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Hann. Münden

"Wo Werra sich und Fulda küssen..." – Als „eine der sieben schönst gelegenen Städte der Welt“ hat Alexander von Humboldt die Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser bezeichnet. Mit über 700 liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern zählt die fast vollständig von Wasser umschlossene Stadt Hann. Münden zu den Fachwerkstädten von europäischem Rang. Imposante Bauten der Weserrenaissance, Türme und Reste der historischen Stadtmauer prägen das mittelalterliche Stadtbild ebenso wie moderne, interaktive Wasserspiele.

Die südlichste Stadt Niedersachsens, Münden (postalisch Hann. Münden, früher Hannoversch Münden) zählt fast 25.000 Einwohner und liegt im südlichen Niedersachsen an der Grenze zu Hessen. Größere Städte sind Göttingen (rund 23 Kilometer entfernt) und Kassel (circa 17 Kilometer). Aufgrund ihrer Lage an den drei Flüssen Werra, Fulda und Weser bezeichnet sie sich selbst auch gerne als „Drei-Flüsse-Stadt“. Außerdem versammelt das „Fachwerkjuwel“ in seiner Altstadt rund 700 Fachwerkbauten aus sechs Jahrhunderten. Für die Pflege und den Schutz dieses Kulturgutes bekam Hann. Münden den – gemeinsam von der EU und einem Verbund von Denkmalschutzorganisationen – Titel „Europa Nostra“ verliehen. Auch die Idee der „Deutschen Fachwerkstraße“, an der Hann. Münden heute liegt, wurde in Hann. Münden mitentwickelt. 

Politik/Wappen

Die stärksten Fraktionen im Stadtrat werden gestellt von der SPD und der CDU. Klaus Burhenne (CDU) ist seit 2006 Bürgermeister von Hannoversch Münden.

Das Stadtwappen zeigt auf einem roten Schild eine silberne Burg mit einem goldbekrönten Mittelturm, der an jeder Seite zwei Türmen mit blauen Dächern aufweist. Unterhalb der Türme befindet sich ein Torbogen mit einem kleinen roten Schild, auf dem ein goldener Löwe (Welfenlöwe) abgebildet ist. Auf dem Mittelturm über dem Torbogen befindet sich ein gotisches schwarzes M. 

Wirtschaft

Der Wirtschaftsstandort Hann. Münden weist eine vielseitige Branchenlandschaft auf. Unternehmen der Verpackungsindustrie (Haendler & Natermann und Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG) und Folienherstellung, Kunststoff- und Gummi-Industrie (Mündener Gummiwerk GmbH und Eaton Fluid Power GmbH), industrielle Metallverarbeitung (Weser-Metall-Umformtechnik GmbH & Co) und Pflanzenzucht (Ernst Benary Samenzucht GmbH) sind in der Stadt ansässig. Handwerk, Einzelhandel sowie der Dienstleistungs- und touristische Sektor sind ebenfalls wichtige Wirtschaftsfaktoren. Im März 2008 haben sich viele Unternehmen aus Hann. Münden zur Mündener Gilde e.V. zusammengeschlossen, eine Vereinigung der Mündener Wirtschaft, um durch gemeinsame unternehmerische Aktivitäten den wirtschaftlichen Erfolg des Standorts zu stärken. In der Mündener Gilde sind von der Bäckerei über die Bank bis hin zum Dachdeckerbetrieb die verschiedensten Unternehmen vertreten.

Bis 1997 war Hann. Münden Hauptsitz der Landespolizeischule Niedersachsen und bis 2007 Bildungsinstituts der Polizei (heute Polizeiakademie), in der Polizisten für ganz Niedersachsen ausgebildet wurden. Heute ist Hann. Münden noch eine stark ausgelastete Außenstelle der Polizeiakademie, die Mittlerweile ihren Hauptsitz in Nienburg (Weser) hat. 

Tourismus

Mit dem Kaufunger Wald, Reinhardswald und Bramwald bietet die Stadt, neben ihren reizvollen Bauten, eine große Nähe zur Natur, die sie als touristisches Ziel noch beliebter macht. Der Weser-Harz-Heide-Radweg sowie Schifffahrten garantieren ein abwechslungsreiches Programm. Nicht nur als Drei-Flüsse-Stadt zwischen Werra, Fulda und Weser ist Hann. Münden bekannt, auch als Fachwerkstadt hat sie sich einen Namen gemacht. 

Berühmt

Die wohl bekannteste Persönlichkeit, die sich zweitweise in der Stadt aufhielt, ist Johann Andreas Eisenbart. Er war ein außergewöhnlich begabter und erfinderischer Mediziner und reiste durch viele Ortschaften, um Kranke zu heilen. Am 11. November 1727 verstarb er im damaligen Gasthaus „Zum wilden Mann“ in Hann. Münden. In den Sommermonaten findet jedes Jahr aufs Neue ein Theaterspiel zum Leben und Wirken des Doktor Eisenbart vor dem Rathaus in Hann. Münden statt.

http://www.hann.muenden.de/