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Oldenburger Münsterland - Harte Fakten


Geschichte/Geografie

Boomregion Niedersachsens - Das Oldenburger Münsterland: es ist eine gewachsene Kulturregion, die von einer Jahrhunderte alten Beziehung zur westfälischen Metropole Münster und zu Oldenburg geprägt ist. Das Land bietet viele Möglichkeiten für Touristen: Reiten, radeln, paddeln oder Ferien auf dem Bauernhof sind nur einige davon.

Das Oldenburger Münsterland umfasst das Gebiet der heutigen Landkreise Cloppenburg und Vechta, ein Landstrich im Nordwesten Niedersachsens, der in seiner Geschichte von vielen Einflüssen geprägt wurde und doch immer seine Eigenart bewahrt hat. Noch heute ist der westfälische Einschlag aus der über sechs Jahrhunderte währenden kirchlichen Beziehung zum Bistum Münster erkennbar. Ob im Brauchtum oder in der regionalen Küche mit ihren köstlichen Spargel- und Kohlspezialitäten, in Kunst oder Architektur – überall finden sich Zeugnisse der Verbundenheit zu dieser westfälischen Metropole.

Ende des 14. Jahrhunderts eroberte der münstersche Landesherr das tecklenburgische Amt Cloppenburg und gliederte es im Jahre 1400 dem Hochstift Münster ein. Damit war die staatliche Herrschaft über beide Ämter, die von da an zum Niederstift Münster gehörten, in einer Hand vereinigt. Durch den Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 gewann zwar der protestantische Herzog von Oldenburg die staatliche Gewalt über die Ämter Cloppenburg und Vechta, deren Bevölkerung ist bis heute aber überwiegend katholisch geblieben. Geistliches Oberhaupt der Menschen im Oldenburger Münsterland blieb auch nach dem Reichsdeputationshauptschluss der Bischof von Münster. Seitdem blieb das Oldenburger Münsterland Teil des Großherzogtums Oldenburg, seit 1946 gehört es zum Land Niedersachsen.

Wirtschaft

Im Zentrum Nordwestdeutschlands hat sich das Oldenburger Münsterland in den 1990er Jahren zur Boomregion Niedersachsens entwickelt. Seit 1994 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 62 Prozent, der Industrieumsatz stieg seit 1997 um 48 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, der Exportumsatz um 137 Prozent. Das Oldenburger Münsterland ist eine bis heute vor allem auch landwirtschaftlich geprägte Region und weist die größte Dichte an Geflügel-, Schweine- und Rinderzuchtbetrieben in der Bundesrepublik Deutschland auf. Die zwei großen Tageszeitungen der Region sind die Münsterländische Tageszeitung und die Nordwest Zeitung.

Die Arbeitslosenquote im Oldenburger Münsterland von gut 4 Prozent gehört zu einer der niedrigsten, die Eigenheimquote von über 80 Prozent zu einer der höchsten in Deutschland. Das Oldenburger Münsterland hat rund 300.000 Einwohner. Der Landkreis Vechta mit dem Nachbarkreis Cloppenburg ist der Jüngste in der Bundesrepublik Deutschland bedingt durch die höchsten Geburtenraten.

Touristen bietet das Land vielfältige Möglichkeiten. Die fünf wesentlichen Urlaubs- und Erholungsgebiete sind die waldreichen Dammer Berge mit dem Wassersportparadies Dümmer, die fisch- und vogelreiche Schärenzone Thülsfelder Talsperre, die ausgedehnten Moorgebiete im Nordkreis Vechta und die beschauliche Flusslandschaft des Hasetals. Hoch im Norden des Oldenburger Münsterlands liegt das Wasserterritorium Barßel-Saterland. Die 306 Kilometer lange Boxenstopp-Route führt als Radfernweg an den genannten Erholungsgebieten entlang.

Berühmt/Kulinarisch

Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten, besonders aus der Unterhaltungsbranche, kommen aus dem Oldenburger Münsterland. Der Maler Horst Janssen, der Verleger Peter Suhrkamp, die Schriftstellerin Anne Duden.

Typisch für die Region ist im Sommer der Spargel und im Winter der Grünkohl, hier auch „Oldenburger Palme“ genannt. Eigentlich bestand sein Hauptzweck darin, sich über die Wintermonate hinweg etwas ordentliches „anzufuttern“. Heutzutage machen sich Betriebsgemeinschaften, Kegelclubs, Vereine und andere Gruppen in den Wintermonaten auf den Weg ins Oldenburger Land zu einer typischen Grünkohltour. Eine besonders beliebte Sportart dabei ist das „Bosseln“ oder für Frauen das „Besenwerfen“.

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