Juryentscheidung zum Skulpturenprojekt raumsichten gefallen
Die acht neuen Projekte für das Skulpturenprojekt raumsichten sind am Wochenende ausgewählt worden.
Nordhorn,
21.04.2010
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Die Entwürfe von Henrik Håkansson (Schweden), Folke Köbberling/Martin Kaltwasser (Berlin, Los Angeles), Paul Etienne Lincoln (Großbritannien/New York), Marko Lulic (Wien), Willem de Rooij (Niederlande/Berlin), Hans Schabus (Wien), Christoph Schäfer (Hamburg) und Antje Schiffers (Berlin) für das Skulpturenprojekt raumsichten wurden am Wochenende von einer Jury aus 16 Vorschlägen ausgewählt. Die Künstler und Künstlerinnen beginnen nun mit der Umsetzung ihrer acht Vorschläge in der Grafschaft Bentheim. Eröffnet wird raumsichten im Sommer 2011.
Schwere Entscheidung auf hohem Niveau
Beeindruckt zeigten sich die Juroren Dr. Brigitte Franzen (Direktorin Ludwig Forum, Aachen), Let Geerling (Kunst & Cultuur Overijssel, Zwolle/NL), Anna Gudjonsdottir (Künstlerin, Hamburg, Preisträgerin des Kunstpreises der Städtischen Galerie Nordhorn 2000), Dr. Christine Litz (Projektmanagerin documenta 13, Kassel), Hans-Werner Schwarz (Erster Kreisrat des Landkreises Grafschaft Bentheim), Dr. Gerd Kellersmann (Förderkreis der Städtischen Galerie Nordhorn) und Jan Veddeler (Nordhorn) von der hohen künstlerischen Qualität aller Entwürfe. 16 Künstler aus dem In- und Ausland waren zu dem im Frühjahr 2009 gestarteten und mit einem Etat von 1,6 Mio. Euro ausgestatteten Projekt im deutsch-niederländischen Vechtetal eingeladen worden. „Die Entscheidungen fielen einvernehmlich obwohl die Qualität der Vorschläge uns die Entscheidung sehr schwer gemacht hat“, so die Jurysprecherin Brigitte Franzen. „Die ausgewählten Entwürfe reflektieren die Situation vor Ort spezifisch und auf internationalem Niveau. Was der Landschaftsraum ästhetisch, historisch, kulturell und gesellschaftlich bedeutet und wie er sich verändern könnte ist ebenso Thema wie die grundsätzliche Frage der Weiterentwicklung von Kunst im Außenraum. Insbesondere Aspekte der Raumentwicklung, die Veränderung von Verkehrswegen beispielsweise, bieten wegweisende Perspektiven.“
Raum für die Kunst
Gewagt worden war von den drei künstlerischen Leitern, Veronika Olbrich, Dirck Möllmann und Roland Nachtigäller mit raumsichten ein „Experiment mit offenem Ausgang“: Unter Trägerschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim wurden im Dialog zwischen Planern und Künstlern neue Wege der Auseinandersetzung mit Landschaft und öffentlichem Raum gesucht und - wie die 16 Projektentwürfe eindrucksvoll demonstrieren - auch gefunden. „Die Jury hat sich auf die Komplexität der Entwürfe eingelassen. Die Grafschaft kann nun gespannt sein auf herausragende internationale Projekte“, freut sich Veronika Olbrich und Dirck Möllmann ergänzt: „Wir stehen vor großen Herausforderungen.“
raumsichten erweitert mit dem künstlerischen Planungsansatz kunstwegen - Europas größtes offenes Museum. Die Skulpturenroute wird nach der Umsetzung der raumsichten-Entwürfe von den Niederlanden durch die Obergrafschaft Bentheim bis zur Nordrhein-Westfälischen Landesgrenze reichen und dann auf einer Länge von rund 200 Kilometern mehr als 75 Werke internationaler Künstler präsentieren. Alle 16 Projektvorschläge für raumsichten sind noch bis zum 23. Mai in der Ausstellung vorzeichen der Städtischen Galerie Nordhorn zu sehen.
Weitere Informationen über Projekte und Künstler sowie Bilder finden Sie unter www.raumsichten.org
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Region: Grafschaft Bentheim
Thema: Kultur, Museen & Ausstellungen
Tourismuswirtschaft: In der Diskussion
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