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Heideblüte 2017: Eine lila Leidenschaft steckt an

Zehn Tipps & Anregungen, die Lust aufs Urlaubsidyll Lüneburger Heide machen

Sie gilt in der Region als die fünfte Jahreszeit. Und nach der gängigen Faustformel blüht sie alljährlich zwischen dem 8. August und dem 9. September – die lilafarbene gemeine Besenheide (Calluna Vulgaris) in der Lüneburger Heide, der größten Heidefläche Europas. Sie zeigt sich dann in einer ganz besonderen Farbenpracht: Kräftiges Lila, unterbrochen vom satten Grün der knorrigen Wacholder und Kiefern wechseln sich ab mit dem silbrige Weiß der Birken. Dann stellen auch die Imker ihre Bienenvölker auf. Es beginnt sich ein süßlich schwerer Duft übers Land zu legen. „Die Heide riecht dann förmlich schon nach Heidehonig – sie honigt eben“, beschreibt eine Gästeführerin aus Schneverdingen dieses Naturschauspiel, bei dem sich mehrere Hundert Bienenvölker den Nektar aus Millionen von Heideblüten holen.

Für gut sechs Wochen wandelt sich somit einer der größten Naturparks Norddeutschlands zu einem lila Mekka für Natur- und Wanderliebhaber. „Bei gutem Sommerwetter zählen wir an besucherstarken Wochenenden schon mal weit mehr als 100.000 Tagesbesucher aus den umliegenden Regionen. Hinzu kommt die seit Jahren wachsende Zahl an Übernachtungsgästen, die extra zur Heideblüte für einen Sommer-Kurzurlaub aus ganz Deutschland anreisen“, erklärt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der für den Tourismus der Region verantwortlichen Lüneburger Heide GmbH. Doch keine Sorge, die Besucherströme verteilen sich gut auf einer Heidefläche, die schließlich zweimal größer als Mallorca ist. „Die Heideblüte steckt eben an und begeistert jedes Jahr aufs Neue“, ergänzt die Gästeführerin aus Schneverdingen. Und wer zudem die folgenden zehn Tipps und Anregungen für den Heide-Aufenthalt 2017 berücksichtigt, der wird erst recht angesteckt – vom lila Heide-Fieber.

Wer die Hochsaison der Heideblüte gleich ein paar Tage am Stück genießen möchte, der sollte sich unbedingt rechtzeitig (Minimum sechs Wochen vorher) auf dem Buchungsportal der Lüneburger Heide (www.lueneburger-heide.de) aus den rund 1.000 Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen seine Wunsch-Unterkunft buchen (Tipp Nr.1). „Wer zu kurzfristig bucht, der hat – so unsere Erfahrung – leider oft Pech mit seinem geplanten Wunschtermin“, weiß von dem Bruch zu berichten.

Der Heideblütenbarometer (Tipp Nr.2) – ebenfalls auf der Heide-Website zu finden – informiert mit tagesaktuellen 360 Grad Fotos und Videos über den Stand der Heideblüte in den einzelnen Regionen. Zwischen den Heideorten Niederhaverbeck, Oberhaverbeck, Döhle und Undeloh liegen die größten blühenden Heideflächen (zum Beispiel im Totengrund, Steingrund und in der Undeloher Heide). Der Naturpark Südheide ist die Heimat der besonders reizvollen aber etwas kleineren Heideflächen, so etwa rund um Hermannsburg und Müden/Örtze..

Hat es geklappt mit dem Wunschtermin bei der Unterkunft kann gleich (Tipp Nr. 3) die aktuelle Lüneburger Heide App kostenlos heruntergeladen werden. Informationen gibt es auch auf der Facebook-Seite (aktuell 95.000 Likes) der Lüneburger Heide. Nirgends sonst erhalten die Besucher aktuellere, besonders nützliche und verlässliche Auskünfte über Veranstaltungen, Wander-Routen und interessante Besucher-Highlights für 2017. Zum Beispiel über die Öffnungszeiten der zahllosen romantischen Hofläden und Hofcafés, in denen bäuerliche und erzeugerfrische Köstlichkeiten aus der Region sowie Kuchenspezialitäten (zum Beispiel die typische Buchweizentorte) angeboten werden. Sie zu besuchen lohnt sich (Tipp Nr.4) auf jeden Fall.

Und wer die Heideblüte ganz nah und intensiv genießen möchte, der bucht eine Tour mit einem der qualifizierten Natur- und Landschaftsführer (Tipp Nr. 5). Für neun Euro pro Person führen sie botanisch- und naturinteressierte Urlauber durch „ihre ganz persönliche Heide“. Am Ende einer solchen Tour ist jeder Besucher garantiert mit dem „Heide-Virus infiziert“.

Wer nicht dem Naturführer folgen möchte und eher den „tierischen Wanderführer“ sucht, der schließt sich einer der über 20 Heidschnucken-Herden an, die täglich ganz gemächlich die Heide durchziehen (Tipp Nr.6). Zum Beispiel am Schafstall am Höpen, wo in der Regel täglich gegen 10.30 Uhr der Heidschnucken-Austrieb erfolgt. Im landschaftlich reizvollen Büsebachtal sind die Herden fast jeden Nachmittag auf ihrem Rückweg zum Stall zu beobachten. Dabei erklären die durchaus redseligen Schäfer interessierten Besuchern gern die Gewohn- und Besonderheiten von Heidschnucke & Co.

Höhepunkt einer jeden Heideblütensaison: der Besuch eines Heideblütenfestes (Tipp No.7). Zu den bekanntesten Heideblütenfesten gehören die in Amelinghausen (Mitte August) und das in Schneverdingen (letzter Sonntag im August). Dann verwandeln sich die beiden Hauptstädte der Königinnen für ein Wochenende in königliche Hochburgen. Höhepunkt ist die Krönung der Heidekönigin.

Wanderfreunde, die es etwas ruhiger angehen wollen, finden unter den rund 30 Rundwanderwegen (zum Beispiel im Pietzmoor, rund um den Wilseder Berg, mit seinen grandiosen Sonnenuntergängen, oder im Büsebachtal) bestimmt einen nach dem ganz persönlichen Anforderungsprofil (Tipp Nr.8).

Familien gestalten ihre ganz persönliche Erlebnistour. Bei 14 Erlebnisparks findet sich für jeden Action-Geschmack das passende Angebot. Zum Beispiel der Barfußpark in Egestorf/Nordheide (Tipp Nr. 9), 60 Stationen zum Barfußwandern auf unterschiedlichen Bodenbelägen.

Und wer immer noch nicht genügend Anregungen hat, der folge dem (Tipp Nr.10) legendären Heidedichter Hermann Löns: „Auf der Lüneburger Heide, in dem wunderschönen Land, ging ich auf und ging ich nieder, allerlei am Weg ich fand“. Oder einfach auf der Website lueneburgerheuide. de schauen, denn hier würde der Dichter heute bestimmt weit mehr als zehn Tipps und Anregungen finden.