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Museumsregistrierung 2009 abgeschlossen


12 Museen in Niedersachsen erhalten Auszeichnung

Hannover,  12.11.2009  |  Nach zwei erfolgreichen Durchgängen ist die dritte Runde der Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen abgeschlossen worden. In einer Feierstunde haben heute der Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, und Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, 12 Museen für ihre qualitativ hochwertige Arbeit ausgezeichnet.

Ziel der Museumsregistrierung ist es, zu der Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen. Die teilnehmenden Museen werden durch Schulungen und von Experten begleitet, um ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und Verbesserungen zu entwickeln. Drei Partner führen die Museumsregistrierung gemeinsam durch: Das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

„Unsere Museumsregistrierung ist ein Erfolgsmodell. Alle Museen, die an dem Projekt teilgenommen haben, konnten wichtige Erkenntnisse für ihre künftige Arbeit gewinnen. In jedem Haus, dass sich diesem Qualitätsmanagement aus Fortbildung, Selbst- und Fremdevaluation unterzogen hat, steigt die Qualität musealer Tätigkeit nachhaltig. Das ist ein Gewinn für die unsere Museumslandschaft insgesamt und für jeden einzelnen Besucher“, sagte Stratmann.

„Wir sind von der Museumsregistrierung überzeugt: Sie bietet Museen eine Chance, ihr Handeln zu analysieren und auf den Prüfstand zu stellen. So können sie die Qualität ihrer Arbeit optimieren und Weichen für die Zukunft stellen“, so Mang. Die Registrierung geht davon aus, dass Museen weitaus mehr sind als Ausstellungshäuser. Sie betreuen Sammlungen und bewahren sie für die Nachwelt, sie forschen anhand ihrer Sammlungen und vermitteln diese einem breiten Publikum. Dazu bedarf es auch einer gut funktionierenden Organisation mit allen Facetten des Managements von Personal bis Finanzen sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Bewertung dieser Arbeitsfelder gibt es Standards, die 2006 vom Deutschen Museumsbund /ICOM Deutschland entwickelt wurden. Diese komplexen Aufgaben der Museen werden durch die Museumsregistrierung als Ganzes betrachtet.

Die Registrierung hilft Museen, ihre konzeptionellen Grundlagen zu verbessern. Von Museen werden Leitbild und Statut, Sammlungskonzept und planvolles Arbeiten im gesamten Museumsmanagement gefordert. Im Rahmen der Registrierung werden die Museen bei der Aktualisierung dieser Grundlagen unterstützt. Durch Fortbildungen und Beratung werden die Museen in Bereichen fit gemacht, in denen Nachholbedarf besteht. Die Registrierung hilft kleineren Museen, sich zu professionalisieren, größere Museen unterstützt sie im Modernisierungsprozess.

Eine unabhängige Kommission aus sieben externen Expertinnen und Experten hat die eingereichten Unterlagen geprüft und die Registrierung empfohlen. Die heute überreichten Urkunden bescheinigen den Häusern die Erfüllung der Standards für Museen. Die Registrierung gilt befristet für sieben Jahre und muss dann erneuert werden. Einige Museen werden vorläufig registriert, um vor der endgültigen Registrierung binnen zwei Jahren noch nicht abgeschlossene Vorhaben in einzelnen Bereichen wie z. B. die Neugestaltung eines Teils der Dauerausstellung, die Optimierung der Magazine oder Inventarisierungsmaßnahmen beenden zu können.

Das Museumsregistrierungsverfahren 2010 wurde bereits gestartet und endet im kommenden Herbst. Die Auslobung für 2011 wird auf der Jahrestagung des Museumsverbandes am 5. März 2010 vorgenommen, maximal 30 Museen können an der Registrierung 2011 teilnehmen.

Träger der Museumsregistrierung für Museen in Niedersachsen und Bremen:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.
Niedersächsische Sparkassenstiftung.

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