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© Christian Eckhoff
19.05. - 22.05.2022

Frühlingsausstellung "In Stein gefunden"


Die 1961 in Hamburg geborene und heute in Bremen lebende Bildhauerin beschäftigt sich seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn an mit dem Thema „Erde“ und „Stein“. 1989 lernte sie Steinbildhauerei bei Yaeko Osono, danach folgte ein Studium an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover.

Dennoch ist Silke Pradler keine klassische Steinbildhauerin geworden, die mit Hammer und Meißel Figuren aus dem harten Steinblock schlägt. „Erde“ und „Stein“ beschäftigen sie nicht nur als Material, sondern im weitesten Sinne als Thema, wobei sie unter anderem Gesteinsstrukturen und geologische Formen reizten. „Das Interesse an der Entwicklung der Erde und dem Entstehen und Vergehen des Lebens auf ihr begleitet mich seit meiner Kindheit“, sagt die Künstlerin.

Während ihres Studiums hat Pradler beobachtet, dass beim bildhauerischen Formen von Materialien oft reizvolle Zwischenergebnisse entstanden, die Anklänge von Landschaftsformen hatten. Die darauffolgende Auseinandersetzung mit topografischen Formen und Strukturen führte zu ihrer Werkreihe „Modellobjekte“. Dazu sagt Pradler: „Ausgehend vom Genre der Landschaftsmalerei, die einen Landschaftsausschnitt als Anlass zur Bildgestaltung wählt, entwickelte ich mit den Modellobjekten eine Form kleinformatiger Landschaftsbildhauerei.“

Beim künstlerischen Suchen und Experimentieren hat sie das Material Gips für sich entdeckt. Gips an sich ist ohne Formvorgabe, es lässt sich gießen und modellieren und kann in fester Form auch skulptural bearbeitet werden, nur viel leichter als Stein. Das Material, welches traditionell zum Anfertigen von Modellen verwendet wird, war hervorragend geeignet für diese „Modellobjekte“.

Mehrere dieser kleinen Landschafts-Modellobjekte sind in der Ausstellung zu sehen.

Zentral, in der Mitte der Ausstellung, steht eine Auswahl von „Erdschnitten“, fünf mannshohe Säulen, deren Farbnuancen nur aus einer Mischung unterschiedlicher Gipssorten besteht (siehe Bild). Inspirationsquelle hierzu waren Steinbrüche mit ihren verschiedenen Erd- und Gesteinsschichten, inklusive Spalten, Rissen und Brüchen. Dabei sind diese Säulen nicht nur schön anzuschauen, reizvolle Ein- und Durchblicke fordern den Betrachter zudem zu einer räumlichen Vorstellung und Betrachtung von allen Seiten auf.

Eine dritte Werkreihe ist mit „Ergänzfindlingen“ überschrieben. Hierzu sagt die Künstlerin: „Bei meinen Wanderungen im norddeutschen Raum wurde mein Interesse für Findlinge geweckt. Dabei reizten mich besonders Steine, die durch die Eiszeiten geschliffen, aber auch wieder gebrochen waren. Diese bruchstückhaften Findlinge regten mich dazu an, Steine nicht zu behauen, sondern auf ihre Form mit einer Ergänzung zu reagieren.“ Auch diese Ergänzungen entstanden wiederum aus hellem Gips, in Kontrast zum dunklen harten Stein. In der Ausstellung sind vielfältige Variationen der „Ergänzfindlinge“ zu sehen. Auch solche, bei denen Pflastersteine oder Steine aus dem Bauschutt verwendet wurden. So entstanden weitere Variationen mit Anklängen an Behausungen, Höhlen oder Häusern, in den letzten Jahren auch als kleine Wandobjekte.

Zusätzlich zu den Skulpturen werden einige Radierungen gezeigt, diese haben das Thema „Fossilien“ zum Inhalt. „Dieses Thema drängt sich einem förmlich auf, wenn man sich für „Stein“ und „Druck“ interessiert. Fossilien sind nicht nur Versteinerungen, viele Fossilien bestehen aus Abdrucken früher Lebewesen, deren Körper oder Fußspuren“ sagt Silke Pradler.

Die Frühlingsausstellung „In Stein gefunden“ von Silke Pradler wird am Sonntag, den 6. März draußen auf dem Vorplatz des Königin-Christinen-Hauses eröffnet. Ab 14.30 Uhr ist das Haus geöffnet, pünktlich um 15 Uhr spricht die Künstlerkollegin Beate Kortkamp aus Bremen die einführenden Worte. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung vom „Duo Taksim“ mit Mariska Nijhof (Akkordeon, Gesang) aus Achim und Ulrike Güler (Klarinette) aus Bremen.

Bei schlechtem Wetter wird in das nahe gelegene Rathausfoyer, Am Markt 4, ausgewichen.

Wir bitten die aktuellen Pandemiebestimmungen zu beachten. Siehe hierzu die aktuelle Tagespresse oder unsere Website www.koenigin-christinen-haus.de bzw. www.zeven.de.

Die Ausstellung ist vom 6. März bis zum 22. Mai 2022 in der Städtischen Galerie im Königin-Christinen-Haus, Lindenstraße 11 in Zeven zu sehen. Öffnungszeiten sind donnerstags, sonntags sowie an allen Feiertagen von 14.30 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Termine

WICHTIG: Bitte informieren Sie sich vor jeder Veranstaltung über die aktuellen Corona-Regelungen in Niedersachsen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus gibt das RKI hier sowie das Land Niedersachsen hier

  • 19. Mai 2022 von 14:30 bis 17:30 Uhr
  • 22. Mai 2022 von 14:30 bis 17:30 Uhr

Die Informationen und Termine werden regelmäßig aktualisiert. Trotzdem können wir für die Richtigkeit der Daten keine Gewähr übernehmen. Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrem Besuch über die Internetseite des Veranstalters oder telefonisch / per E-Mail den aktuellen Stand zu erfragen.

Veranstaltungsort

Königin-Christinen-Haus
Lindenstraße 11
27404 Zeven

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Kontaktdaten

Königin-Christinen-Haus

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