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Oldenburger Münsterland boomt

Studien bestätigen: Die Region ist top

Radfahren an der Thülsfelder Talsperre, © Verbund Oldenburger Münsterland e.V.
Radfahren an der Thülsfelder Talsperre © Verbund Oldenburger Münsterland e.V.
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Ob bei der demografischen Entwicklung, beim Bruttoinlandsprodukt, bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs oder im Tourismus – überall verzeichnet das Oldenburger Münsterland Spitzenwerte, und das oft auch im landes- und bundesweiten Vergleich. Das zeigen gleich mehrere aktuelle Studien und Statistiken.

In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta "ist die dörfliche Welt demografisch und wirtschaftlich noch in Ordnung", steht zum Beispiel im jüngsten Bericht zur "Demografischen Lage der Nation" (April 2019). Und die Verfasser vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung zählen gleich eine ganze Reihe von Gründen auf, warum das so ist: "Im Oldenburger Münsterland gibt es einen starken Mittelstand, nahezu Vollbeschäftigung und weil die Menschen dort vergleichsweise viele Kinder haben, ist die Bevölkerung noch immer jung." Auch wenn die nächste Großstadt weit entfernt ist und Cloppenburg und Vechta nicht – wie einige besser platzierte bayerische Landkreise – von der Nähe einer Metropole wie München profitieren, zählen beide Landkreise für das Institut doch eindeutig "zu den demografischen Gewinnern". Und das wird nach den Prognosen der Forscher auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Dass das Oldenburger Münsterland im Nordwesten die Boomregion schlechthin ist, dokumentiert auch eine Studie der oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs im Oldenburger Münsterland seit der Jahrtausendwende um rund 60 Prozent gestiegen. Beim Bruttoinlandsprodukt kletterte der Wert im gleichen Zeitraum sogar um 80 Prozent. Beide Werte liegen deutlich über dem Landes- und dem Bundesschnitt.

Die hohe Attraktivität der Region hat sich auch unter Urlaubern und Geschäftsreisenden herumgesprochen. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen laut Landesamt für Statistik um 38 Prozent. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten Hotels, Pensionen und Campingsplätze mehr als 830 000 Übernachtungen. Für Jan Kreienborg, den Geschäftsführer des Verbundes Oldenburger Münsterland, kommen die positiven Kennzahlen in Sachen Wirtschaftsstandort und Reiseregion nicht überraschend. Den starken Zustrom von Touristen gerade auch aus Deutschland führt er unter anderem auf die zentrale Lage und das gute Radwegeleitsystem zurück. „Die Urlauber erkunden den ländlichen Raum, um ein bisschen das Tempo rauszunehmen. Sie wollen in der Natur entschleunigen, Zeit mit dem Partner oder der Familie verbringen. Dazu bieten sich Wandern oder Radfahren natürlich an“, sagt Kreienborg und benennt damit Punkte, die auch die Einheimischen zu schätzen wissen. "Sie leben gerne in der Region und kommen oft auch als junge Familien nach der Ausbildung oder Studium wieder zurück“, resümiert Manuel Slupina vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.