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Papenburg

Papenburg ist die älteste und längste Fehnkolonie (Moorsiedlung) Deutschlands, und wurde nach holländischem Vorbild von Dietrich von Velen gegründet. Papenburg ist die nördlichste Stadt des Emslandes und grenzt direkt an Ostfriesland.

Papenburg liegt an der Ems im Westen Niedersachsens im Norden des Landkreises Emsland und ist überregional bekannt durch die Meyer Werft, die sich auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert hat. Papenburg hat knapp 35.000 Einwohner.

Am 4. April 1630 belehnte Bischof Ferdinand von Münster seinen Drosten Dietrich von Velen und dessen Nachkommen mit Burg und Gut Papenburg. Dieses Jahr gilt im Allgemeinen als Gründungsjahr der späteren Stadt Papenburg. Am 1. August 1860 genehmigte das Königliche Hannoversche Innenministerium die Annahme der Städteordnung von 1858. Damit wurde Papenburg zur Stadt. 

Wirtschaft

Die Wirtschaft Papenburgs ist hauptsächlich industriell geprägt. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Schiffbau, Automobilzulieferung und Tourismus. Weitere Wirtschaftszweige sind die Textilindustrie, Gartenbau, Kraftfahrzeugprüfung. Ein bis zweimal jährlich wird die Ems durch das Sperrwerk in Gandersum aufgestaut, damit die Meyer Werft ihre Schiffe in die Nordsee überführen kann. Papenburg verfügt über einen Dockhafen, in dem Küstenmotorschiffe und Binnenschiffe vor allem Massengut, z.B. Torf, umschlagen.

Wichtige Firmen sind: Meyer Werft, KS-Gleitlager, ADO Gardinenwerke, Prokon Nord (Biomasseheizkraftwerk), EMS Precab GmbH & Co. KG, Schulte & Bruns Hafenumschlag, ATP Automotive Testing Papenburg, Salamander Industrie-Produkte GmbH Papenburg, Emsland Paneele, Gartenbauzentrale Papenburg und andere kleine, mittlere und größere Industrie - und Gewerbebetriebe.

2014 ist Papenburg Ausrichter der Landesgartenschau. Der Bürgermeister von Papenburg erhofft sich dadurch eine Chance für die mittelständische Wirtschaft und den Gartenbau in Papenburg und Umgebung. 

Politik/Wappen

Der Stadtrat von Papenburg besteht aus 38 Abgeordneten. Die stärkste Fraktion ist die CDU. Bürgermeister ist Jan-Peter Bechtluft (CDU).

Das Wappen zeigt einen aufrecht stehenden Löwen, stammt vom Wappen der Grafen von Papenburg ab und wurde von der Stadt 1860 offiziell so übernommen. 

Tourismus

Kanäle prägen das Stadtbild Papenburgs. Sie waren lange Zeit die Hauptentwicklungsachsen. Dabei wurden die Lastkrähne von Pferden oder Menschen über Kanäle gezogen. Das Netz aus Kanälen reicht vom Hafen im Nordwesten bis zum Küstenkanal im Südosten etwa 14 Kilometer weit. Auf einigen Kanälen schwimmen Nachbauten traditioneller Frachtschiffe. Im Schifffahrtsmuseum findet der Gast nach Originalplänen nachgebaute alte Papenburger Schiffe, die in den Kanälen für immer vor Anker gegangen sind.

Die Von-Velen-Anlage ist benannt nach dem Gründer der Stadt, Dietrich von Velen. Hier zeigt Papenburg ihr ursprüngliches Gesicht. Prunkstück des kleinen Freilichtmuseums ist das "Papenbörger Hus", das um 1820 errichtet wurde.

Das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) wurde 1985 mit Unterstützung ehemaliger Häftlinge von einem privaten Verein eingerichtet. Es beschäftigt sich mit der Geschichte der von den Nazis betriebenen Emslandlager von 1933 bis 1945. Seit 2004 gibt es den "Papenburger Zeitspeicher", ein interaktives Besucherinformationszentrum, das in dieser Art in Deutschland einmalig ist. 

Berühmt

Bekannte Söhne der Stadt sind Felix Graf von Luckner, Seeoffizier, Kaperfahrer und Schriftsteller, der seinen Spitznamen "Seeteufel" seinem Hauptwerk "Seeteufel" verdankt, das 1921 erschien. Man sagt ihm nach, dass er dicke Telefonbücher mit bloßen Händen zerreißen konnte. Und aus neuerer Zeit Helmut Krumminga, Gitarrist der Rockband BAP.

http://www.papenburg.de/