Herrliche Aussichten auf unberührte Natur gibt es im Reiseland Niedersachsen an vielen Orten zu entdecken. Harz, Weserbergland, Osnabrücker Land oder auch Nordseeküste laden Wanderer zu Touren mit unterschiedlichsten Steigungen ein.
Die Höhenzüge um Bad Münder heißen Deister und Süntel. Wie der Elm im Braunschweiger Land, Leinebergland und Ith in der Region Hannover haben sie herrliche Wanderrouten ohne gewaltige Steigungen, ideal für eine Wandertour mit schönen Aussichten. Im Osnabrücker Land locken der Teutoburger Wald und das Wiehengebirge. Von hier führt der über 200 Kilometer lange Hünenweg vorbei an frühzeitliche Steingräber bis ins Emsland. In der Grafschaft Bentheim können Wanderer entlang der „kunstwegenroute“ Kunst und Literatur zum Wandern kennen lernen. Entlang der Heide, den Mooren und der Nordsee führt der „Baltisch-Westfälische Jakobsweg“ entlang. Zwischen Stade und Bremen sind 120 Kilometer zu entdecken. Der Harz, als nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands, lockt Wanderer in die weiten Wälder entlang von Seen, Bächen und Teichen.
Harz
Die plätschernden Bäche, die aufragenden Klippen, die mächtigen Wälder – wer die ganze Schönheit des Harzes erlebt, der versteht mit einem Mal, wie Johann Wolfgang von Goethe sich hier zu einem so wundervollen Gedicht wie „Harzreise im Winter“ inspirieren ließ. Die Wanderungen durch die unberührte Natur und ihre bizarren Formen haben den berühmtesten deutschen Dichter sein ganzes Leben lang beeindruckt. Der Harzer Hexen-Stieg etwa erstreckt sich in mehreren Etappen von Osterode über den alles überragenden Brocken nach Thale und ist ein Idealbild für die Ursprünglichkeit und Vielfalt des nördlichsten deutschen Mittelgebirges. Der 2003 eröffnete Wanderweg wurde 2005 zu den „Top Trails of Germany“ gewählt, 2007 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet, 2008 von einer Jury aus Reisejournalisten des "Wandermagazins" zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt und 2011 erneut als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bestätigt.
Es ist nicht nur die Natur, die lockt: Seit Sommer 2010 gehört die kulturhistorische bedeutsame Oberharzer Wasserwirtschaft zum Unesco-Welterbe der Menschheit. Schmale Fußpfade führen an Teichen, Gräben und Stollen vorbei, die die Landschaft des Harzes seit dem Mittelalter prägen. Dazu ranken um den Harz viele Mythen und Sagen mit kichernden Hexen und tanzenden Teufeln, die den Harz zu einem geheimnisvollen Märchenwald machen.
Weserbergland
Einsame Waldpfade und außergewöhnliche Landschaften kennzeichnen das Wandern im Weserbergland. Der Weserbergland-Weg führt rund 200 Kilometer vom Weserbergland bis zur Mittelweser. Der Weg führt vorbei an romantischen Schlössern und Burgen, durch lebende Hochmoore, Urwälder und Talauen sowie hinauf auf Berge mit Panoramablicken ins Umland. Zurzeit befindet sich der Weserbergland-Weg in der Vorbereitung für eine Zertifizierung als Qualitätswanderweg. Spiritualität erleben Wanderer auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda. Dieser Weg folgt auf einer Länge von 300 Kilometern den alten Spuren von Zisterziensermönchen. Auf Schritt und Tritt begleiten Klöstern und beeindruckender Natur den Wanderer. Neben vielen weiteren Wanderwegen lässt sich die Region über 90 Routen des Nordic Walking Parks Weserbergland erkunden.



