ mit der Einführung des Knotenpunktsystems und klimaresilienter Radrouten, der Relaunch der Website und weiterer Bereiche.
Die Umsetzung des Tourismuskonzepts wird jetzt schrittweise vollzogen. Erste prioritäre Maßnahmen starten noch im Jahr 2026. Der Tourismusverband übernimmt dabei die Rolle des Koordinators sowie Impulsgebers und unterstützt bei der Kommunikation. „Ich möchte alle Akteure ermuntern, mutig und nach vorne gerichtet zu agieren und gemeinsam mit uns an der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zu arbeiten“, betont Ines Utecht. Auch Landrat Kai Seefried rief dazu auf, künftig Synergien noch stärker zu nutzen: „Wir haben jetzt die Chance, die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren zu beflügeln. Tourismus funktioniert nur, wenn wir ihn gemeinsam angehen.“
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“Auf zu neuen Ufern“: Tourismusverband stellt neues Tourismuskonzept an Bord der Lühe-Schulau-Fähre vor
