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Wolfsburg - Harte Fakten


Das Motto der Stadt „Lust an Entdeckungen“ beschreibt den Wandel in Wolfsburg treffend. Wolfsburg ist eine der wenigen Stadtneugründungen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Von der Gründung am 1. Juli 1938 bis zum 25. Mai 1945 trug sie den Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ und sollte Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes sein, das den KdF-Wagen (VW Käfer) produzierte. Den Namen „Wolfsburg“ erhält die kreisfreie Großstadt am 25. Mai 1945. Rund 120.000 Menschen leben heute im Schatten des Schlosses Wolfsburg.

Wolfsburg ist nach Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg und Göttingen die sechstgrößte Stadt des Landes Nieder-sachsen. Nächstgelegene größere Städte sind Braunschweig, rund 26 Kilometer südwestlich, Magdeburg, rund 64 Kilometer südöstlich und Hannover, rund 74 Kilometer westlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg überschritt 1972 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Am 26. Mai 1938 wurde der Grundstein für das Volkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals gelegt. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe die neue Stadt des KdF-Wagens entstehen. Das Gebiet lag am entstehenden Mittellandkanal, einer Bahnlinie und einer großen Straßenkreuzung; und die Autobahn war nur 17 km entfernt. Während des Zweiten Weltkriegs diente das neu gebaute Autowerk vor allem der Rüstungsindustrie.

Am 25. Mai 1945 wurde auf Weisung der britischen
Besatzungsmacht die Stadt in „Wolfsburg“ umbenannt. Damit erhielt sie ihren endgültigen Namen nach dem gleichnamigen Schloss bzw. Wohnplatz an der Aller. 1955 lief der einmillionste Käfer in Wolfsburg vom Band. 1960 wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine AG umgewandelt. Als Sympathiekundgebung für den neuen VW Golf V begrüßte die Stadt Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober 2003 im Internet, auf dem Briefpapier der Stadt und auf den Ortsschildern die Besucher mit dem Namen „Golfsburg“.

 

Wirtschaft

Die Volkswagen AG ist mit Abstand der größte Arbeitgeber in Wolfsburg. Die größte zusammenhängende Automobilfabrik der Welt hat eine Fertigungskapazität von mehr als 3.000 Fahrzeugen am Tag. Es werden der Golf, Golf Plus sowie Touran und Tiguan am Standort gefertigt. Neben der PKW-Produktion ist die Komponentenfertigung ein wichtiges Standbein des Wolfsburger Werks. Die hier produzierten Komponenten, wie zum Beispiel Antriebsgelenkwellen oder Spritzteile, werden zum Teil selbst verbaut aber auch an andere Standorte des Konzerns geliefert. 2007 wurden inklusive Touran und Tiguan rund 655.000 Fahrzeuge produziert. Fast 50.000 Menschen arbeiten im Volkswagen-Werk.

 

Berühmt

August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben, Germanist, Sprachforscher, Bibliothekar, (Lieder-) Dichter („Das Lied der Deutschen“) wurde am 2. April 1798 in Fallersleben (heute ein Stadtteil von Wolfsburg) geboren. Die Rockband Oomph! benennt Wolfsburg als Geburtsort.

Entworfen von der Architektin Zaha Hadid wurde das Phaeno-Museum in Wolfsburg am 24.11.2005 eröffnet. Diese „begehbare Skulptur“ beherbergt die einmalige Experimentierlandschaft mit 300 interaktiven Phänomenen zum Bestaunen und Ausprobieren. Das Phaeno macht grundlegende Themen aus Naturwissenschaft und Technik für Jedermann anschaulich.

Die Autostadt lädt ihre Besucher zu einer Reise in die Welt der Mobilität ein. In einer 40 Hektar großen Lagunenlandschaft schaffen Architektur, Design und Natur den Rahmen für vielseitige Attraktionen.

1974 war ein historisches Jahr nicht nur für das VW-Werk und Wolfsburg: Zum ersten Mal kam eine „VW-Currywurst“ auf den Teller. Seitdem hat sie ihren Siegeszug als „Geheimtipp“ durch Deutschland angetreten. Rund zwei Millionen Würste stellt die werkseigene Fleischerei jährlich her. Wie auch der nicht minder bekannte VW-Ketschup ist sie mittlerweile auch außerhalb des VW-Werkes zu bekommen.

 

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