Sprachversionen


Service Menü



Headerbild_Zeitungen

Sie befinden sich hier:

Stade

Die Hansestadt Stade (plattdeutsch Stood) ist die Kreisstadt des Landkreises Stade in Niedersachsen zwischen Cuxhaven und Hamburg. Die Stadt hat etwa 46.000 Einwohner und erhielt den Beinamen Hansestadt als ehemaliges Mitglied der Hanse.

Stade liegt am Fluss Schwinge zwischen dem Alten Land und Kehdingen, unweit der Unterelbe. Die umgebende Landschaft ist überwiegend flaches Marschland (Elbmarschen). Die Stadt liegt auf einem in diese Landschaft hineinragenden Geestsporn, dem Stader Geest, der sich bis zu 14 Meter über die Marsch erhebt. 

Geschichte

Stade ist möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands. Die ersten Siedler kamen bereits 1000 Jahre v. Chr. in die Gegend um Stade. Um 800 n. Chr. entstand dann eine Siedlung mit Schiffslände, also einem einfachen Binnenhafen. Im Jahre 994 wurde die Siedlung von den Wikingern geplündert und Stade als "Stethu" wurde das erste Mal erwähnt. Der alte Hafen wurde um das Jahr 1000 angelegt und löste die natürliche Schiffslände ab.

Als Mitbegründerin der Hanse hat Stade sich durchgehend als Hansestadt verstanden und diese Bezeichnung inoffinziell auch verwendet. Im Dezember 2008 wurde Stade offiziell wieder Hansestadt und ist somit nach Lüneburg die zweite niedersächsische Stadt, die diesen Titel tragen darf. 

Wirtschaft

Stade beherbergt über 3.700 Betriebe, in denen mehr als 23.000 Menschen arbeiten. Im Industriegebiet Stade-Bützfleth an der Elbe sind beispielsweise Betriebe wie Dow Deutschland, Aluminium Oxid Stade GmbH und das Kernkraftwerk Stade, das erste nach dem Atomausstieg stillgelegte Kraftwerk Deutschlands, das im Moment rückgebaut wird, angesiedelt. Im Gewerbegebiet Süd befindet sich das Airbus-Werk Stade der Airbus Deutschland GmbH. Weitere Unternehmen sind unter anderem: Eon, Air Liquide industrielle Gase GmbH & Co. KG oder Air Products & Chemicals.

Mitte 2010 eröffnete in Stade ein neues Forschungszentrum, das CFK Nord, das sich mit der Verwendung von Kohlefaserwerkstoffen in der Luftfahrtindustrie und Automobilindustrie beschäftigt. Außerdem fördern die EU und das Land Niedersachsen den Wirtschaftsstandtort durch das "stade-projekt 2021". Zentraler Gegenstand ist der Chemoepark ChemCoast Park Stade, der an der Küste rund um Dow entstehen soll. Für eine gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsunternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der Region sorgt seit 2006 das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) in Stade. 

Politik/Wappen

Die beiden stärksten Fraktionen im Stadtrat von Stade werden von der SPD und der CDU gestellt. Hauptamtliche Bürgermeisterin von Stade ist seit 2011 Silvia Nieber (SPD). Sie ist die erste Frau, die in Stade dieses Amt inne hat.

Das Wappen der Stadt Stade zeigt einen Wappenschild mit dem aufwärts gerichteten Petrusschlüssel der Bischöfe von Bremen auf blauem Grund und ist durch Münzfunde seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen. Im 19. Jahrhundert wurden flankierend zwei Greife sowie das Spruchband mit den Buchstaben S.P.Q.ST. (Senatus Populusque Stadensis, lateinisch für „Der Rat und die Bürger von Stade“) hinzugefügt. 

Tourismus

Zu den Sehenswürdigkeiten Stades gehört die gesamte Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern, von denen eine Reihe noch aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1659 stammt. Der Stadtbrand zerstörte elf Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges zwei Drittel der Gebäude der Stadt. 

Berühmt

Bekannte Söhne der Stadt sind Ulrich de Maizière, General, Schöpfer der „Inneren Führung in der Bundeswehr“ (nicht zu verwechseln mit Thomas de Maizière, dem aktuellen Bundes-Verteidigungsminister) und Stefan Aust, bis 2008 Chefredakteur des Spiegel und Autor des „Baader-Meinhof-Komplexes“.
Berühmt ist hier auch die Baumblüte in Stade und Umgebung: Dann gleicht das Elbgebiet zwischen Stade und Hamburg einem einzigen Meer von Apfel-, Kirsch- und Pflaumenblüten.

Eine alkoholische Spezialität der Region ist der Altländer Apfelbrand und das Stader Eierbier. Dafür werden Eier, Zucker, Zimt und Zitrone mit Bier vermischt und gekocht. Die alte Stadt kann mit vielen Restaurants in historischen Häusern aufwarten, wo es lohnt, eine Pause nach Altländer Art bei Kaffee und selbstgebackenem Obstkuchen einzulegen. Ebenfalls sehr empfehlenswert: die Altländer Hochzeitssuppe.

http://www.stade.de/