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Zwischen Utopie und Anpassung – Das Bauhaus in Oldenburg

Pressekonferenz: Donnerstag, 25. April 2019, 11 Uhr, Augusteum

Hermann Gautel, Robert Lenz, Hin Bredendieck und Lony Neumann, Nachlass Hermann Gautel, © Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Hermann Gautel, Robert Lenz, Hin Bredendieck und Lony Neumann, Nachlass Hermann Gautel © Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
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Zwischen 1923 und 1927 brachen vier junge Männer aus Oldenburg und Ostfriesland nach Weimar und Dessau auf, wo sie die freiheitlichen und innovativen Bauhaus-Ideen kennenlernten und vom Geist der Moderne erfasst wurden. Doch wie ging es für sie nach dem Besuch der richtungsweisenden Gestaltungsschule weiter? Welche Wege beschritten sie in den Zeiten des Umbruchs?

Vom 27. April bis zum 4. August 2019 widmet sich das Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte Oldenburg mit der Ausstellung „Zwischen Utopie und Anpassung – Das Bauhaus in Oldenburg“ dem Leben und Wirken der Bauhäusler Hans Martin Fricke, Hermann Gautel, Karl Schwoon und Hin Bredendieck. Anhand ihrer bewegten Lebensgeschichten rekonstruiert die Schau exemplarisch die Entwicklungen des Bauhaus-Impulses von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit.
Die Ausstellung erzählt von Ideen, Wirklichkeiten, Anpassung und Emigration. Zugleich wirft sie Schlaglichter auf das Zeitgeschehen des 20. Jahrhunderts, von der Weimarer Republik über die NSZeit und den Zweiten Weltkrieg bis zum kulturellen Wiederaufbau.

Dabei fasst die Ausstellung auch die Sammlungsgeschichte des Landesmuseums ins Auge: Ab Mitte der 1920er Jahre gehörte das Landesmuseum Oldenburg zu den ersten Museen, die Arbeitsproben der neuartigen Bauhaus-Produkte ankauften und ausstellten. So kann die Schau nun aus umfangreichen Archiven schöpfen und Spitzenstücke aus der Sammlung erstmals präsentieren. Ergänzt werden die Sammlungsexponate von Leihgaben aus in- und ausländischen Sammlungen.

Die Arbeiten der nordwestdeutschen Bauhaus-Schüler werden gemeinsam mit epochemachenden Werken von Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Ludwig Mies van der Rohe, Marcel Breuer, László Moholy-Nagy, Marianne Brandt, Oskar Schlemmer und Josef Albers präsentiert. Die Schau umfasst rund 350 Gemälde, Druckgrafiken, Aquarelle und Zeichnungen sowie Fotografien und Designobjekte.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprojekts und zentraler Beitrag des Landes Niedersachsen zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung des Bauhauses 2019 und Teil des bundesweiten Netzwerks #bauhaus100.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation mit zahlreichen
Erstveröffentlichungen von Skizzen, Entwürfen und Fotografien, in dem die Ergebnisse des Forschungsprojekts vorgestellt werden. Die Ausstellung wird großzügig gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und von der Kulturstiftung des Bundes.

KuratorInnen:
Gloria Köpnick, Prof. Dr. Rainer Stamm

Wissenschaftliche Assistenz:
Dr. Katrin Hippel

Ausstellung
Zwischen Utopie und Anpassung – Das Bauhaus in Oldenburg

27. April bis 4. August 2019
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Prinzenpalais, Damm 1, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr