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Emden

Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Ostfrieslands zeigt Flagge: Kaum eine andere Stadt hat in den vergangenen Jahren so viele neue und zukunftsweisende Impulse bekommen und ein solches kulturelles Selbstbewusstsein entwickelt.

Emden ist die kleinste kreisfreie Stadt in Niedersachsen, hat etwa 52.000 Einwohner und gehört zu Ostfriesland, der Region in Niedersachsen, die im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland liegt. Ganz in ihrer Nähe mündet die Ems in die Nordsee, südlich der Stadt liegt der Dollart, eine große Meeresbucht. Das Hafenbecken und zahlreiche Kanäle machen Emden zu einer Stadt des Wassers. Emden war in der Geschichte ein bedeutender Handelsort, ist heute noch durch seinen Seehafen geprägt, weswegen sich im vergangenen Jahrhundert auch Industriebetriebe wie die Nordseewerke und VW ansiedelten. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region spielt Emden eine wichtige Rolle.

Eines sollte man sich merken: Obwohl sowohl Emder als auch Emdener – als Bezeichnungen für Emdens Einwohner – laut Duden korrekt sind, ist die einzig akzeptierte Variante der Emder „Emder“.

Näher gelegene größere Städte sind: Oldenburg (etwa 70 Kilometer ostsüdöstlich), Bremen (etwa 110 Kilometer ostsüdöstlich) und Groningen in den Niederlanden (etwa 50 Kilometer westsüdwestlich) sowie Wilhelmshaven (etwa 60 Kilometer ostnordöstlich). Der Dortmund-Ems-Kanal ist die direkte Verbindung zum Ruhrgebiet und Emden ist der Fährhafen für die westlichste der deutschen Inseln: Borkum. 

Wirtschaft

Der größte Arbeitgeber in Emden ist mit etwa 9.000 Beschäftigten das VW-Werk. Es nahm Ende 1964 seinen Betrieb mit der Produktion des VW-Käfers auf, heute wird dort der VW-Passat gebaut. Im Industriepark Frisia haben sich inzwischen mehrere Zulieferfirmen angesiedelt. Ein großer industrieller Arbeitgeber in Emden waren bis Ende 2009 die ThyssenKrupp Nordseewerke. Sie wechselten im Januar 2010 den Eigentümer und gehören nun der SIAG Schaaf Industrie AG.

Der westlichste Hafen Deutschlands liegt in Emden, direkt an der Mündung der Ems in die Nordsee. Wind, Wasser und Mobilität gehören hier zusammen. Da, wo Deutschland (fast) zu Ende ist, beginnen die internationalen Transportwege nicht nur für viele Windkraftanlagen „made in Ostfriesland“ oder mehr als eine Million VW-Autos pro Jahr. Ostfriesische Windenergieanlagenhersteller mit dem wichtigen Standort Emder Hafen sind Global Player. Sie bedienen neben dem regionalen und deutschen Markt Kunden weltweit. 

Politik/Wappen

Seit Jahrzehnten ist Emden eine Hochburg der SPD, der derzeitige Bürgermeister der Stadt Emden heißt Bernd Bornemann und ist seit 2011 im Amt. Die drei stärksten Fraktionen im Stadtrat sind die SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Die Bevölkerung ist weitgehend protestantisch, 2005 zählte man nur 4.300 Katholiken in der Stadt.

Das Emder Wappen zeigt einen auf einer roten Mauer sitzenden goldenen Jungfrauenadler, auch Harpyie genannt, wobei die Mauer von Meer umgeben ist. Das Wappen symbolisiert sowohl die Nähe zur Ems, als auch den Schutz vor dem Wasser. Die Harpyie ist eigentlich ein Unheilsdämon und dem ehemaligen Wappen der alten Adelsfamilie Cirksena nachempfunden, welche die Hoheit über Emden hatten. Die Emder nennen ihr Wappen aber unbeirrt „Engelke up de Muer“ („Engelchen auf der Mauer“). 

Tourismus

Kulturelle Höhepunkte bilden das Internationale Filmfest Emden-Norderney, das seit 1990 jährlich an acht Tagen Ende Mai/Anfang Juni stattfindet, die Matjestage zu Ehren des beliebten nordischen Heringsbrötchens und das Delf- und Hafenfest, das jeden Sommer gefeiert wird. Außerdem gibt es die oben genannte Kunsthalle, in der seit 1986 vor allem Bilder der neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus ausgestellt werden und das Otto Huus, das Otto Waalkes in seiner Heimatstadt eröffnet hat.

Emden ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Ob nach Borkum oder durch Ostfriesland – viele Urlauber schlagen von hier in die Region auf. Bei einer Stadtbesichtigung sollten die Emder Miniaturdampfeisenbahn, das Ökowerk, das Abenteuerland Okidoki und die Friesentherme auf dem Programm stehen. Romantik auf grünen Wasserwegen erleben die Urlauber auf einer Grachtenrundfahrt durch das „Venedig des Nordens“. Wer die Stadt auf eigene Faust entdecken möchte, kann sich ein Kanu leihen. 

Berühmt

Zu den bekannten Söhnen und Töchtern der Stadt zählen der Filmregisseur Wolfgang Petersen, die Komiker Otto Waalkes und Karl Dall, der Journalist, Gründer des Sterns und Stifter der Kunsthalle in Emden Henri Nannen und die Box-Weltmeisterin Heidi Hartmann. Emden soll auch Geburtsort der berühmten Ostfriesenwitze sein.
Kulinarisch mögen es die Emder deftig und fischig: Grünkohl mit Kassler, Pinkel und Speck sind ebenso beliebt wie Matjes und Krabben. Ein Korn gehört hier als alkoholisches Getränk dazu. Gern wird das Grünkohlessen mit einer Boßeltour verbunden.

http://www.emden.de/de/main.htm