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Preis für Nachhaltigkeit im Reiseland Niedersachsen 2015

11 Nominierte des landesweiten Wettbewerbs stehen fest

Um das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus stärker zu fördern, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) den Wettbewerb „Tourismus mit Zukunft – Preis für Nachhaltigkeit im Reiseland Niedersachsen“ Anfang des Jahres ins Leben gerufen. Aus insgesamt 33 gültigen Bewerbungen konnten jetzt 11 Nominierte ausgewählt werden. Wichtigstes Bewertungskriterium bei der Nominierung und der Entscheidung über die Preisträger war die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Projekte, wobei die drei Aspekte möglichst ausgewogen berücksichtigt werden sollten. Weiteres Augenmerk lag auf der Qualität, dem Innovationsgrad und der Umsetzbarkeit der Projekte.

Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte: „Wir freuen uns über die zahlreichen kreativen, interessanten und sehr unterschiedlichen Beiträge. Diese zeigen, dass die niedersächsischen touristischen Akteure das wichtige Thema Nachhaltigkeit im Blick und aufgegriffen haben. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Impulse in diesem Bereich zu setzen und mit der Umsetzung der Projekte, Niedersachsen als nachhaltige Tourismusdestination zu stärken. Wir wollen gute und erfolgsversprechende Ideen im Bereich Nachhaltigkeit unterstützen. Mit dem zur Verfügung gestellten Preisgeld sollen Prozesse beschleunigt und Ideen schneller umgesetzt werden. Denn auch um Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Bundesländern zu sichern, gilt es, neue, attraktive Angebote für Urlauber zu schaffen.“
Im Rahmen des Wettbewerbs „Tourismus mit Zukunft – Preis für Nachhaltigkeit im Reiseland Niedersachsen“ wurden erstmals neue Projektideen im Bereich des nachhaltigen Tourismus in Niedersachsen gesucht. Voraussetzung für eine Teilnahme war eine realisierungsfähige, aber noch nicht umgesetzte Projektidee, die eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus verfolgt.
Insgesamt stehen 90.000 Euro an Preisgeldern für den Wettbewerb zur Verfügung. Die Preisverleihung findet am 24. September 2015 mit Wirtschaftsminister Olaf Lies statt.

Weitere Informationen zum Preis für Nachhaltigkeit finden Sie hier:
http://www.tourismuspartner-niedersachsen.de/preis-fuer-nachhaltigkeit
 

Die elf Nominierten in alphabetischer Reihenfolge nach Projekttitel:


Bad Essen wird Cittaslow: Bewusst sinnlich und natürlich wahrnehmen
eingereicht von: Gemeinde Bad Essen

Bad Essen plant als erste Stadt in Niedersachsen die Beteiligung im bereits etablierten, erfolgreichen Cittaslow Netzwerk für die Förderung/Umsetzung von nachhaltigem Tourismus. Die Umsetzung erfolgt entsprechend der Kriterien von Cittaslow: Nachhaltigkeit, Regionalität, Entschleunigung, Bewahrung von Individualität, Genuss, soziale Achtsamkeit, behutsame Stadterneuerung. Bad Essen könnte Impulsgeber für Cittaslow in Niedersachsen werden.

 

Bus-Shuttle - Moor nachhaltig erfahren
eingereicht von: Europäisches Fachzentrum Moor und Klima Wagenfeld GmbH

Das Projekt „Moor-Shuttle“ zielt auf den stufenweisen Aufbau eines bedarfsgerechten Transportnetzwerks rund um die Kernachse MOORWELTEN und Dümmer. Die Busfahrten können an ausgewählten Abfahrtsorten oder online per Smartphone gebucht werden. Basis des Projektes ist eine bundeslandübergreifende Kooperation mit lokalen Transportunternehmen. Diese haben außerhalb der Schulfahrten freie Kapazitäten, die durch den Moor-Shuttle genutzt werden sollen. Gleichzeitig soll der Shuttle Versorgungslücken des ÖPNV im ländlichen Raum auffangen. Das gesteuerte Transportangebot bedeutet für die MOORWELTEN mehr Gästepotenzial mit einem gleichzeitigen Besucherlenkungseffekt im Naturpark Dümmer.

 

Celle ex(Celle)nt nachhaltig
eingereicht von Celle Tourismus und Marketing GmbH

Aufbauend auf dem in 2014/15 erarbeiteten Tourismusleitbild ist die Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus in Celle entlang der gesamten touristischen Servicekette geplant. Ziel ist es, Celle als „Nachhaltige Destination“ zu zertifizieren, zu positionieren und zu vermarkten.

Das touristische Profil wird mit der Ziel-Positionierung „Nachhaltigkeit“ erarbeitet. Das Projekt involviert viele Leistungsträger und Branchen, die breite Öffentlichkeit sowie Gesellschaft und Politik.

Das Projekt beinhaltet u. a. die Zertifizierung als „Nachhaltige Destination“, die Entwicklung von touristischen Bausteinen und Angebotspackages und die Adressierung ausländischer Märkte (Schwerpunkt Asien).

 

„Juistus Klimaretter“
eingereicht von: Inselgemeinde/Kurverwaltung Juist

Juistus Klimaretter wird Gesicht/Figur der Strategie „Klimainsel Juist - bis 2030 klimaneutral“ und zielt auf freiwilliges Engagement für mehr Nachhaltigkeit/Klimaschutz. Juistus soll als Identifikations-Figur auf spielerische Art Nachhaltigkeit und Klimaschutz erlebbar machen und zur Beteiligung einladen. Juistus begrüßt die Gäste auf einer Infosäule und wird Bestandteil der Gästeinformation (Kriterium der Auswahl eines Gastgebers, Informationen zum eigenen Beitrag zum Klimaschutz).

 

LandFrüchte: Im Urlaub aktiv draußen gemeinsam gärtnern, kochen und übernachten
eingereicht von LandPark Lauenbrück gGmbH

Der bestehende LandPark plant die Entwicklung zum Kompetenzzentrum für Ernährungsbildung sowie den Aufbau eines Beherbergungsangebotes in Baumhäusern. Durch Ausprobieren und Erleben soll das Bewusstsein für den Umgang mit natürlichen Lebensmitteln, deren Herkunft und Zubereitung aktiviert werden. Ein großer Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten soll angelegt und eine Outdoor-Küche errichtet werden. Das Projekt stärkt das generationsübergreifende und inkludierende Konzept des LandParks, indem gemeinsam im Garten gearbeitet, gekocht und gegessen wird.

 

Lernort Hotelzimmer Der Natur Raum geben - Das Hotel als Lernort
eingereicht von BIO Hotel Kenners LandLust

Der Wettbewerbsbeitrag bringt das „Lernen“ heraus aus den Bildungseinrichtungen direkt an den Gast ins Hotelzimmer. Spielerisches Lernen und eine Emotionalisierung soll „nebenbei“ erreicht werden. Geplant ist die Installation von anschaulichen Naturerlebnisbereichen (Themenzimmer zu Wolf, Seeadler, Biber, Feuerlilie und Traubeneiche). Damit soll ein Brückenschlag zwischen ökologischer und langlebiger Ausstattung sowie Wissensvermittlung erreicht werden (geplante Inhalte: nachhaltige Forstwirtschaft, Biodiversität, CO2-Reduzierung, jeweils festgemacht am Leitthema des Zimmers, z. B. die effiziente Lebensweise des Wolfes als Vorbild beim Energiesparen).

 

Mit dem Fahrrad Bäume pflanzen
eingereicht von HeideRegion Uelzen e.V. 

Das Angebot zum Radfahren ist Kernkompetenz der HeideRegion Uelzen, die im Herbst 2015 als eine der ersten ADFC-RadReiseRegionen in Deutschland zertifiziert wird. Zur Nutzung des neuen, rund 1.000 km großen Radwegenetzes wird eine Radkarte produziert. Ein Aufpreis wird für den Kauf von Obstbäumen genutzt (alte regionale Sorten). Die Bäume sollen in Kooperation mit dem NABU auf vorhandene oder neu anzulegende Streuobstwiesen oder als Alleen entlang der Radrouten gepflanzt werden. Über Infotafeln und QR-Codes sollen Zusatzinformationen zu den Obstbäumen angeboten werden.

 

Regionale Produkte für die Harzer Esskultur
eingereicht vom Slow Food Convivium Harz

Das Projekt bietet ein Modell für die Kooperation von Gastbetrieben mit den Erzeugern regionaler (Küchen-) Spezialitäten. Im Mittelpunkt steht die Logistik für den Bezug bzw. die Lieferung im ländlichen Raum. Durch den Aufbau eines Lieferdienstes sollen Gastbetriebe und Erzeuger besser miteinander vernetzt werden. Hierzu bedarf es einer Koordinationsstelle, eines Fahrzeuges mit Kühlmöglichkeit, nebst Fahrer(in) sowie eines überzeugenden Bestell- und Finanzierungsmodells. Dieser Ansatz könnte modellhaft für das typische Problem der Lieferkette im ländlichen Raum sein.

 

Tischlein deck dich: bewirteter Rastplatz 
eingereicht vom Touristikverband Landkreis Rotenburg zwischen Heide und Nordsee e.V.

Die Region hat mit den „Nordpfaden“ ein Leuchtturmprojekt für Wandern in Norddeutschland geschaffen (24 Rundwanderwege). Die Wanderwege erschließen besonders attraktive Landschaften und Orte der Region. Wo immer möglich, wurden Gastbetriebe in die Routen eingebunden.

„Tischlein deck dich“ ist ein Modell für die Bewirtschaftung von Wegen, die nicht an die Gastronomie angebunden werden konnten: Vorgesehen ist der Bau eines bewirteten Wander-Rastplatzes in schöner Landschaft als Außenstelle eines Gastronomiebetriebes an einem „Nordpfad“. Die Gäste können sich ihren Gastronom direkt an den Weg bestellen und an geeigneter Stelle die örtlichen Spezialitäten genießen. Der Rastplatz ist offen für weitere Nutzungen (Begegnung, Spiel, Veranstaltungen)

 

Villa am Wall -Übernachtungsort für Seminare
eingereicht vom Deutschen Kreativzentrum Holz (dkHolz)

Das „Deutsche Kreativzentrum Holz“ präsentiert sich als anerkanntes Seminarzentrum für Holzkunst und Holzbearbeitung. Mit dem Bau der "Villa am Wall" soll ein Ferienhaus mit Wohnungen als Übernachtungsmöglichkeit für Teilnehmer mehrtägiger Seminare im dkHolz geschaffen werden. Der Bau soll vorbildhaft den nachhaltigen Standards folgen und die Arbeiten des dkHolz repräsentieren.

 

Weltnaturerbe-Netzwerk und Erlebniszentrum Langeoog
eingereicht von: Naturerlebnis Langeoog gGmbH i. Gr.

Modellhafter Netzwerkansatz einer Integration der maßgeblichen Partner von Tourismus und Nationalpark/Biosphärenreservat: Schaffung Netzwerkplattform und außerschulischer Lernort „Weltnaturerbe Wattenmeer“ (Trägerschaft des NABU-Niedersachsen), Verankerung in der Kurverwaltung Langeoog, dort zuständig für die touristische Säule „Natur“, Betrieb „Natur-Infostelle“ für Naturerlebnisangebote und Umweltbildungsangebote, Einrichtung eines „Weltnaturerbe Erlebniszentrums“ mit barrierefreier Ausstellung „Dynamik und Biosphäre im Wattenmeer“ als Teil des dezentralen Nationalparkhauses Langeoog mit angeschlossenem Kunst- und Werkatelier, Café und Shop.