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Natur - Portrait

Atemberaubende Naturlandschaften, einzigartige Pflanzen und seltene Tiere – in Niedersachsen gibt es viel Natur zu erleben. In zwei Nationalparks, einem Biosphärenreservat und in über einem Dutzend Naturparks können Besucher beim Wandern, Rad fahren, Reiten oder Wassersport Natur pur erfahren. 

Nationalparks

Größere Gegensätze gibt es kaum - die eine Landschaft platt wie eine Flunder, die andere hoch wie ein Riese. Die Niedersächsischen Nationalparks „Harz“ und „Wattenmeer“ sind wahre Naturschätze. Dort leben Seehund und Krebs, Austernfischer und Miesmuschel im Nationalpark Wattenmeer; Luchs und Fuchs, Schwarzspecht und Zaunkönig, Wildschwein und Rothirsch im Nationalpark Harz. Als klar definiertes Schutzgebiet werden Tier- und Pflanzenwelt hier besonders geschützt: Das Motto lautet „Natur Natur sein lassen!" Im Nationalparkbildungszentrum Sankt Andreasberg und im Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus werden Besucher und Touristen über Bedeutung des Nationalparks Harz aufgeklärt.

Um an der niedersächsischen Nordseeküste die Natur zu bewahren, wurde das Gebiet 1986 unter Schutz gestellt. Der 345.000 Hektar große Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer" umfasst das zwischen Ems und Elbe liegende Watt, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Zwei Zentren für den Nationalpark Wattenmeer stehen auf Spiekeroog und in Wilhelmshaven, zwölf Orte an der Küste wie auf den Ostfriesischen Inseln bieten weitere Informationen in Nationalparkhäusern.

Doch nicht nur um das Naturerlebnis geht es in den National- und Naturparks - ebenso wichtig sind die reichen Zeugnisse von Kultur und Geschichte der jeweiligen Region. Ob frühgeschichtliche Funde erster menschlicher Siedlungen, Dinosaurierspuren, Hünen- und Hügelgräber oder malerische Fachwerkstädte, restaurierte Scheunen und imposante Bauernhöfe, Burgen und Renaissance-Schlösser – Niedersachsen überrascht mit eindrucksvollen historischen und kulturellen Schätzen. 

Weltnaturerbe Wattenmeer

Am 26. Juni 2009 hat die Unesco das Wattenmeer als grenzüberschreitende Weltnaturerbestätte anerkannt. Das Wattenmeer ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Unesco-Welterbeliste waren außerdem die außergewöhnlich große Artenvielfalt und die ökologische und geomorphologische Bedeutung des Wattenmeers. In die Welterbeliste wurde ein 10.000 Quadratkilometer großes Gebiet in den Niederlanden und Deutschland aufgenommen. Die Nominierung des Wattenmeers als Weltnaturerbe haben Deutschland und die Niederlanden gemeinsam eingereicht. Die Unesco hat dann das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet sowie den deutschen Wattenmeer-Nationalpark, der sich über Niedersachsens und Schleswig-Holsteins erstreckt, aufgenommen. 

Naturparks

Während in den Nationalparks die Tier- und Pflanzenwelt eindeutig den Vorrang hat, kommen in den Naturparks Einheimische und Besucher auf ihre Kosten. Denn hier stehen abwechslungsreiche Erholung für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber im Vordergrund.

Heidelandschaften, Moore und Wälder prägen den gut 1.000 Quadratkilometer großen Naturpark Lüneburger Heide. Besonders im Kerngebiet, rund um den Wilseder Berg, liegen große zusammenhängende Heideflächen. Aber auch in der Schwindebecker Heide, Rehrhofer Heide, Weseler Heide oder im Büsenbachtal laden ausgedehnte Heidelandschaften zu Spaziergängen oder Radtouren ein. Im Theeshof in Schneverdingen, im Heideerlebniszentrum in Undeloh oder im Archäologische Museum in Oldendorf kann man viel über die Entstehung dieser Landschaft erfahren.

Der Naturpark Solling-Vogler im Herzen des Weserberglandes lockt mit ausgedehnten Wäldern, sanften Hügeln, Wiesentälern mit klaren Bächen und urtümlich anmutenden Mooren. 450 Kilometer ausgewiesene Ziel- und Fernwanderwege sowie zahlreiche Rundwanderwege führen den Besucher durch diese Landschaft und zu zahlreichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Herz und Namensgeber des Naturparks Steinhuder Meer ist mit der rund 30 Quadratkilometer größte Binnensee Norddeutschlands. Weiträumig wird das Gebiet des Naturparks im Norden durch das Allertal begrenzt, im Osten durch das Leinetal, im Süden durch den Mittellandkanal und im Westen durch das Wesertal.

Das Landschaftsbild des Naturparks Weserbergland ist geprägt durch den Flusslauf der Weser. Seltene Flechten, Moose und Blütenpflanzen haben ihren Lebensraum an den bis zu 440 m hoch aufragenden Höhenzügen im Süntel und den steil hinab fallenden schroffen Klippen des Hohenstein und des Ith gefunden. Sehenswert sind die Bauten der Weserrenaissance.

Bewaldete Berge und flussreiche Täler charakterisieren die wunderschöne Landschaft eines der ältesten Naturparke Deutschlands rund um die Stadt Hann. Münden. Zu den landschaftlichen Höhepunkten im Naturpark Münden zählt die Orchideenvielfalt in den lichtdurchfluteten Wäldern des Werratals. Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Naturpark Münden ist die durch mittelalterliches Fachwerk geprägte Altstadt von Hann. Münden. Steinerne Zeitzeugen erzählen die bewegte Lebensgeschichte der eiszeitlich geprägten Wildeshauser Geest durch die Jahrhunderte. Zu den ältesten Relikten gehören die überregional bekannten Großstein- und Hügelgräber Visbeker Braut und Bräutigam, die Kleinenkneter Steine sowie die heidebewachsenen Denkmäler Glaner Braut und das Pestruper Gräberfeld mit mehr als 500 Grabhügeln. Zahlreiche Wasser- und Windmühlen und diverse liebevoll restaurierte Baudenkmäler sowie Museen mit Themen vom Stroh bis zum Branntwein entführen in die jüngere Vergangenheit. 

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Biosphärenreservate sind großflächige Modellregionen für Kulturlandschaften, in denen ein umweltgerechter Umgang mit natürlichen Ressourcen verfolgt wird. Seit 1997 hat die Unesco die "Flusslandschaft Elbe" ganz im Osten Niedersachsens in der Elbtalaue als Biosphärenreservat ausgewiesen. Die Pflanzen- und Tierwelt sowie die historischen Bauten sind auch für Touristen ein Erlebnis. Im Elbschloss Bleckede ist das Informationszentrum für das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue Anlaufpunkt für interessierte Besucher.