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75 Jahre Bundesgartenschau im Stadtpark Hannover

© Stefan Knaak

Vor 75 Jahren wurde Hannover mit der ersten Bundesgartenschau Deutschlands zum Symbol für Aufbruch und Gartenkultur. Zum Jubiläum lädt der Stadtpark 2026 mit einem vielfältigen Programm dazu ein, Geschichte neu zu entdecken. Neben der Sonderausstellung wird begleitend die HCC Terrasse im Stadtpark eröffnet.

Am 28. April 1951 stand Hannover im Mittelpunkt eines besonderen Ereignisses: Bundespräsident Theodor Heuss eröffnete gemeinsam mit seiner Frau Elly Heuss-Knapp die erste Bundesgartenschau der jungen Bundesrepublik.

Nur sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Stadt noch stark zerstört. Der Wiederaufbau prägte den Alltag, doch zugleich wuchs der Wunsch nach neuen Perspektiven, nach Schönheit, Natur und Lebensfreude. Die Bundesgartenschau setzte genau hier an – als Zeichen des Aufbruchs und der Hoffnung.

Von der Idee zur Gartenschau
Die Idee für eine Gartenschau entstand bereits 1947. Ziel war es, dem Gartenbau eine neue Plattform zu geben und zugleich einen Ort der Erholung für die Bevölkerung zu schaffen. Mit der Gründung eines Fördervereins im Jahr 1950 nahm das Projekt konkrete Formen an.

Da ein zuvor ausgelobter Wettbewerb keine überzeugende Lösung hervorbrachte, übernahm das städtische Gartenamt unter der Leitung von Gartenbaudirektor Hans-Herbert Westphal die Planung. Unterstützt wurde es von einem künstlerischen Beirat sowie zahlreichen Garten- und Landschaftsarchitekt*innen.

Die Nähe zu den Ausstellungshallen und die gute Verkehrsanbindung machten den Standort besonders attraktiv. Gleichzeitig wurde der bestehende Stadthallengarten bewusst in die Planungen einbezogen und weiterentwickelt.

Ein Park als Gesamtkunstwerk
Auf rund 21 Hektar entstand eine vielfältige Gartenlandschaft mit großen Wiesenflächen, Mustergärten und thematischen Bereichen. Im temporären Ausstellungsteil präsentierten Baumschulen, Zierpflanzenbetriebe und Gartenbaubetriebe ihre Arbeit und neue Pflanzensortimente.

Zu den besonderen Anlagen gehörten unter anderem:

  • der Rosengarten mit Pavillon und Pergola
  • die Teichanlagen mit dem heutigen Rosencafé
  • eine weitläufige Staudenanlage
  • Themengärten wie ein Bienengarten, ein Bauerngarten oder ein Heil- und Gewürzgarten
  • internationale Beiträge, etwa ein Schweizer und ein schwedischer Garten
  • temporäre Ausstellungshallen und Parkarchitekturen

Viele dieser Elemente sind bis heute erhalten und prägen den Stadtpark in seiner Struktur und Atmosphäre.

Nachhaltige Planung mit Weitblick
Die Qualität der damaligen Planung zeigt sich noch heute: Der Wassergarten mit seinen inzwischen mächtigen Sumpfzypressen, die sorgfältig komponierten Staudenpflanzungen und die großen Baumkulissen mit Eichen, Platanen oder Tulpenbäumen sind Ausdruck einer vorausschauenden Gestaltung.

Die Bundesgartenschau machte Hannover weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und wurde zum Vorbild für zahlreiche weitere Gartenschauen in Deutschland. Sie zeigte früh, welche Rolle Grünflächen für die Lebensqualität und die Entwicklung von Städten spielen können.

Ein Gartendenkmal bis heute
Heute gilt der Stadtpark mit seinem rund sechs Hektar großen historischen Kernbereich als bedeutendes Gartendenkmal und als wichtiger Teil der hannoverschen Gartenkultur.

Die Entwürfe von Planern wie Wilhelm Hübotter und Karl Plomin verleihen dem Park bis heute Struktur und Charakter.

Das Programm zum Jubiläum 
Das Jubiläumsprogramm zum 75-jährigen Bestehen der ersten Bundesgartenschau bietet von Mai bis Oktober zahlreiche Veranstaltungen im Stadtpark – von Führungen und Lesungen über Konzerte bis hin zu Kinoabenden im Freien. Eine vierwöchige Ausstellung zur Geschichte der Buga und der Tag des offenen Denkmals runden das Jubiläum ab: 

Mai

  • 1. Mai: Eröffnung des Rosencafés
  • 9. / 10. Mai: Hannoversche Pflanzentage
  • 22. Mai: Freischaltung des neuen Actionbounds zur digitalen Parkerkundung
  • 29. Mai, 15:00 Uhr – Führung „Der Stadtpark: Gesamtkunstwerk der Nachkriegszeit“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)

Juni

  • 25. Juni, 16:00 Uhr – Führung „Der neue Rosengarten“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 26. Juni, 19:00 Uhr – Konzert „Vier Gärten – Vier Chöre“
    Hannoverscher Oratorienchor im Fontänengarten (freier Eintritt)

Juli

  • 2. Juli, 16:00 Uhr – Führung "Der neue Rosengarten" (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 5. Juli, 13:00 - 15:00 Uhr – Musiksession im Rosencafé, (siehe externe Rosencafé-Website)
  • 7. Juli, 18:30 Uhr – Lesung „Doch wo ist deiner Gärten Lust?“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 16. Juli, 16:00 Uhr – Führung „Baumschönheiten – Raritäten im Klimawandel“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 19. Juli, 13:00-15:00 Uhr – Musiksession im Rosencafé, (siehe externe Rosencafé-Website)
  • 25. Juli, 15:00 Uhr – Führung „Der Stadtpark: Gesamtkunstwerk der Nachkriegszeit“ (Anmeldung erforderlich, siehe "Grünes Hannover")

August

  • 2. August, 13:00 - 15:00 Uhr – Musiksession im Rosencafé, (siehe externe Rosencafé-Website)
  • 8. August, 14:00 - 16:30 Uhr – Gartenforscher*innen-Training im Stadtpark (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 14. August, 11:30 Uhr – Ausstellungseröffnung „75 Jahre Bundesgartenschau“ im Foyer des HCC
  • 20. August, 20:30 Uhr – Kino im Park – Filmperlen der 1950er Jahre: "Natürlich die Autofahrer" (freier Eintritt)
  • 21. August, 17:30 Uhr – Vortrag „Vorwärts nach Weit – Die erste Bundesgartenschau der Republik“
    (Rosencafé, Anmeldung erforderlich per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de)
  • 22. August, 16:00 Uhr – Lesung „Doch wo ist deiner Gärten Lust?“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)
  • 23. August, 14:00-18:00 Uhr – Japanisches Sommerfest (Wiesen am Rosencafé), weitere Infos auf der (externen) Website Hannover-Hiroshima.de.
  • 27. August, 18:00 Uhr – Musik im Park (Seniorenbüro)
  • 27. August, 20:30 Uhr – Kino im Park – Filmperlen der 1950er Jahre (freier Eintritt): “Mein Onkel – Jacques Tati
  • 28. August, 17:30 Uhr – Vortrag „Vom Stadthallengarten zum Stadtpark“ (Rosencafé, Anmeldung erforderlich per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de)
  • 30. August, 13:00 - 15:00 Uhr – Musiksession im Rosencafé, (siehe externe Rosencafé-Website)

September

  • 3. September, 20:00 Uhr – Kino im Park – Filmperlen der 1950er Jahre (freier Eintritt): “Ladykillers
  • 4. September, 17:00 Uhr – Vortrag zur Geschichte der Bundesgartenschauen mit Vorstellung einer neuen Publikation, Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (Anmeldung erforderlich per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de)
  • 9. September, 17:30 Uhr – Vortrag „Zum frühen Wiederaufbau in Hannover“ (Rosencafé, Anmeldung erforderlich per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de)
  • 10. September, 20:00 Uhr – Kino im Park – Filmperlen der 1950er Jahre (freier Eintritt): “Wie angelt man sich einen Millionär?
  • 11. September, 17:00 Uhr – Vortrag "75 Jahre Rosencafé – ein Pavillon im Wandel" (Anmeldung erforderlich per E-Mail an umweltkommunikation@hannover-stadt.de)
  • 13. September, 11:00 und 13:00 Uhr – Tag des offenen Denkmals (Führungen), keine Anmeldung erforderlich

Oktober

  • 16. Oktober, 15:00 Uhr – Führung „Der Stadtpark: Gesamtkunstwerk der Nachkriegszeit“ (Anmeldung erforderlich, siehe „Grünes Hannover“)

Neben der Sonderausstellung wird begleitend die HCC Terrasse im Stadtpark eröffnet. Diese dient als neuer Open-Air-Location für für Konzerte, Firmenevents und private Anlässe – mit Blick in den Stadtpark und nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt. Die Terrasse wird zum Treffpunkt für Hannover: für Bürgerinnen und Bürger, für Gäste der Stadt, für gemeinsame Sommerabende unter freiem Himmel – lebendig, offen und mitten im Grünen.

Die Fläche ist modular erweiterbar und bietet Platz für bis zu 1.000 Gäste. Die Saison läuft bis zum 13. September und endet am Tag des Denkmals. Den Auftakt macht „Forever Young Open-Air“, das musikalische Highlight folgt am 3. Juli mit dem international bekannten DJ Paul van Dyk. Ergänzend wird das Rosencafé am Stadtpark durch den gastronomischen Partner David Mastbaum mit Sonderöffnungszeiten bespielt.